Erste Steinpilze
Liebe Pilzfreunde,
vorgestern habe ich die ersten Sommersteinpilze gefunden.
Allerdings ziemlich eingetrocknet.
LG Stefan
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McMuck, (vor 865 Tagen)
Liebe Pilzfreunde,
vorgestern habe ich die ersten Sommersteinpilze gefunden.
Allerdings ziemlich eingetrocknet.
LG Stefan
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UmUlmHerum, (vor 864 Tagen) @ McMuck
Liebe Pilzfreunde,
vorgestern habe ich die ersten Sommersteinpilze gefunden.
Allerdings ziemlich eingetrocknet.
LG Stefan
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Hallo Stefan,
wie warm war es dieses Jahr schon bei Euch Hamburg?
Dein Sommer-Steini hat bestimmt gedacht, es wäre Sommer...
Hier im rauen Südwest bei Ulm hörte ich letzthin von einem 4-fachen Flocki-Fund. Ich habe noch keinen Röhrling gesehen, dafür einen jungen wunderhübschen Waben-Porling. Der Gute muss inzwischen auf den zungenbrecherischen Namen Neofavolus alvedaris hören, mir hatte Polyporus mori weitaus besser gefallen, auch besser zu merken.
LG – Rika
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coco, (vor 864 Tagen) @ UmUlmHerum
Hi Rika, ich denke, Pilze müssen auf gar nix hören, schon gar nicht der Waben-Porling. Bei mir gilt Polyporus mori, wenngleich ich die Art noch nie auf Maulbeere sah. Zum einen haben Sotome und Kollegen ihren Neofavolus wegen einer inhaltlichen Schlamperei gar nicht gültig beschrieben. Noch schwerer wiegt m.E., dass die selbe Arbeitsgruppe 2008 aufgezeigt hatte, dass die in Neofavolus abgetrennten Arten genauso gut hätten in Polyporus bleiben können. Bei näherem Interesse gerne PN.
LG Coco
UmUlmHerum, (vor 863 Tagen) @ coco
Hi Rika, ich denke, Pilze müssen auf gar nix hören, schon gar nicht der
Waben-Porling. Bei mir gilt Polyporus mori, wenngleich ich die Art noch
nie auf Maulbeere sah. Zum einen haben Sotome und Kollegen ihren
Neofavolus wegen einer inhaltlichen Schlamperei gar nicht gültig
beschrieben. Noch schwerer wiegt m.E., dass die selbe Arbeitsgruppe 2008
aufgezeigt hatte, dass die in Neofavolus abgetrennten Arten genauso gut
hätten in Polyporus bleiben können. Bei näherem Interesse gerne PN.
LG Coco
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Hi Coco,
schön von Dir zu lesen! Und dass ich weiter "Polyporus mori" sagen darf
.
Jetzt habe ich mal nachgeschaut: In der Pilze-Deutschland-Kartierung wird als Hauptname "Polyporus alveolaris" genannt, in der österreichischen Datenbank, die ich sehr schätze (http://austria.mykodata.net/Taxa_0.aspx) "Neofavolus alveolaris", in der Mycobank als gültiger Name ebenfalls "Neofavolus alveolaris", in Species Fungorum ebenso (hier ist P. mori nicht mal als Synonym aufgeführt!) –> Index Fungorum: "Neofavolus alveolaris (DC.) Sotome & T. Hatt., in Sotome, Akagi, Lee, Ishikawa & Hattori, Fungal Diversity 58: 250 (2012) [2013]".
Noch schwerer wiegt m.E., dass die selbe Arbeitsgruppe 2008
aufgezeigt hatte, dass die in Neofavolus abgetrennten Arten genauso gut
hätten in Polyporus bleiben können.
Und wie sieht es mit den Stielporlingen aus, die ja stellen- + teilweise in "Cerioporus" verschoben wurden – auch Quatsch?
Hast Du einen aktuellen genetischen Baum zu den Polyporus-Arten? Das wäre für mich schon interessant – auch wenn ich mit den Details der genetischen Darstellung immer noch nicht richtig vertraut bin, so kann ich immerhin die Abzweigungen, ob poly- oder monophyletisch, interpretieren.
LG – Rika
coco, (vor 859 Tagen) @ UmUlmHerum
Jetzt habe ich mal nachgeschaut: In der Pilze-Deutschland-Kartierung wird als
Hauptname "Polyporus alveolaris" genannt, in der
österreichischen Datenbank, die ich sehr schätze
(http://austria.mykodata.net/Taxa_0.aspx) "Neofavolus
alveolaris", in der Mycobank als gültiger Name ebenfalls
"Neofavolus alveolaris", in Species Fungorum ebenso (hier ist P.
mori nicht mal als Synonym aufgeführt!) –> Index Fungorum:
"Neofavolus alveolaris (DC.) Sotome & T. Hatt., in Sotome, Akagi,
Lee, Ishikawa & Hattori, Fungal Diversity 58: 250 (2012) [2013]".
Hallo liebe Rika, da hast du aber einen Blattschuss gesetzt und noch den Falschen erwischt. Tauge nicht zum Taxonomen, dafür bin ich zu oft im Wald. Blattschuss, weil Wabenporlinge das ganze Drama der Taxonomie illustrieren. Es fängt schon mit der Gattung Polyporus an. Welches ist die Typusart von Polyporus? Frag fünf Autoren. Der erste sagt brumalis. Der zweite squamosus. Der dritte tuberaster. Der vierte sagt alles Quatsch, tuberaster ist doch Typus von Polyporellus. Der fünfte sagt alles Quatsch, squamosus ist doch Typus von Polyporellus...
Zum Artnamen - Da gibt es ein Riesen-Durcheinander, besonders bei indexfungorum. Die Epithete alveolaris und alveolarius werden munter verwechselt, weshalb man jederzeit auch beim Weitlöchrigen Stiel-Porling rauskommen kann. Mag sein, dass mori knapp nach alveolarius erstbeschrieben wurde, aber wer welche Art wer gemeint hat, erschließt sich mir noch nicht. Als man sich die Waben-Porlinge in USA näher angesehen hat, kam raus, dass alle zuvor als mori bestimmten Pilze was anderes waren. Überhaupt scheint sich in dieser Art eine größere Artengruppe zu verbergen. Ich schick dir dazu noch was, ebenso die erwünschten Sequenzen.
Und wie sieht es mit den Stielporlingen aus, die ja stellen- + teilweise in
"Cerioporus" verschoben wurden – auch Quatsch?
Objektiv bewerten können das andere. Meine Überlegung: Das Gattungskonzept von Sotome et al. bedeutet, dass es in Europa überhaupt nur noch zwei Arten in Polyporus gibt, den Schuppigen und den Eichhasen. Ausgerechnet. Wo doch der Eichhase ganz nah verwandt mit Klapperschwamm und Riesenporling ist (die dann auch noch in unterschiedlichen Gattungen liegen). Übrigens alle Weißfäuleerreger mit trimitischer Hyphenstruktur und Schnallen, so wie die gesamte alte Gattung Polyporus (außer dem schnallenlosen Kastanienbraunen Stielporling). Bei so viel Polyphylie wie bei den Polyporales würde ich mit betonierten Gattungskonzepten lieber noch drei, vier Leben warten wollen und derweil lieber das Meer von Sammelarten beackern. Z.B. den Waben-Porling :D
LG Coco