Pilz-Gedicht Nummer 2
Da es mir am Wochenende leider nicht vergönnt war im Tageslicht zu "pilzeln", habe ich es Sonntag-Nacht an Computer per Gedicht nachgeholt. (Öffentliche Wiedergabe nur mit Genehmigung von Bimpfi!!) Ich hoffe es findet euer Gefallen.
Das Leben der Pilze
Lautlos fallen stachelige Sporen.
Weißes Geflecht webt wirre Gebilde
in den Humus zwischen Tannen und Erlen.
Es paart sich zu doppelkern'gen Kerlen.
Und gebärt dann im warmen Gewitter,
den eigenen Zwitter.
Leises knacken auf kalkigem Boden.
Blitzblanke Klingen reflektieren das Zwielicht.
Wo sich lautlose Wesen in Moosen und Farnen
mit braunen und grünen Hüten tarnen.
Da naht, für manche ist's bitter,
der hungrige Schnitter.
Spitzer Schrei im stillen Wald.
Der rare Stamm ist rasch entwurzelt.
In dem Spankorb sammeln sich selt'ne Gesellen
Die Dicken, die Dünnen, die Dunkeln, die Hellen.
Da nützt, man mag es beklagen,
kein Weinen, noch Zagen.
Süße Sahne wird zur sämigen Soße.
Kleine Schalotten, wie von Sonne gebräunt.
Was in Töpfen und Tiegeln schmurgelt und zischt
wird mit Weißbrot und Wintersekt aufgetischt.
Danach, vom Kopf bis zum Magen,
ein sanftes Behagen.
Gruß: Euer Bimpfi