Herbstlorchel

Rainer, (vor 9510 Tagen)

Hallo zusammen,

am Wochenende habe ich ein paar wunderschöne Herbstlorcheln gefunden. Der Pilz hat eine wirklich unübertroffene Struktur.

Nun, ich hab auch mal im Archiv reingeschaut was den Speisewert der Lorchel angeht. Da habe ich allerdings gesehen, dass einige (auch die Leonie) diesen Pilz als schmackhaft bezeichnen während meine Pilzbücher vor den Genuss warnen.

Wer hat denn nun recht? Ich meine, ich muss diesen Pilz ja nicht essen, wenn er roh giftig ist und auch unter Unständen im gekochten Zustand noch Gifte vorhanden sind.

Über eure Meinungen bin ich gespannt.

cu Rainer

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Re: Herbstlorchel

Maronenröhrling, (vor 9510 Tagen) @ Rainer

Ich habe auch gestern 4-5 von diesen herrlichen Pilzen gefunden.
Was heißt gefunden sie standen direkt am Wegesrand.
Ich habe vorher noch nie Herbstlorcheln gefunden und war richtig entzückt davon.
Aber in einem Pilzbuch steht drin sie sei ein hervorragender Speisepilz, welcher aber zäh ist, in einem anderen Buch, sie sei roh giftig und muß lange
gekocht werden. Besser man bezieht sich auf das 2. Buch und brät sie gut durch.

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Re: Herbstlorchel

Rainer, (vor 9510 Tagen) @ Maronenröhrling

Hallo Maronenröhrling,

meine Pilze stehen auch (noch) direkt am Wegesrand. Das scheinen sie gern zu haben.

Ich hab aber noch nie einen Pilz mit solchen herrlichen Strukturen gesehen.

Bin mal gespannt auf die Antworten anderer, denn im Moment lasse ich ihn (noch) stehen. Pflücken ist ja fast zu schade - find ich.

Gruß Rainer

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Re: Herbstlorchel

Doris Kreißl, (vor 9510 Tagen) @ Rainer

Hallo Maronenröhrling,
meine Pilze stehen auch (noch) direkt am Wegesrand. Das scheinen sie gern zu
haben.
Ich hab aber noch nie einen Pilz mit solchen herrlichen Strukturen gesehen.
Bin mal gespannt auf die Antworten anderer, denn im Moment lasse ich ihn
(noch) stehen. Pflücken ist ja fast zu schade - find ich.
Gruß Rainer

Hallo Rainer,
wenn Du sie essen willst solltest Du sie nicht zu lange stehen lassen.
Die Herbst und auch die Grubenlorchel sehen nämlich sehr lange frisch aus , auch wenn der Fruchtkörper schon etwas älter ist. Ich glaube hierin liegt eventuell auch das Problem mit möglichen Vergiftungen(richtig durchbraten würde ich sie sowieso).
Vor einige Jahren hatte ich eine Stelle an der mindestens 100 dieser wunderschönen Art gewachsen waren.Da habe ich dann auch Bücher über Bücher gewälzt und als ich mir dann ein paar davon holen wollte merkte ich das einige von ihnen etwas komisch rochen (seltsamerweise irgendwie nach Urin, hatte aber keiner darauf gepinkelt). Die , welche noch gut rochen habe ich in einem Pilzmischgericht gegessen und für gut befunden( die Konsistenz des Pilzes ist toll, so ein bisschen knorpelig wie Gluckis).
Also bevor Du sie essen willst schnuppere mal daran und falls Du auch einen komischen Geruch bemerkst poste mal, würde mich sehr interessieren.
Bei uns wächst momentan die Grubenlorchel in Massen und in so großen Exemplaren wie ich sie in den Jahren vorher noch nicht gesehen habe.Teilweise 15 cm hoch und mit unheimlich dicken Stielen,allerdings in Gesellschaft von der Herbsttrompete und die ziehe ich zur Zeit einfach vor.

Viele Grüße Doris

Ach, ja Herbstlorchel ist übrigens mein Spitzname mit dem mich meine Familie seit dem Massenfund von damals ruft:-)

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Re: Herbstlorchel

interhias ⌂, (vor 9509 Tagen) @ Rainer

Wer hat denn nun recht? Ich meine, ich muss diesen Pilz ja nicht essen, wenn
er roh giftig ist und auch unter Unständen im gekochten Zustand noch Gifte
vorhanden sind.
Über eure Meinungen bin ich gespannt.
cu Rainer

Servus Rainer!

Da habe ich ja den Test genau zur richtigen Zeit gemacht: Gestern habe ich mir zum ersten Mal 2 Herbstlorcheln in die Pfanne gehauen. Sie waren ganz frisch gewachsen, das ist vermutlich auch wichtig bei diesen Schwammerln.
Testergebnis: Phantastisch - Geschmack und Konsistenz haben mich aufs angenehmste überrascht, von Zähigkeit oder unangenehmen Gerüchen - keine Spur. Ich hab die herrlichen Schwammerln auch nicht besonders lange gegart, vielleicht 10 Minuten äußerst sanft gedünstet und dann noch ca. 5 Min. im fertigen Gericht (Bohnen-Mangold-Pilz-Pfanne) ziehen lassen.

Mit kulinarischen Empfehlungen

Interhias