Umfrage

Leonie, (vor 9820 Tagen)

Ich finde , die, die sich schon mal vergiftet haben sollten sich outen und ihren Fall oder sogar die Fälle outen.

Tödliche Vergiftungen waren ja offenbar nicht dabei.

Eintrag gesperrt

Re: Umfrage

Reinhard, (vor 9820 Tagen) @ Leonie

Ich finde , die, die sich schon mal vergiftet haben sollten sich outen und ihren Fall oder sogar die Fälle outen.
Tödliche Vergiftungen waren ja offenbar nicht dabei.

Die letztgenannten tun sich wohl ziemlich schwer hier zu outen ;-))

Eintrag gesperrt

Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Boris, (vor 9820 Tagen) @ Leonie

Ich finde , die, die sich schon mal vergiftet haben sollten sich outen und ihren Fall oder sogar die Fälle outen.

Ich hatte schon mal eine unbeabsichtigte Vergiftung, aber nicht mit Pilzen sondern mit dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra). Nachdem ich den Holundersaft ja in jedem Kaufhaus angeboten sah, und der Literatur zufolge ja nur die Kerne giftig sein sollten, dachte ich mir nichts dabei als ich mir einen frischen Preßsaft zubereitetete. Ich hatte danach nur dünnen Stuhlgang, meine Mutter die eine doppelte Portion trank, hatte ein heftiges gastrointestinales Syndrom das über zwei Tage anhielt.

Offenbar ist die angebliche "Gesundheit" des kommerziell verkauften Holundersaftes nur eine Lüge. Roh ist Holunder eine Giftpflanze, auch der Schwarze als Saft. Beim Erhitzen werden die Toxine offenbar zerstört, aber mit dem vielgelobten Vitamin C ist dann auch Schluss. Würde mich nicht wundern, wenn bei den gekauften Holundersäften wieder nachträglich Vitamin C beigefügt wurde, um den gesunden Heiligenschein zu wahren.

Boris

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Thomas Pruß, (vor 9820 Tagen) @ Boris

Ich finde , die, die sich schon mal vergiftet haben sollten sich outen und ihren Fall oder sogar die Fälle outen.

Ich hatte schon mal eine unbeabsichtigte Vergiftung, aber nicht mit Pilzen sondern mit dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra). Nachdem ich den Holundersaft ja in jedem Kaufhaus angeboten sah, und der Literatur zufolge ja nur die Kerne giftig sein sollten, dachte ich mir nichts dabei als ich mir einen frischen Preßsaft zubereitetete. Ich hatte danach nur dünnen Stuhlgang, meine Mutter die eine doppelte Portion trank, hatte ein heftiges gastrointestinales Syndrom das über zwei Tage anhielt.
Offenbar ist die angebliche "Gesundheit" des kommerziell verkauften Holundersaftes nur eine Lüge. Roh ist Holunder eine Giftpflanze, auch der Schwarze als Saft. Beim Erhitzen werden die Toxine offenbar zerstört, aber mit dem vielgelobten Vitamin C ist dann auch Schluss. Würde mich nicht wundern, wenn bei den gekauften Holundersäften wieder nachträglich Vitamin C beigefügt wurde, um den gesunden Heiligenschein zu wahren.
Boris

Hallo Boris,
neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“. Würde mich nicht wundern, wenn Träger von irgendwelchen Darmparasiten anschließend absolut „mittesserfrei“ wären.
Aber der erhitzte Holundersaft wirkt schweißtreibend und ist bei Erkältungen absolut super. Der Saft muss heiß so schnell wie möglich getrunken werden. Dann ab ins Bett und zudecken. Nach 5 Minuten schmort man im eigenen Saft. Hinterher geht’s einem besser.
Also: Auch wenn der gekaufte mit Vitamin C versetzt wird, ist er in jedem Fall zu empfehlen.

Vor Gesundheit strotzend ;-)
Thomas

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Boris, (vor 9820 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Boris,
neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“. Würde mich nicht wundern, wenn Träger von irgendwelchen Darmparasiten anschließend absolut „mittesserfrei“ wären.

Kann ich nicht so im Raum stehen lassen, meine Mutter hatte ein echtes gastrointestinales Vergiftungsbild mit schweren Brechdurchfällen und einer allgemeinen Entkräftung die zwei Tage anhielt. So stelle ich mir die typische Satanspilz-Vergiftung vor. Ich kann nur eindringlich vor dem Genuß von rohem Holundersaft warnen!

Der rote Holunder (Sambucus racemosa) ist übrigens wie sein schwarzer Vetter nach Entfernen der Kerne zum Geleekochen verwendbar. Ich esse diese Marmelade regelmäßig, schmeckt ein wenig wie Hagebuttenmus und ich durchaus geniessbar.

Die von dir genannte dritte Holunderart, den Zwergholunder oder Attich (Sambucus ebulus)habe ich noch nicht probiert, soll ja der giftigste der drei sein und die Sambucus nigra - Vergiftung hat mir bereits genügt. Möglicherweise ist er auch als Geleefrucht verwendbar - möglicherweise auch nicht! Auch ich habe noch nicht alles probiert... ;-)

Aber der erhitzte Holundersaft wirkt schweißtreibend und ist bei Erkältungen absolut super. Der Saft muss heiß so schnell wie möglich getrunken werden. Dann ab ins Bett und zudecken. Nach 5 Minuten schmort man im eigenen Saft. Hinterher geht’s einem besser.
Also: Auch wenn der gekaufte mit Vitamin C versetzt wird, ist er in jedem Fall zu empfehlen.

Ich ziehe meine selbstgemachten Tees mit Lindenblüten oder Mädesüß vor. Auch frischer Zitronensaft mit Zucker wirkt, da ist zumindest das Vitamin C "echt"! ;-)

Gruß, Boris

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Thomas Pruß, (vor 9820 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,
neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“. Würde mich nicht wundern, wenn Träger von irgendwelchen Darmparasiten anschließend absolut „mittesserfrei“ wären.

Kann ich nicht so im Raum stehen lassen, meine Mutter hatte ein echtes gastrointestinales Vergiftungsbild mit schweren Brechdurchfällen und einer allgemeinen Entkräftung die zwei Tage anhielt. So stelle ich mir die typische Satanspilz-Vergiftung vor. Ich kann nur eindringlich vor dem Genuß von rohem Holundersaft warnen!

Jau!

Der rote Holunder (Sambucus racemosa) ist übrigens wie sein schwarzer Vetter nach Entfernen der Kerne zum Geleekochen verwendbar. Ich esse diese Marmelade regelmäßig, schmeckt ein wenig wie Hagebuttenmus und ich durchaus geniessbar.

Hm, dann hab ich da wohl was velwechsert…

Die von dir genannte dritte Holunderart, den Zwergholunder oder Attich (Sambucus ebulus)habe ich noch nicht probiert, soll ja der giftigste der drei sein und die Sambucus nigra - Vergiftung hat mir bereits genügt. Möglicherweise ist er auch als Geleefrucht verwendbar - möglicherweise auch nicht! Auch ich habe noch nicht alles probiert... ;-)

Alles klar, jetzt weiß ich auch den Namen. Der einzige Fundort, den ich kenne, liegt an der Sauer (Grenzfluss zw. Deutschland und Luxemburg) und zwar an einem alten Bahndamm, der zwischen dem Fluß und der Straße entlangführt. Irgendwie sehen die Dinger schon ziemlich giftig aus.

Aber der erhitzte Holundersaft wirkt schweißtreibend und ist bei Erkältungen absolut super. Der Saft muss heiß so schnell wie möglich getrunken werden. Dann ab ins Bett und zudecken. Nach 5 Minuten schmort man im eigenen Saft. Hinterher geht’s einem besser.
Also: Auch wenn der gekaufte mit Vitamin C versetzt wird, ist er in jedem Fall zu empfehlen.

Ich ziehe meine selbstgemachten Tees mit Lindenblüten oder Mädesüß vor. Auch frischer Zitronensaft mit Zucker wirkt, da ist zumindest das Vitamin C "echt"! ;-)

Wie präpariert man das Mädesüß und welche Pflanzenteile nimmt man? Ich nehme mal an, die Blüten.Wie wendet man den Tee an? Ähnlich wie Holundersaft? Riecht der Tee auch so gut?

Tschöö
Thomas

Eintrag gesperrt

Sambucus ebulus & Filipendula ulmaria

Boris, (vor 9820 Tagen) @ Thomas Pruß

Alles klar, jetzt weiß ich auch den Namen. Der einzige Fundort, den ich kenne, liegt an der Sauer (Grenzfluss zw. Deutschland und Luxemburg) und zwar an einem alten Bahndamm, der zwischen dem Fluß und der Straße entlangführt. Irgendwie sehen die Dinger schon ziemlich giftig aus.

Ich kenne zwei Standorte bei Wiesloch und am Donnersberg, beide auf Kalk. Ist ziemlich selten.

Wie präpariert man das Mädesüß und welche Pflanzenteile nimmt man? Ich nehme mal an, die Blüten.Wie wendet man den Tee an? Ähnlich wie Holundersaft? Riecht der Tee auch so gut?

Ich mache den Tee immer aus der gesamten Pflanze, ein paar junge Blätter schaden nicht. Der Tee hat ein anderes Anwendungsgebiet als der schweisstreibende Lindenblütentee: Er enthält Salicylsäure und ist somit ein brauchbarer (und kostenloser!) Ersatz für Aspirin etc. Bei Erkältungen, Kopfweh etc. ein, zwei Tassen trinken. Einzige Gegenanzeige: Bei Magen/Darmgrippen mit Übelkeit ist der Tee ungeeignet, da Salicylsäure arg auf den Magen schlägt...

Gute Besserung, Boris

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Bruno, (vor 9820 Tagen) @ Boris

Hallo Boris und Thomas,

das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.

Bruno

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Thomas Pruß, (vor 9820 Tagen) @ Bruno


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Bruno, (vor 9820 Tagen) @ Thomas Pruß


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Ei sischer, ist auch lecker. Ich bin leider schon seit Ewigkeiten nicht mehr zum selbermachen gekommen und so oft kredenzt kriegst Du das auch nicht. Da sitzt jeder selber drauf.
Die Beeren müssen dafür aber auch sehr reif sein. Sonst heißt es, sind sie zu grün, bist Du zu schwach!
bruno

Eintrag gesperrt

Re:Holunderwein

Kerstin, (vor 9819 Tagen) @ Thomas Pruß


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Hallo Thomas,
Holunderwein ist ein wirklich guter Rotwein
(und nicht nur ein Ersatz für die Franzosen).
Ich lasse die Beeren, wegen der Toxine, einmal
kurz aufkochen. Es folgt eine Maischegärung,
die Maische wird nach ein paar Tagen abgepresst,
den wein in einen Ballon füllen und ausgären lassen.
Auf Flaschen füllen. Nach einer längeren Lagerzeit,
gern ein-zwei-drei Jahre ist das Sehr lecker.
zum Wohle
Kerstin

P.S.: Auch meine Erältung kuriere ich mit Hilfe
von Sambucus aus, mit Frau Holle (Hollerbusch) im Bunde.
Köstlich ebenfalls H.-Punsch und H.-Suppe in Verbindung mit
Äpfeln -

Eintrag gesperrt

Re:Holunderwein

Thomas Pruß, (vor 9819 Tagen) @ Kerstin


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Hallo Thomas,
Holunderwein ist ein wirklich guter Rotwein
(und nicht nur ein Ersatz für die Franzosen).
Ich lasse die Beeren, wegen der Toxine, einmal
kurz aufkochen. Es folgt eine Maischegärung,
die Maische wird nach ein paar Tagen abgepresst,
den wein in einen Ballon füllen und ausgären lassen.
Auf Flaschen füllen. Nach einer längeren Lagerzeit,
gern ein-zwei-drei Jahre ist das Sehr lecker.
zum Wohle
Kerstin
P.S.: Auch meine Erältung kuriere ich mit Hilfe
von Sambucus aus, mit Frau Holle (Hollerbusch) im Bunde.
Köstlich ebenfalls H.-Punsch und H.-Suppe in Verbindung mit
Äpfeln -

Hallo Kerstin,
Um den Holunder zu vergären: Impfst Du den Saft mit besonderen, „freundlichen“ Hefen oder lässt Du ihn einfach stehen, in der Hoffnung, dass sich die richtigen Spaltpilze von selbst einfinden?
Holundersuppe, bei uns Fliederbeersuppe genannt, essen wir immer mit „Klümp“ (Grießklößchen). Hat bei nur den Nachteil, dass ich davon zu leicht Sodbrennen bekommen. Also: Die Sucht sagt 5 Teller, der Magen rebelliert nach anderthalb Tellern, Schade.
Mnjam
Thomas

Eintrag gesperrt

Re:Holunderwein

Kerstin, (vor 9819 Tagen) @ Thomas Pruß


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Hallo Thomas,
Holunderwein ist ein wirklich guter Rotwein
(und nicht nur ein Ersatz für die Franzosen).
Ich lasse die Beeren, wegen der Toxine, einmal
kurz aufkochen. Es folgt eine Maischegärung,
die Maische wird nach ein paar Tagen abgepresst,
den wein in einen Ballon füllen und ausgären lassen.
Auf Flaschen füllen. Nach einer längeren Lagerzeit,
gern ein-zwei-drei Jahre ist das Sehr lecker.
zum Wohle
Kerstin
P.S.: Auch meine Erältung kuriere ich mit Hilfe
von Sambucus aus, mit Frau Holle (Hollerbusch) im Bunde.
Köstlich ebenfalls H.-Punsch und H.-Suppe in Verbindung mit
Äpfeln -

Hallo Kerstin,
Um den Holunder zu vergären: Impfst Du den Saft mit besonderen, „freundlichen“ Hefen oder lässt Du ihn einfach stehen, in der Hoffnung, dass sich die richtigen Spaltpilze von selbst einfinden?
Holundersuppe, bei uns Fliederbeersuppe genannt, essen wir immer mit „Klümp“ (Grießklößchen). Hat bei nur den Nachteil, dass ich davon zu leicht Sodbrennen bekommen. Also: Die Sucht sagt 5 Teller, der Magen rebelliert nach anderthalb Tellern, Schade.
Mnjam
Thomas

Ich benutze Reinzuchthefe "MALAGA" oder "PORT", außerdem auch
Nährsalztabletten. Das ausführliche Rezept ist im Moment
in unserem Chaoshaushalt nicht auffindbar.
Vielleicht ein andermal.
Gruß Kerstin

Eintrag gesperrt

Re:Holunderwein

Bruno, (vor 9819 Tagen) @ Kerstin


Hallo Boris und Thomas,
das mit der absolut treibenden Wirkung von frischem Holundersaft konnte ich auch schon beobachten (hab mal damit den Vater einer Freundin ziemlich ausgehöhlt). Ich habe aber mittlerweile festgestellt, dass absolut frischer Saft bzw stark gekühlter nicht diese verheerende Wirkung oder zumindest eine abgeschwächte zeitigt.
Es hängt irgendwie mit den Gärprozessen zusammen, so ein reisiger Holunderwein ist schon nur was für die taffsten.
Ein ausgegorener H-wein ist jedoch eine Spezialität, die ich gern annehme , der Saft auch ein schönes Schwitzmittel.
Bruno

HOLUNDERWEIN????????? :-o
Thomas

Hallo Thomas,
Holunderwein ist ein wirklich guter Rotwein
(und nicht nur ein Ersatz für die Franzosen).
Ich lasse die Beeren, wegen der Toxine, einmal
kurz aufkochen. Es folgt eine Maischegärung,
die Maische wird nach ein paar Tagen abgepresst,
den wein in einen Ballon füllen und ausgären lassen.
Auf Flaschen füllen. Nach einer längeren Lagerzeit,
gern ein-zwei-drei Jahre ist das Sehr lecker.
zum Wohle
Kerstin
P.S.: Auch meine Erältung kuriere ich mit Hilfe
von Sambucus aus, mit Frau Holle (Hollerbusch) im Bunde.
Köstlich ebenfalls H.-Punsch und H.-Suppe in Verbindung mit
Äpfeln -

Hallo Kerstin, das freut mich ja!
Noch was zur Weinherstellung: je schonender gepreßt, desto besser, denn dann werden die problematischen Kerne nicht verletzt und behalten ihre Inhaltstoffe für sich..
Bruno
PS Jetzt ist es soweit : Frau Holle tobt sich draußen aus (+245 NN, 1cm in 2 h).

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Birgit, (vor 9820 Tagen) @ Thomas Pruß

neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“.

Roher Holundersaft enthält meines Wissens nach ziemlich viel Oxalsäure und die wird als giftig angesehen (laut Buch sind die Giftstoffe organische Säuren, Gerbstoffe, ätherische Öle, in der unreifen Frucht: Blausäureglykoside (Sambucin)). Vergiftungserscheinungen: Magenbeschwerden, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfälle. Mein Freund hat seiner Mutter auch mal versehentlich frisch gepreßten Holundersaft gemacht mit den gleichen FOlgen wie bei Boris und seiner Mutter.
Daher soll man ja auch Rhabarber und auch Spinat nach dem Schießen nicht mehr essen. Oxalsäure ist ziemlich agressiv und macht z.B. aus eigener Erfahrung mit zu altem Spinat und Rhabarber die Zähne rauh und stumpf, scheint also sogar den Zahnschmelz anzugreifen.

Durch das Abkochen werden die Giftstoffe wohl zerstört.

Schöne Grüße

Birgit

Eintrag gesperrt

Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra

Markus H., (vor 9820 Tagen) @ Birgit

neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“.

Roher Holundersaft enthält meines Wissens nach ziemlich viel Oxalsäure und die wird als giftig angesehen (laut Buch sind die Giftstoffe organische Säuren, Gerbstoffe, ätherische Öle, in der unreifen Frucht: Blausäureglykoside (Sambucin)). Vergiftungserscheinungen: Magenbeschwerden, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfälle. Mein Freund hat seiner Mutter auch mal versehentlich frisch gepreßten Holundersaft gemacht mit den gleichen FOlgen wie bei Boris und seiner Mutter.
Daher soll man ja auch Rhabarber und auch Spinat nach dem Schießen nicht mehr essen. Oxalsäure ist ziemlich agressiv und macht z.B. aus eigener Erfahrung mit zu altem Spinat und Rhabarber die Zähne rauh und stumpf, scheint also sogar den Zahnschmelz anzugreifen.
Durch das Abkochen werden die Giftstoffe wohl zerstört.
Schöne Grüße
Birgit

Hallo !

In den Blüten, Blättern, Stielen und unreifen Früchten sind die ätherischen Öle Rutin und Sambunigrin enthalten.
Rutin wirkt schweißtreibend (Holunderpunsch, Holundertee,..), Sambunigrin ist ein Mandelnitrilglukosid, welches heftigen Brechreiz u. Durchfall auslösen kann.
Die Stoffe Sambucin und Chrysanthemin sind Anthcyanfarbstoffe und eigentlich unbedenklich.
Reife Früchte enthalten kein Sambunigrin und sind roh eigentlich genießbar. Die Steinkerne sind nur bei S.racemosa giftig.

Viel Spaß
Markus H.

PS: Die Sorten Haschberg und Mammut sind fast frei v. Sambunigrin

Eintrag gesperrt

Theorie meinerseits...

Boris, (vor 9820 Tagen) @ Markus H.

Theorie: Moeglicherweise nimmt man bei Genuss des Rohsaftes konzentriert groessere Mengen des Giftes auf als bei Verzehr einer Handvoll Beeren. Und ich bin mir sicher dass meine Beeren vollreif waren, also Vorsicht!

Fuer diese Theorie spricht die These dass ich mit einem Glas rohem Saft noch recht glimpflich davongekommen bin, meine Mutter mit zwei Glaesern hingegen in den vollen Genuss einer Magen/Darm-Irritation kam.

Waer mir lieber, es waere umgekehrt gewesen, der Ruf als Naturkenner leidet doch etwas unter solchen Geschichten ;-). Aber das tueckische am Holundersaft ist eben dass er entsprechend behandelt ueberall verkaeuflich ist...

Boris

Eintrag gesperrt

Re: Umfrage

Tom, (vor 9820 Tagen) @ Leonie

Ich finde , die, die sich schon mal vergiftet haben sollten sich outen und ihren Fall oder sogar die Fälle outen.

Vor vielen Jahren während eines Fahrradurlaubs zum Nordkapp habe ich mal nach einer sehr üppigen Pilzmahlzeit heftigen Brechdurchfall gehabt, der zwei Tage anhielt. Wer der Verursacher war, weiß ich nicht, mein mykologisches Wissen war damals sogar noch geringer als heute, ich habe einfach nur alles was wie Marone oder Birkenpilz aussieht gesammelt und gebraten, in der Überzeugung, daß da nichts fieses dabei sein kann. War aber eine interessante Erfahrung alleine irgendwo im Wald zu liegen keine Ahnung zu haben wie es weitergeht (wenn es weitergeht)...

Tom

Eintrag gesperrt

An Leonie wegen Rezept

Birgit, (vor 9820 Tagen) @ Leonie

Hallo Leonie,

hast du das Rezept eigentlich noch gefunden?

Grüße

Birgit