Re: Delikate Reizker - nicht so leckere Reizker

Leonie, (vor 9933 Tagen) @ Boris

Hi! Meiner eigenen Erfahrungen nach unterscheiden sich die Pilze lediglich in der Größe. Wenn man das Glück hat echte Kiefernreizker zu finden
ist man mitunter erstaunt. Ich habe schon handspannenbreite Exemplare gefunden, der größte Fichtenreizker den ich bis jetzt gefunden habe war
lediglich halb so groß.

Das finde ich erstaunlich. In diversen Pilzbüchern wird das ganz anders beschrieben!!!

Hier sieht man mal wieder dass Geschmack subjektiv ist. Es gibt Leute die lieben Reizker (z.B. ich, aber nur gebraten) und es gibt Leute denen der
herbe Geschmack und das trockene Fleisch nicht zusagen. Rotfussröhrlinge, Ziegenlippen, Butterpilze, Erdritterlinge, Sandröhrlinge... die Grenze
zwischen lecker und wertlos ist sehr subjektiv und auch vom Alter der Pilze abhängig. Von den obengenannten "Massenpilzen" sollte man nur junge
Exemplare sammeln. Auch ausgewachsene Reizker sind mitunter stark madig.

Rotfußrörlinge finde ich scheußlich (wie vergammelter Obstkuchen), Ziegenlippen ok. Butterpilze gut, Sandröhrlinge finde ich geschmacklos, Erdritterlinge hatte ich noch nie, peinlich.

Pilzkönigin Dähncke schreibt dass sie in Ihren Mischgerichten gewöhnlich um die 50 verschiedene Arten zubereitet. Da koennen dann auch ruhig ein
paar geringwertige dabei sein; der Gesamteindruck ist unnachahmlich. Pilzgeneralist, der ich bin habe ich es bis jetzt nur auf 30 Arten in meinem
besten Mischgericht gebracht... ;-)

50 Arten? Das klingt angeberisch. Mein artenreichsten Pilzgericht waren glaube ich 13
Maronenröhrling
Rotkappe
Birkenpilz
Ziegenlippe
Grüngefeldeter Täubling
Frauentäubling
Stockschwämmchen
Perlpilz
Semmelstoppelpilz
Trompetenpfifferling (ein Pilz den ich nicht so übel finde)
Totentrompete
Parasolpilz
Nelkenschwindlinge
Anisegerlinge
War eins meiner schönsten Pilzspaziergänge überhaupt!

Cheers, Boris

Cheers (bist du Queen Fan?) Leonie

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

gesamter Thread: