Rätselhafte ?Lepiota?
Bei dieser ?Lepiota/Cystolepiota? komme ich zu keinem Ergebnis. Wer kann helfen?
Hier geht es weiter:
http://www.hannoverpilze.de/September2018.htm
Grüße Axel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic337326.jpg)
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Bei dieser ?Lepiota/Cystolepiota? komme ich zu keinem Ergebnis. Wer kann helfen?
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Grüße Axel
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Hallo Axel,
ich kann nur was dazu sagen, was es meiner Meinung nach nicht ist. Lepiota ochraceofulva hat einen sehr aufdringlichen süßlich-parfümierten Geruch, also kann ich mir das nicht vorstellen. Bei Interesse kann ich da aber auch noch Bilder nachreichen, der Hut sieht da auch deutlich anders aus.
herzliche Grüße
Birgit
Bei dieser ?Lepiota/Cystolepiota? komme ich zu keinem Ergebnis. Wer kann
helfen?
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Grüße Axel
Hallo Axel,
mit dieser HDS kann es eigentlich nur eine Echinoderma sein. Lepiota mit hymeniformer HDS haben keulige, farblose Elemente, keine runden bräunlichen. Auch die Sporen würden zu Echinoderma passen.
Allerdings sehen mir die Pilze auf den Fotos makroskopisch sehr nach Lepiota fulvella aus, wobei ich selbst auch schon mal vermeintlichen L. fulvella aufgesessen bin die sich dann doch als Echinoderma calciphila herausgestellt haben. Notfalls jeden Fruchtkörper kurz mikroskopieren, ob alles dasselbe ist, oft wachsen die ja einzeln durcheinander .....
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
klar sollte man bei Lepiota sorgfältig vorgehen. Deshalb habe ich auch die Funde vom 15.9., 28.9. und 29.9. jeweils mikroskopiert, auch heute nochmal - mit gleichem Ergebnis. L. fulvella scheidet wegen der anderen Sporen sofort aus und E. calciphila ist größer mit anderer Pyramiden-Huthaut.
Wenn es eine der kleinen Echinodermae sein sollte, wo sind dann die pyramidalen Huthautelemente?
Nur wenn ich dieses Merkmal ignoriere führt mich der Schlüssel in Funga Nordica zu E.boertmannii.
Viele Grüße
Axel
Hallo Axel,
mit dieser HDS kann es eigentlich nur eine Echinoderma sein. Lepiota mit
hymeniformer HDS haben keulige, farblose Elemente, keine runden
bräunlichen. Auch die Sporen würden zu Echinoderma passen.
Allerdings sehen mir die Pilze auf den Fotos makroskopisch sehr nach Lepiota
fulvella aus, wobei ich selbst auch schon mal vermeintlichen L. fulvella
aufgesessen bin die sich dann doch als Echinoderma calciphila
herausgestellt haben. Notfalls jeden Fruchtkörper kurz mikroskopieren, ob
alles dasselbe ist, oft wachsen die ja einzeln durcheinander .....
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
klar sollte man bei Lepiota sorgfältig vorgehen. Deshalb habe ich auch die
Funde vom 15.9., 28.9. und 29.9. jeweils mikroskopiert, auch heute nochmal
- mit gleichem Ergebnis. L. fulvella scheidet wegen der anderen Sporen
sofort aus und E. calciphila ist größer mit anderer Pyramiden-Huthaut.
Wenn es eine der kleinen Echinodermae sein sollte, wo sind dann die
pyramidalen Huthautelemente?
Nur wenn ich dieses Merkmal ignoriere führt mich der Schlüssel in Funga
Nordica zu E.boertmannii.
Viele Grüße
Axel
Hallo Axel,
was meinst Du mit pyramidalen Huthautelemente? Haben Echinodrmas sowas? Die haben doch eigentlich mehr oder weniger kettenartig zusammenhängende (und sich dann lösende) rundliche bis breitelliptische Huthautelemente.
Aber wie auch immer, Du gehst Du bestimmt mit mir konform, dass die HDS die Du zeigst, mit gefärbten (!), runden (!), sich lösenden (!) Elementen nie und nimmer zu einer Lepiota ss. str. gehören kann? Das würde ja fast schon eher zu einer Cystolepiota passen, wenn die HDS-Elemente nicht getönt wären und die Makroskopie dagegen spräche ...
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
klar sollte man bei Lepiota sorgfältig vorgehen. Deshalb habe ich auch die
Funde vom 15.9., 28.9. und 29.9. jeweils mikroskopiert, auch heute nochmal
- mit gleichem Ergebnis. L. fulvella scheidet wegen der anderen Sporen
sofort aus und E. calciphila ist größer mit anderer Pyramiden-Huthaut.
Wenn es eine der kleinen Echinodermae sein sollte, wo sind dann die
pyramidalen Huthautelemente?
Nur wenn ich dieses Merkmal ignoriere führt mich der Schlüssel in Funga
Nordica zu E.boertmannii.
Viele Grüße
Axel
Hallo Axel,
sind die Sporen denn dextrinoid?
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
mit pyramidal meinte ich die makroskopisch sichtbaren Stacheln. Diese sind aber bei meinen Exemplaren nicht zu sehen.
Und ja, mit dem Schlüssel in FAN bin ich in den falschen Unterschlüssel IV (Lilaceae) statt richtig V geraten. Also kann es keine Lilaceae sein, wie du richtig bemerkst.
Dextrinoide Sporen kann ich im mikroskopischen Präparat nicht feststellen, die Wände sehen so aus wie vor der Behandlung mit Lugol+Melzer (hyalin statt rotbraun gefärbt).
Viele Grüße
Axel
was meinst Du mit pyramidalen Huthautelemente? Haben Echinodrmas sowas? Die
haben doch eigentlich mehr oder weniger kettenartig zusammenhängende (und
sich dann lösende) rundliche bis breitelliptische Huthautelemente.
Aber wie auch immer, Du gehst Du bestimmt mit mir konform, dass die HDS die
Du zeigst, mit gefärbten (!), runden (!), sich lösenden (!) Elementen nie
und nimmer zu einer Lepiota ss. str. gehören kann? Das würde ja fast schon
eher zu einer Cystolepiota passen, wenn die HDS-Elemente nicht getönt
wären und die Makroskopie dagegen spräche ...
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
mit pyramidal meinte ich die makroskopisch sichtbaren Stacheln. Diese sind
aber bei meinen Exemplaren nicht zu sehen.
Und ja, mit dem Schlüssel in FAN bin ich in den falschen Unterschlüssel IV
(Lilaceae) statt richtig V geraten. Also kann es keine Lilaceae sein, wie
du richtig bemerkst.
Dextrinoide Sporen kann ich im mikroskopischen Präparat nicht feststellen,
die Wände sehen so aus wie vor der Behandlung mit Lugol+Melzer (hyalin
statt rotbraun gefärbt).
Viele Grüße
Axel
Hallo Axel,
dann bleibt meiner Meinung nach nur Lepiota/Echinoderma boertmanii übrig. Was einzig nicht passt sind die fehlenden Warzen auf dem Hut, die aber abgewischt sein könnten. Allerdings gebe ich zu, dass die Hüte nicht so wirken, als ob dort Warzen waren die abgespült worden wären .... Ähnlich wären (alte) Cystolepiota moelleri, an die ich zuerst gedacht hatte, aber da passen die Zystiden nicht.
beste Grüße,
Andreas
Henning Knudsen, dem ich zwei Exsikkate zugesandt hatte, hat die Art als Cystoderma moelleri bestimmt u.a. wegen der für C. moelleri rötlichen Hutfärbung und den fehlenden Huthautwarzen, die L.boertmannii haben müsste. Weil auch der mehlige Überzug von C. moelleri fehlte, sei die Aufsammlung nicht ganz leicht bestimmbar. Zudem können die Cheilozystiden bei C. moelleri auch birnenförmig ohne Auswüchse sein, wie u.a. Ludwig schreibt und mir auch H.Knudsen mitgeteilt hat.
Hier nochmal die jetzt revidierte Beschreibung:
http://www.hannoverpilze.de/September2018.htm
Danke an Andreas, der die wesentlichen kritischen Punkte schon benannt hatte.
Viele Grüße
Axel
Hallo Axel,
dann bleibt meiner Meinung nach nur Lepiota/Echinoderma boertmanii übrig. Was
einzig nicht passt sind die fehlenden Warzen auf dem Hut, die aber
abgewischt sein könnten. Allerdings gebe ich zu, dass die Hüte nicht so
wirken, als ob dort Warzen waren die abgespült worden wären .... Ähnlich
wären (alte) Cystolepiota moelleri, an die ich zuerst gedacht hatte, aber
da passen die Zystiden nicht.
beste Grüße,
Andreas
Cystolepiota moelleri natürlich, nicht Cystoderma.
Henning Knudsen, dem ich zwei Exsikkate zugesandt hatte, hat die Art als
Cystolepiota moelleri bestimmt u.a. wegen der für C. moelleri rötlichen
Hutfärbung und den fehlenden Huthautwarzen, die L.boertmannii haben
müsste. Weil auch der mehlige Überzug von C. moelleri fehlte, sei die
Aufsammlung nicht ganz leicht bestimmbar. Zudem können die Cheilozystiden
bei C. moelleri auch birnenförmig ohne Auswüchse sein, wie u.a. Ludwig
schreibt und mir auch H.Knudsen mitgeteilt hat.
Hier nochmal die jetzt revidierte Beschreibung:
http://www.hannoverpilze.de/September2018.htm
Danke an Andreas, der die wesentlichen kritischen Punkte schon benannt hatte.
Viele Grüße
Axel