Re: Normalverteilung (Jetzt wird es fast lustig..)
Hallo Marcel,
Du schreibst: "Schon wieder machst du den gleichen Fehler! Ich rede hier
über und
programmiere mit der Mathematik zu endlichen Grundgesamtheiten. Du
nicht!"
Wir hatten uns darauf geeinigt, dass das Thema Sporenmessung ist.
Du behauptest: "Ich rede hier über und
programmiere mit der Mathematik zu endlichen Grundgesamtheiten."
Und da bleibe ich auch bei!
Ein Pilzfruchtkörper einer Aufsammlung hat n Sporen. n ist vielleicht, je nach Größe des Fruchtkörpers und der Art zwischen geschätzt 1000 und 10e7, vielleicht ja sogar noch mehr. Aber nie ist n gegen Unendlich. Also bleibt es in der Statistik bei endlichen Grundgesamtheiten, über die ich Aussagen treffen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Da die Aussagen, da ich in der Regel nicht alle Sporen dieser Grundgesamtheit messen kann, auf einer Stichprobe basieren, kann ich die Grundgesamtheit damit nur schätzen. Das mache ich nach anerkannten Regeln. Was ist daran deiner Meinung nach nicht richtig?
Du setzt Werte in Formeln ein. Das hat mit Mathematik nichts zu tun.
Die Mathematik ist zunächst bei dem Problem die Beschreibung von
Zufallsprozessen und die Definition von Zufallsvariablen.
Anschließend beschreibt die Mathematik wie man Schätzer für zum Beispiel
Mittelwerte und Streuungen finden kann.
Ja, und da ich die Streuung, auf Basis der t-Verteilung (weil ich ja nicht alle messen kann) schätze, hat das warum mit Mathematik nichts zu tun? In meinem Studium FH hieß das Fach "Angewandte Mathematik". Wie hättest du es nach deiner Mathematikvorstellung genannt?
Für die Genauigkeit dieser Schätzer abhängig von n macht die Mathematik bei
unbekannter Grundgesamtheit keinerlei Aussagen.
Neee, aber es gibt Theorien, wie man damuit umgehen kann. Die müssen wir doch nicht neu erfinden! Gauss, Galton (Binominal), Pearson (Gamma-Verteilung), Weibull seien hier nur als Beispiele der Annäherung an eine Verteilungsannahme genannt. Und dann kann ich damit wieder "Zahlen in Formeln einsetzen" 
Weil Du die Mathematik nicht verstanden hast, glaubst Du trotzdem Aussagen
machen zu können.
Hier räusper' ich mich mal kurz.
Du bringst dafür aber keinerlei Quellen, mit denen Du das begründen könntest.
Ich habe darum versucht Dir die mathematischen Grundlagen näher zu bringen.
Das habe ich auch an Hand von Beispielen aus dem täglichen Leben getan, die
einen Bezug zu denselben mathematischen Grundlagen wie das Problem
"Sporenmessung" haben.
Nein, hast du nicht! Du theoretisierst, wenn es ans Eingemachte geht und du schweifst in deine persönlichen Eerfahrungen ab, wenn du nach Beispielen suchst.
Bei der Sporengrößen handelt es sich übrigens nicht um eine endliche
Grundgesamtheit.
Es gibt unendlich viele Gleitkommazahlen, sogar überabzählbar viele.
Aber, wie schon oben beschrieben, gibt es nur endlich viele Sporen, die ich mit weniger Nachkommastellen beschreiben kann.
Während mein Ex-Fahrgemeinschaftspartner - der übrigens Pilzkenner ist, aber
keine akademische Ausbildung hat - sofort das Problem der Stichprobengröße
identifiziert hat und ein eigenes Beispiel gebracht hat, betrachtest Du
meine Versuche Dir das näher zu bringen, als Abschweifung vom Thema.
Supi, welches Beispiel? Aah, ich habe noch einmal nachgeschaut. du meist bestimmt dieses:
"Er ist übrigens kein Mathematiker, sondern war Beamter beim Wetterdienst.
Wir treffen uns seit einiger Zeit eher zufällig im Schwimmbad und wir haben diesen Dienstag über diese Diskussion gesprochen.
Er brachte folgendes Beispiel:
Beim Roulette kommt es früher durchaus vor, dass bestimmte Zahlen häufiger kamen als andere. (Auf Grund der Mechanik)
Nun kam es vor, dass Leute mit Hilfe genügend großer Stichproben herausfanden welche und mit dieser Kenntnis Gewinne bei der Spielbank erzielten.
Ich habe dazu eine Quelle gefunden:
https://statmodeling.stat.columbia.edu/2018/08/09/richard-jarecki-doctor-conquered-roul..."
Du redest hier über Glückspieltheorie! Was hat die Mathematik des Zufalls beim Glücksspiel mit der hier diskutierten Datenanalyse von biologischen Stichproben zu tun? Ich sage es dir: NIX!
Was Du als Fehler betrachtest nennt man wissenschaftliches Arbeiten, man kann
auch ingenieursmäßige Herangehensweise dazu sagen.
Kannst du bitte einmal präzisieren, was du verstanden hast, was ICH als Fehler betrachte? Und genauer noch, was du dann als wissenschaftliches Arbeiten betrachtest?
Wie wenig Du verstanden hast, sieht man wenn Du schreibst, ich käme vom
Programmieren.
Ich bin Ingenieur TH der Elektrotechnik.
Du scheinst nicht zu wissen, was du selbst behauptet hast! Deshalb werde ich meine Aussage dazu noch präzisieren! Du schriebst:
"Hallo lieber Jens,
zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass es eine verdienstvolle Arbeit ist, solche Programme zu schreiben.
Ich möchte weiterhin etwas zu meinem Hintergrund sagen:
Ich bin seit dem 1.1.2025 in Rente und habe vorher 36 Jahre als Softwareentwickler gearbeitet.
Zuletzt im Maschinenbau."
Softwareentwickler??? Also hat bei dir wahrscheinlich Softwareentwicklung geanausowenig mit Programmieren zu tun, wie deine Vorstellung von der Anwendung von Formeln mit Mathematik? Ich rede hier nicht über theoretische Mathematik. Da bin ich raus und du gewiss auch.
Auf welches Niveau möchtest du mich hier eigentlich stellen?
Man muss für diese Art der Problemlösung aber nicht studiert haben, auch gute
Handwerker gehen so vor.
Auch hier bleibt ein leerer Satz stehen. Der Sinnzusammenhang zu egal welcher Aussage fehlt. Für die Leser hier: Lest bitte den Gesamtkontext von Marcel dazu und wenn mir jemand im Verständnis des Geschriebenen weiter helfen kann. Gerne! Ich verstehe lieber, als das ich Fragen stellen muß. Das wäre aber eher Goethe gewesen (versteht man erst unten).
Ich hatte berichtet, dass mir wenige Modelle für biologische Prozesse bekannt
seien.
Eines möchte ich hier aber noch nachtragen, um ingenieursmäßige
Herangehensweise zu zeigen: Ein Dozent für Regelungstechnik beobachtete
immer wieder eine Amsel, die auf einem Zweig vor seinem Fenster landete.
Irgendwann später erstellte ein Student eine Diplomarbeit über diesen Vorgang
aus regelungstechnischer Sicht.
Diese Diplomarbeit könnte durchaus auch für Biologen interessant sein, die
zum Beispiel der Frage nach gehen, ob denn das Tier, dessen versteinerte
Überreste gefunden wurden fliegen konnte oder ob es vielleicht in Bäumen
lebte.
Naja, landen konnte die Amsel nur, wenn sie vorher irgendwo abgesprungen oder abgeflogen ist, sofern sie nicht dahin geworfen wurde oder in einer Zeitschleife fest saß.
Die wenigsten Biologen haben aber wissenschaftliches Arbeiten wirklich
gelernt, deshalb sind sie wie Du auch auf konkrete Lösungen fixiert und
weiten ihren Blick nicht genügend.
Das ist eine ziemlich anmaßende Unterstellung. Ja..., das lass ich mal so stehen. Nee, doch nicht! Ich bin ja auf die konkete Lösung fixiert! Das stimmt!
In meinem Studium empfahl nämlich ein Dozent: "Lesen sie
Shakespeare"
Er hatte recht, es weitet den Horizont. Man bekommt viele neue Ideen für
Problemlösungen.
Ich glaube nicht, dass Shakespeare hier in dieser Problematik den Horizont weiten kann, aber da lass mich gerne von deinen neuen Ideen inspirieren...
Gruß, Jens