Milde Milchlinge (Lactarius mitissimus)?

Birgit, (vor 9825 Tagen)

Ich habe heute vermutlich eine größere Menge milde Milchlinge gefunden. Nach dem Standort (Fichtenwald, Kalk) kann es eigentlich nur dieser sein. Scharfer Schwefel-Milchling und milder Schwefelmilchling, die von der Farbe her in etwa in Frage kämen, wachsen an anderen Stellen. Das Problem ist der Geschmck, zuerst ist er ziemlich lange mild, hat dann aber einen rel. leichten scharfen bitteren Nachgeschmack. Ist das normal? Testweises braten ergab ebenfalls einen leicht bitteren, aber prinzipiell nicht unangenehmen Geschmack. Hat hier jemand die Biester schon gegessen? Außerdem stimmt mich noch bedenklich, daß der Pilz ab Mittelgebirgslagen vorkommen soll, ob da unsere 570 m Höhe wohl schon ausreichend sind?

Grüße

Birgit

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Re: Milde Milchlinge (Lactarius mitissimus)?

Birgit, (vor 9825 Tagen) @ Birgit

Bericht aus der Versuchsküche:
Welchen Milchling ich auch immer erwischt habe, er war jedenfalls gebraten in größerer Menge für mich ungenießbar bitter und landete daher im Abfalleimer.

Jetzt mach ich mir meine Maronen.

Grüße

Birgit

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Re: Milde Milchlinge (Lactarius mitissimus)?

Markus H., (vor 9824 Tagen) @ Birgit

Bericht aus der Versuchsküche:
Welchen Milchling ich auch immer erwischt habe, er war jedenfalls gebraten in größerer Menge für mich ungenießbar bitter und landete daher im Abfalleimer.
Jetzt mach ich mir meine Maronen.
Grüße
Birgit

Hallo Birgit !

Im Fichtenwald auf Kalk wächst (zumeindest bei uns) recht häufig Lactarius subsericatus.
Dieser kommt in manchen Jahren (z.B. 1998) so häufig vor, daß man fast gezwungen ist, seine Eßbarkeit zu testen :-))

Um sicher zu gehen, müßtest du kontrollieren ob
1. der Hut leicht punktiert, in der Mitte vielleicht sogar ein bißchen filzig ist#
2. die Stielbasis im Schnitt dunkel-rostrot ist

dann ist er es fast sicher. Schau auch nach bei Dähncke 1200Pilze auf S.977.

Liebe Grüße
Markus H.

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Re: keine Punkte

Birgit, (vor 9824 Tagen) @ Markus H.

Hallo Markus,

Um sicher zu gehen, müßtest du kontrollieren ob
1. der Hut leicht punktiert, in der Mitte vielleicht sogar ein bißchen filzig ist

Konnte ich eigentlich beides nicht erkennen, dafür hatte er die beim Milden Milchling angesprochenen Wasserflecken. Aber die Pilze waren mit Wasser vollgesoffen, weil es bei uns so viel geregnet hat. Vielleicht waren es doch milde Milchlinge, als Mischpilze und für einen weniger empfindlichen Gaumen wären sie wohl essbar gewesen. Gallenröhrlingsbitter waren sie jedenfalls nicht.

2. die Stielbasis im Schnitt dunkel-rostrot ist

kann ich leider nicht mehr nachvollziehen.

dann ist er es fast sicher. Schau auch nach bei Dähncke 1200Pilze auf S.977.

Hab ich leider nicht, vielleicht leg ich sie mir mal zu, muß man aber wohl immer bestellen. In Gerhardts 1200 Pilze gibts ihn nicht.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: L.mitissimus

Markus H., (vor 9824 Tagen) @ Birgit

Hallo Markus,

Um sicher zu gehen, müßtest du kontrollieren ob
1. der Hut leicht punktiert, in der Mitte vielleicht sogar ein bißchen filzig ist

Konnte ich eigentlich beides nicht erkennen, dafür hatte er die beim Milden Milchling angesprochenen Wasserflecken. Aber die Pilze waren mit Wasser vollgesoffen, weil es bei uns so viel geregnet hat. Vielleicht waren es doch milde Milchlinge, als Mischpilze und für einen weniger empfindlichen Gaumen wären sie wohl essbar gewesen. Gallenröhrlingsbitter waren sie jedenfalls nicht.

2. die Stielbasis im Schnitt dunkel-rostrot ist

kann ich leider nicht mehr nachvollziehen.

Hallo Birgit !

Naja, dann dürfte es doch L.mitissimus oder eine sehr ähnliche Art sein.
Bon schreibt, daß die Abgrenzung dieser Art von Verwandten schwierig ist, und von Autor zu Autor schwankt.
Vielleicht hast du ja eine verwandte bittere Art gefunden.
Ich habe meine Exemplare jedenfalls immer unter Buchen auf neutralen Böden gefunden; und die waren bisher immer mild!

Liebe Grüße
Markus H.

PS: Ach ja!! Noch ein Bestimmungsmerkmal: Der gummiartige Geruch (nach alten Safranschirmlingen).

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Re: L.mitissimus

Birgit, (vor 9824 Tagen) @ Markus H.

Hallo Markus,

Naja, dann dürfte es doch L.mitissimus oder eine sehr ähnliche Art sein.
Bon schreibt, daß die Abgrenzung dieser Art von Verwandten schwierig ist, und von Autor zu Autor schwankt.
Vielleicht hast du ja eine verwandte bittere Art gefunden.

Denke ich auch, direkt daneben wuchsen übrigens vermutlich L. fuscus mit richtig dunkel-rotbraunen Hüten, die rochen aber auch nicht nach Kokosflocken. Der Geschmack war ähnlich wie bei der orangen Sorte, erst sehr spät einsetzende scharfe Komponente.

PS: Ach ja!! Noch ein Bestimmungsmerkmal: Der gummiartige Geruch (nach alten Safranschirmlingen).

Meine Nase ist ziemlich untauglich manchmal. Außerdem hab ich den EIndruck, daß der Geruch bei so richtig nassen Pilzen oft nicht mehr so ausgeprägt ist. Außer bei den Lepistass natürlich ;-)). Ich mag den Geruch nicht, weil er mich an die süßlichen schweren Parfüms für Frauen erinnert oder an den Fenjala-Geruch (iih, meine Schwägerin hat mir da mal ein Ölbad geschenkt, das benutzt jetzt mein Freund zum Baden ;-))) )

Liebe Grüße und danke für deine Hilfe

Birgit