Hallimasch

Jan und Ralf, (vor 9822 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
mein Sohn und ich waren mal wieder in den Wäldern um Lüneburg.Es war zwar sehr kalt doch dafür hatten wir herlichen Sonnenschein.
Die Maronenschwemme ist zwar vorbei,doch dafür gab es jede Menge junge Hallimasche.Ein paar schöne Parasole gab es auch noch.
Und nun unsere Frage:ist der Hallimasch ein guter Speisepilz,eignet er sich zum einfrieren und wie sieht es mit dem Parasol aus,wir haben da keine Erfahrung.
Vielen Dank für Eure Hilfe und bis bald.
Jan und Ralf.

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Re: Hallimasch

Boris, (vor 9822 Tagen) @ Jan und Ralf

Hallo Pilzfreunde,
mein Sohn und ich waren mal wieder in den Wäldern um Lüneburg.Es war zwar sehr kalt doch dafür hatten wir herlichen Sonnenschein.
Die Maronenschwemme ist zwar vorbei,doch dafür gab es jede Menge junge Hallimasche.Ein paar schöne Parasole gab es auch noch.
Und nun unsere Frage:ist der Hallimasch ein guter Speisepilz,eignet er sich zum einfrieren und wie sieht es mit dem Parasol aus,wir haben da keine Erfahrung.
Vielen Dank für Eure Hilfe und bis bald.

Der Hallimasch ist ein guter Speisepilz, wird aber von manchen Leuten schlecht vertragen, also erst eine kleine Portion probieren. Bei groesseren Mengen ist kurzes Abkochen vorher bei empfindlichen Maegen angeraten. Die braunen Nadelholzhallimasche (var. obscura) sollen angeblich besser vertraeglich sein als die honiggelben Laubholzhallimache (var. mellea), ich selbst hatte mit beiden Arten noch nie Probleme. Der Parasol ist paniert als Wiener Schnitzel gebraten hervorragend, man kann die Huete auch einfrieren und spaeter panieren. Beide Arten sind natuerlich auch als Beilage zu Fleischgerichten oder Suppe brauchbar.

Guten! Boris

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Re: Hallimasch

Thomas Pruß, (vor 9821 Tagen) @ Boris

Hallo Pilzfreunde,
mein Sohn und ich waren mal wieder in den Wäldern um Lüneburg.Es war zwar sehr kalt doch dafür hatten wir herlichen Sonnenschein.
Die Maronenschwemme ist zwar vorbei,doch dafür gab es jede Menge junge Hallimasche.Ein paar schöne Parasole gab es auch noch.
Und nun unsere Frage:ist der Hallimasch ein guter Speisepilz,eignet er sich zum einfrieren und wie sieht es mit dem Parasol aus,wir haben da keine Erfahrung.
Vielen Dank für Eure Hilfe und bis bald.

Der Hallimasch ist ein guter Speisepilz, wird aber von manchen Leuten schlecht vertragen, also erst eine kleine Portion probieren. Bei groesseren Mengen ist kurzes Abkochen vorher bei empfindlichen Maegen angeraten. Die braunen Nadelholzhallimasche (var. obscura) sollen angeblich besser vertraeglich sein als die honiggelben Laubholzhallimache (var. mellea), ich selbst hatte mit beiden Arten noch nie Probleme. Der Parasol ist paniert als Wiener Schnitzel gebraten hervorragend, man kann die Huete auch einfrieren und spaeter panieren. Beide Arten sind natuerlich auch als Beilage zu Fleischgerichten oder Suppe brauchbar.
Guten! Boris

Eingefrorene Parasole muß man aber wohl im gefrorenen Zusatnd panieren und braten. Läßt man sie auftauen, werden sie zu einer ziemlich undefinierbaren Masse.

Thomas

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Re: Hallimasch

Harry, (vor 9822 Tagen) @ Jan und Ralf

Hallo Pilzfreunde,
mein Sohn und ich waren mal wieder in den Wäldern um Lüneburg.Es war zwar sehr kalt doch dafür hatten wir herlichen Sonnenschein.
Die Maronenschwemme ist zwar vorbei,doch dafür gab es jede Menge junge Hallimasche.Ein paar schöne Parasole gab es auch noch.
Und nun unsere Frage:ist der Hallimasch ein guter Speisepilz,eignet er sich zum einfrieren und wie sieht es mit dem Parasol aus,wir haben da keine Erfahrung.
Vielen Dank für Eure Hilfe und bis bald.
Jan und Ralf.

Hallo ihr beiden,

in der Gattung Armillariella unterscheidet man heute ca.6 verschiedene Arten, deren Eigenständigkeit aber nicht ganz unumstritten ist.
Die zwei bekanntesten sind der gemeine Hallimasch,der seine Fruchtkörper meist an Nadelhölzern hervorbringt, und der honiggelbe Hallimasch den man vorwiegend an Laubhölzern findet.Beide Arten gelten als gute Speisepilze,die aber im Rohzustand giftig sind.Diese noch unbekannten wasserlöslichen Toxine sind aber hitzeinstabil.Das heisst,sie werden durch Hitzeeinwirkung zerstört.
Aber trotz entspechender Vorbehandlung kommt es bei empfindlichen Personen immer wieder zu Unvertäglichkeiten,die sich in zum Teil heftigen Magen-Darmstörungen äussern.
In den meisten Fällen werden diese Beschwerden durch die Laubwaldform ausgelösst.
Wenn Ihr noch keine Hallimasche gegessen habt,erst
eine kleine Portion zubereiten.Die aufgesammelten
Exemplare sollten noch cremeweiße Lamellen besitzen. Ältere Pilze haben mehr bräunliche Lamellen und sind zu Speisezwecken nicht mehr geeignet.Die Pilze sollten, vor dem Schmoren in der Pfanne,in Wasser abgekocht werden.Das Abkochwasser wird abgegossen und die so vorbehandelten Pilze in Butter mit Zwiebeln und Petersilie mindestens 15 Minuten geschmort.
Natürlich eignet sich der Hallimasch auch zum Einfrieren.Besonders gut schmecken sie sauer eingekocht.
Was den Parasol angeht,braucht ihr im Forum nur ein bischen zu stöbern.In jüngster Vergangenheit wurde an dieser Stelle schon viel über ihn und seine Verwandten berichtet.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen.

Tchüss Harry.

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Re: Hallimasch

Holger, (vor 9821 Tagen) @ Jan und Ralf

Hallo Pilzfreunde,
mein Sohn und ich waren mal wieder in den Wäldern um Lüneburg.Es war zwar sehr kalt doch dafür hatten wir herlichen Sonnenschein.
Die Maronenschwemme ist zwar vorbei,doch dafür gab es jede Menge junge Hallimasche.Ein paar schöne Parasole gab es auch noch.
Und nun unsere Frage:ist der Hallimasch ein guter Speisepilz,eignet er sich zum einfrieren und wie sieht es mit dem Parasol aus,wir haben da keine Erfahrung.
Vielen Dank für Eure Hilfe und bis bald.
Jan und Ralf.

Das von vielen Pilzfreunden emofohlene Abkochen von Hallimasch habe ich noch nie probiert. Bisher (das dürften jetzt so 35 Jahre sein) habe ich die Pilze einfach gut durchgebraten. Auch Elten, Brüder und Partner haben das in der Zeit gut vertragen. Zwischen der Laub- und Nadelwaldform habe ich persönlich noch keine Unterschiede in der Verträglichkeit festgestellt. Einer miener Studienkollegen (von 5-6 die an einer Mahlzeit teinahmen) bekam aber einmal nach der Laubwaldform leichtere Verdauungsproleme (eben stärkeres 'Nachhallen').

Am Besten finde ich Hallimasch übrigens in Rührei. Sehr gut auch mit Lepista nuda gemischt!

Guten,

Holger

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Re: Hallimasch

Thomas Pruß, (vor 9821 Tagen) @ Holger

Moin,
wer schon bei Genuß von Vollkornbrot einen „flotten Otto“ bekommt, der sollte den Hallimasch in der Tat abkochen. Ansonsten reicht normales Blanchieren, wenn man ihn einfrieren oder direkt essen will.
Damkt ist es auch schon gesagt: Man kann Hallimasch einfrieren und – hier wurde es gepostet – man kann ihn sogar trocknen (im Backofen bei 50°C). Das Einweichwasser wird verworfen.

Guten Appetit
Thomas

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Hallimasch für Schattenparker?

Bruno, (vor 9821 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin,
wer schon bei Genuß von Vollkornbrot einen „flotten Otto“ bekommt, der sollte den Hallimasch in der Tat abkochen. Ansonsten reicht normales Blanchieren, wenn man ihn einfrieren oder direkt essen will.
Damkt ist es auch schon gesagt: Man kann Hallimasch einfrieren und – hier wurde es gepostet – man kann ihn sogar trocknen (im Backofen bei 50°C). Das Einweichwasser wird verworfen.
Guten Appetit
Thomas

Hallo an alle hartgesottenen Hallimaschinisten,
ich erbitte mal ergänzend zur Umfrage der Woche die Schilderung aller persönlich und vom Hörensagen erlebten Nebenwirkungen eines HallimaschGerichtes. Bitte Angabe ob pur, gemischt, roh oder zu Tode gekocht....
Danke sehr
Bruno

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Re: Hallimasch für Schattenparker?

tom, (vor 9821 Tagen) @ Bruno

Hallo an alle hartgesottenen Hallimaschinisten,
ich erbitte mal ergänzend zur Umfrage der Woche die Schilderung aller persönlich und vom Hörensagen erlebten Nebenwirkungen eines HallimaschGerichtes. Bitte Angabe ob pur, gemischt, roh oder zu Tode gekocht....

1. Gekocht, waschwasser weg, dann gebraten: keine Probleme
2. Gebraten einfach so: keine Probleme
gruß,tom

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Re: Hallimasch für Schattenparker?

Ralli, (vor 9820 Tagen) @ Bruno

Hallo Bruno,
bei uns im Westmünsterland gibts nicht allzuviele Pilzarten, die man in der Küche verwenden kann außer Maronen, Schopfis und eben Hallimasch.(Den aber in Mengen)
Ich sammle und koche ihn schon seit 25 Jahren und
hab ihn zu Suppe, als Gemüse, geschmort und getrocknet verzehrt.
Bei Massenfunden haben auch viele Bekannte einige
Portionen mitbekommen und weder bei ihnen noch in meiner Familie sind irgendwelche Beschwerden aufgetreten, auch nicht bei eingefrorenen Pilzen.
Dabei kommen die Hallimasche nach dem Säubern und waschen einfach in die Pfanne.
Irgendwelches Wasser hab ich auch noch nie weggegossen.

Notiz am Rande:
Nach 2 Tagen mit strammen Nachtfrost ist es hier jetzt vorbei mit Hallimasch, habe gestern die letzten einigermaßen brauchbaren dieses Jahrtausends gepflückt.
Werde mich jetzt erstmal wieder Hecht, Zander und Barsch zuwenden und bin gespannt, wie sich meine geimpften Baumstämme und Strohballen entwickeln werden. ( Stockschwämmchen, Shiitake, Limonenpilze, Braunkappen, Austernseitlinge)

Ralli

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Re: Hallimasch für Schattenparker?

Thomas Pruß, (vor 9820 Tagen) @ Ralli

Hallo Bruno,
bei uns im Westmünsterland gibts nicht allzuviele Pilzarten, die man in der Küche verwenden kann außer Maronen, Schopfis und eben Hallimasch.(Den aber in Mengen)
Ich sammle und koche ihn schon seit 25 Jahren und
hab ihn zu Suppe, als Gemüse, geschmort und getrocknet verzehrt.
Bei Massenfunden haben auch viele Bekannte einige
Portionen mitbekommen und weder bei ihnen noch in meiner Familie sind irgendwelche Beschwerden aufgetreten, auch nicht bei eingefrorenen Pilzen.
Dabei kommen die Hallimasche nach dem Säubern und waschen einfach in die Pfanne.
Irgendwelches Wasser hab ich auch noch nie weggegossen.
Notiz am Rande:
Nach 2 Tagen mit strammen Nachtfrost ist es hier jetzt vorbei mit Hallimasch, habe gestern die letzten einigermaßen brauchbaren dieses Jahrtausends gepflückt.
Werde mich jetzt erstmal wieder Hecht, Zander und Barsch zuwenden…

Wo?

Petri Heil
Thomas

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Re: Hallimasch für Schattenparker?

Ralli, (vor 9819 Tagen) @ Thomas Pruß

Notiz am Rande:
Nach 2 Tagen mit strammen Nachtfrost ist es hier jetzt vorbei mit Hallimasch, habe gestern die letzten einigermaßen brauchbaren dieses Jahrtausends gepflückt.
Werde mich jetzt erstmal wieder Hecht, Zander und Barsch zuwenden…

Wo?
Petri Heil
Thomas

Hallo Thomas,
gibts in Deutschland also noch jemand, der seine Mahlzeiten selber suchst und fängt!
Also: Hecht Zander und Barsch in der Bocholter Aa,
im Niederrhein und im Wenningsee (12 ha, bis 15m,Privatgewässer)
Als Mitpächter kann ich aber Gastangler mitnehmen.
Ansonsten noch Dorsch und Seezunge in Cadzand, Holland, Forellen, Äschen und Meeresfische in Norwegen, Raous und Meerbrassen auf Formentera.
Petri, Ralli

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Re: Hallimasch für Schattenparker?

Holger, (vor 9819 Tagen) @ Bruno

Moin,
wer schon bei Genuß von Vollkornbrot einen „flotten Otto“ bekommt, der sollte den Hallimasch in der Tat abkochen. Ansonsten reicht normales Blanchieren, wenn man ihn einfrieren oder direkt essen will.
Damkt ist es auch schon gesagt: Man kann Hallimasch einfrieren und – hier wurde es gepostet – man kann ihn sogar trocknen (im Backofen bei 50°C). Das Einweichwasser wird verworfen.
Guten Appetit
Thomas

Hallo an alle hartgesottenen Hallimaschinisten,
ich erbitte mal ergänzend zur Umfrage der Woche die Schilderung aller persönlich und vom Hörensagen erlebten Nebenwirkungen eines HallimaschGerichtes. Bitte Angabe ob pur, gemischt, roh oder zu Tode gekocht....
Danke sehr
Bruno

Also, nochmal:

von ca. 15 Personen mit denen ich Hallimasch gegessen habe hat eine einzige mal einen kräftigen Durchfall bekommen. Zubereitung: Gut geputzt (Manchmal auch gewaschen), dann gebraten. Bratzeit bei mittlerer Hitze immer so, das das Bratfett wieder in der Pfanne erschien.
Das man die abkochen soll, habe ich erst neulich (so vor 2-3 Jahren) mal gelesen.

Grüße

Holger

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Birgit, Markus H. Hallimasch trocken

Thomas Pruß, (vor 9821 Tagen) @ Holger

Hallo Birgit,
sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber ich war irgendwie beschäftigt (s. Wochenendfunde).
Bringt es einen geschmacklichen Vorteil, den H.
n i c h t abzukochen bzw. zu erhitzen und das „Waschwasser“ abzugießen?

Hallo Markus H.

Ich habe zwar nicht solch ein Trockengerät wie Du, aber im Backofen klappt es auch sehr gut.

Gruß
Thomas

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Kindheitserinnerungen

Birgit, (vor 9821 Tagen) @ Thomas Pruß

Bringt es einen geschmacklichen Vorteil, den H.
n i c h t abzukochen bzw. zu erhitzen und das „Waschwasser“ abzugießen?

Hallo Thomas,

meine Hallimascherfahrungen sind schon gut und gerne ca. 25 Jahre her und da haben wir sie nie abgekocht, kann also leider keine Vergleichswerte liefern. Bei uns gibts die Dinger nicht so häufig.

Gruß

Birgit

Eintrag gesperrt

Re: Kindheitserinnerungen

Thomas Pruß, (vor 9820 Tagen) @ Birgit

Bringt es einen geschmacklichen Vorteil, den H.
n i c h t abzukochen bzw. zu erhitzen und das „Waschwasser“ abzugießen?

Hallo Thomas,
meine Hallimascherfahrungen sind schon gut und gerne ca. 25 Jahre her und da haben wir sie nie abgekocht, kann also leider keine Vergleichswerte liefern. Bei uns gibts die Dinger nicht so häufig.
Gruß
Birgit

Moin Birgit,
Habt ihr in der Münchner Umgebung soo gesunde Wälder oder soo wenig Holzeinschlag?
Der Halli ist hier oben – aber auch in meiner Heimat, der Eifel – derart häufig, dass man ihn sogar im Straßengraben an ganz jungen Eschen (jawohl!) findet. Habe an meinem überaus langweiligen Wochenende ;-) H. genau an solchen Plätzen gefunden. Dadurch wäre ich fast zu spät zum Technik-Aufbau für unser Theaterstück gekommen.
Das Schärste, das ich einmal mit Hallis erlebt habe, spielte sich am Rand der Nordheide bei einer Försterei namens Einemhof ab: Dort hatten Waldarbeiter eine Schneise in eine große Fichtenschonung geschlagen, und jeder, wirklich JEDER, Fichtenstumpf war bedeckt mit einem dichten Teppich superjunger, knackiger Pilze. Wir haben damals etwa einen Zentner gesammelt, ohne dass man groß gesehen hätte, dass was weggekommen wäre.
Diese Hallimasch müssen alle wie auf ein geheimes Kommando zur gleichen Zeit emporgeschossen sein.
Im selben Waldstück war ich auch einmal mit meiner Verlegerin zum Pilzesuchen. Da wuchsen in 5 oder 6 Hexenringen Anischampignos. Es war erschütternd: Jeder Hexenring – Durchmesser etwa 20 bis 25 m – bestand aus mehreren Tausend Pilzen in allen Stadien des Wachstums. Die gute Frau, selbst begeisterte Jäger- und Sammlerin, stand davor wie ein Hai vor einem Sardinenschwarm. Aber auch ich war ziemlich sprachlos. Wir wußten wirklich nicht, wo wir zuerst anfangen sollten zu pflücken.
Sternstunden, die man nie mehr vergisst!
Leider (in diesem Falle wirklich „leider“, denn damals wohnte ich nur 5 Minuten von diesem Waldstück entfernt) hat es mich ja ins waldarme Nordfriesland verschlagen. Obwohl: Dort gibt es derart viel Wasser und Angelmöglichkeiten, dass ich den Verlust ganz gut verkraftet habe.
Das sind zwar keine Kindheitserinnerungen, da das erst 5 bis 6 Jahre her ist, aber man vergisst es eben nie.
Seufz
Thomas

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Re: Kindheitserinnerungen

Birgit, (vor 9820 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Habt ihr in der Münchner Umgebung soo gesunde Wälder oder soo wenig Holzeinschlag?

Nein, aber hier wachsen dieses Jahr eher die rauchblättrigen Schwefelköpfe bis zum Abwinken. Da brauch ich im Moment noch nicht mal suchen, sondern falle andauernd drüber. Die letzte Nacht mit bis zu -8°C hat denen aber vermutlich auch den Garaus gemacht.

Vor drei oder vier Jahren habe ich die letzten schon älteren Hallimäsche gesehen und stehengelassen.

Der Halli ist hier oben – aber auch in meiner Heimat, der Eifel – derart häufig, dass man ihn sogar im Straßengraben an ganz jungen Eschen

(jawohl!) findet.
Die Eschen werden wohl nicht mehr lange leben oder?

Das Schärste, das ich einmal mit Hallis erlebt habe, spielte sich am Rand der Nordheide bei einer Försterei namens Einemhof ab: Dort hatten Waldarbeiter eine Schneise in eine große Fichtenschonung geschlagen, und jeder, wirklich JEDER, Fichtenstumpf war bedeckt mit einem dichten Teppich superjunger, knackiger Pilze. Wir haben damals etwa einen Zentner gesammelt, ohne dass man groß gesehen hätte, dass was weggekommen wäre.
Diese Hallimasch müssen alle wie auf ein geheimes Kommando zur gleichen Zeit emporgeschossen sein.
Im selben Waldstück war ich auch einmal mit meiner Verlegerin zum Pilzesuchen. Da wuchsen in 5 oder 6 Hexenringen Anischampignos. Es war erschütternd: Jeder Hexenring – Durchmesser etwa 20 bis 25 m – bestand aus mehreren Tausend Pilzen in allen Stadien des Wachstums. Die gute Frau, selbst begeisterte Jäger- und Sammlerin, stand davor wie ein Hai vor einem Sardinenschwarm. Aber auch ich war ziemlich sprachlos. Wir wußten wirklich nicht, wo wir zuerst anfangen sollten zu pflücken.
Sternstunden, die man nie mehr vergisst!

Das tollste was ich mal gesehen habe, waren buchstäblich hunderte von Schopftintlingen auf einer Wiese auf einem realtiv kleinen Fleck. Leider war ich an dem Tag mit dem Fahrrad unterwegs, hatte den Korb schon fast voll mit Fichtenreizkern und konnte daher nicht viel mitnehmen. :-((

Gruß

Birgit