Fotos aus 2016

Gernot, (vor 3568 Tagen)

Hallo,

hier ein paar Fotos von Pilzfunden aus dem Jahr 2016, aus verschiedenen Gebieten Österreichs. Es folgt ein zweiter Teil für die Ratefreunde. :-)

Schöne Grüße
Gernot

1) Entoloma excentricum[/i] (Exzentrischer Rötling) – Auf exponierter Kalkschuttfläche mit Pinus sylvestris und Dryas:
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2) Gymnopilus bellulus[/i] (Hübscher Flämmling) – Auf morschem, bemoostem Nadelholzstrunk (vermutlich Abies):
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3) Psathyrella obscurotristis[/i] (Düsterer Faserling) – Auf morschem, liegendem Laubholzstamm:
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4) Lichenomphalia pararustica[/i] – Alpiner Rasen:
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5) Imperator torosus[/i] (Ochsen-Röhrling) – Montaner Fichten-Tannen-Wald über Kalk:
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6) Psilopezia nummularia[/i] (Münzenförmiger Nacktbecherling) – Auf feuchtem, morschem, bemoostem Laubholzast:
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7) Fomitopsis rosea[/i] (Rosenroter Baumschwamm) – Auf Fichtenstamm:
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8) Multiclavula corynoides[/i] (Erdflechten-Flechtenkeulchen) – An Böschung eines Almweges:
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9) Flavophlebia sulfureoisabellina[/i] (Schwefelgelber Tannen-Wachsrindenpilz) – Auf liegendem, berindetem Abies-Stamm:
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10) Rigidoporus crocatus[/i] (Safranfarbener Starrporling) – Auf liegendem Picea-Stamm:
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11) Fomitopsis officinalis[/i] (Apothekerschwamm) – Auf lebender, alter Lärche:
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12) Geoglossum glabrum[/i] (Schlanke Torfmoos-Erdzunge) – Im Moor:
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13) Lobulicium occultum[/i] (Schmetterlingssporiger Fleckenrindenpilz) – Auf der Unterseite von braunfaulen Holzstücken eines liegenden Picea-Stamms:
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14) Microglossum griseoviride[/i] (Graugrüne Buchen-Erdzunge) – Buchen-Mischwald über Kalk:
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15) Phellopilus nigrolimitatus[/i] (Dunkelgezonter Nadelholz-Feuerschwamm) – Morscher Picea-Stamm:
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16) Aporpium canescens[/i] (Rötlichgraue Gallertwabe) – Entrindeter, liegender Laubholzstamm:
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17) Rhodocybe tillii[/i] (Rosaroter Zwerg-Tellerling) – Morscher Laubholzstamm:
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18) Sarcodontia crocea[/i] (Gelber Apfelbaum-Stachelbart) – Auf altem Apfelbaum:
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19) Tubaria confragosa[/i] (Beringter Trompetenschnitzling) – Morscher Picea-Stamm:
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20) Xylodon juniperi[/i] (Wacholder-Holzzähnchen) – Auf alten, lebenden Juniperus-Bäumen:
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Re: Fotos aus 2016

UmUlmHerum, (vor 3568 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

da hast Du ja einige Hammer-Funde gemacht dieses Jahr!
Besonders faszinierend finde ich die schwarzen Torfmoos-Erdzungen zwischen dem Sonnentau! Und der irre Rosarote Zwerg-Tellerling und der Gelber Apfelbaum-Stachelbart und die Münzenförmigen Nacktbecherlinge – alles noch nie gehört, geschweigedenn gesehen! Deine anderen Seltenheiten kann ich mit meinem beschränktem Pilzwissen noch gar nicht richtig würdigen...

Gerade habe ich einem Bekannten, der mir für 2017 eine bessere Pilzsaison wünscht, geschrieben: Ehrlich gesagt brauche ich gar nicht mehr Pilze, es gibt immer noch genug Arten für mich neu zu entdecken bzw. erst mal zu bestimmen. Und die Trockenvorräte sind auch noch nicht erschöpft. ;-)

Wie ich aufgrund Deines postings annehme, bist Du vermutlich mit der Saison 2016 ebenfalls zufrieden?!

Viele Grüße – Rika

Re: Fotos aus 2016

Gernot, (vor 3568 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

2016 war in der Tat ein gutes Pilzjahr, in dem sich zahlreiche Seltenheiten gezeigt haben. Aus küchenmykologischer Sicht waren bei uns besonders die Leistlinge stark vertreten. Nächstes Jahr kann es gerne so weitergehen!

Der Zwerg-Tellerling ist ein ausgesprochen seltener Pilz, auch wenn die Abgrenzung zu Arrhenia roseola (ebenfalls eine große Rarität aber evtl. mit unterschiedlicher Ökologie?) wohl nicht ganz klar ist. Der Apfelbaum-Stachelbart wurde mir gezeigt, ich hab den vorher auch noch nie gefunden. Er wird bei uns ja leider immer seltener, weil kein Mensch alte Obstbäume braucht… Und der Nacktbecherling hat mich auch sehr gefreut, da ich bisher immer nur die makroskopisch ähnliche und viel häufigere Pachyella babingtonii fand.

Zu entdecken gibt es wahrlich immer genug!

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
da hast Du ja einige Hammer-Funde gemacht dieses Jahr!
Besonders faszinierend finde ich die schwarzen Torfmoos-Erdzungen zwischen
dem Sonnentau! Und der irre Rosarote Zwerg-Tellerling und der Gelber
Apfelbaum-Stachelbart und die Münzenförmigen Nacktbecherlinge – alles noch
nie gehört, geschweigedenn gesehen! Deine anderen Seltenheiten kann ich
mit meinem beschränktem Pilzwissen noch gar nicht richtig würdigen...
Gerade habe ich einem Bekannten, der mir für 2017 eine bessere Pilzsaison
wünscht, geschrieben: Ehrlich gesagt brauche ich gar nicht mehr Pilze, es
gibt immer noch genug Arten für mich neu zu entdecken bzw. erst mal zu
bestimmen. Und die Trockenvorräte sind auch noch nicht erschöpft. ;-)
Wie ich aufgrund Deines postings annehme, bist Du vermutlich mit der Saison
2016 ebenfalls zufrieden?!
Viele Grüße – Rika

Re: Fotos aus 2016

interhias ⌂, (vor 3567 Tagen) @ Gernot

Servus Gernot,

ein feines Schwammerlfeuerwerk hast du da angerichtet!

Meine beiden Funde von Arrhenia roseola wuchsen auf Erde bzw. auf übermoostem Fels. Rhodocybe tillii hatte ich damals als Synonym behandelt.

Beste Grüße
Hias

Re: Fotos aus 2016

Gernot, (vor 3567 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

ich kann mich an deinen schönen Beitrag in diesem Forum bezüglich A. roseola erinnern. Mich irritiert, dass dieser Art eine Verbindung mit Lebermoosen nachgesagt wird, wohingegen R. tillii von Totholz (allerdings z. T. bemoostem!) beschrieben wurde, so wie bei meinem Fund. Es wäre sicher spannend, dieser Problematik einmal nachzugehen...

Schöne Grüße
Gernot

Servus Gernot,
ein feines Schwammerlfeuerwerk hast du da angerichtet!
Meine beiden Funde von Arrhenia roseola wuchsen auf Erde bzw. auf
übermoostem Fels . Rhodocybe tillii hatte ich damals als Synonym
behandelt.
Beste Grüße
Hias

Re: Fotos aus 2016

Älbler, (vor 3568 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

das ist wirklich eine großartige Bilderschau, die mich in Staunen versetzt, weil einige mir unbekannte und viele sehr seltene Arten!

Wo hast du denn den hübschen deutschen Namen für das Lobulicium her? Stammen die Funde alle vom Herbst?

Für mich war die 2. Hälfte 2016 ein Pilzjammerjahr. Erst im November ging ein bischen was. Blos waren die Funde dann (unter anderem sogar Klumpfüße) ziemlich durchgefroren und vermatscht, so dass man auch nix mehr damit anfangen konnte.

Übrigens: Die Sarcodontia habe ich bei uns bereits an 4 Stellen gefunden. Bei den befallenen Apfelbäumen riecht das abgebrochene Astholz nach Ballistol-Öl oder wie erbrochene Banane (treffender Vergleich von Jürgen Marqua) und hat einen zitronengelben Kern! Der Pilz sitzt wohl jahrelang im Kernholz und erscheint erst dann, wenn der Baum oder Teile von ihm absterben. Wenn an einem alten Apfelbaum ein abgestorbener Ast mit aufgeplatzter Rinde sitzt, stehen die Chancen gut, ihn anzutreffen.

Viele Grüße aus Ehingen
Christian

Re: Fotos aus 2016

Gernot, (vor 3567 Tagen) @ Älbler

Hallo Christian,

Wo hast du denn den hübschen deutschen Namen für das Lobulicium her? Stammen
die Funde alle vom Herbst?

Den Namen hab ich aus der Datenbank der Pilze Österreichs (http://austria.mykodata.net). Dort ist auch die Bezeichnung "Urwald-Fleckenpilz" angeführt, die ebenfalls recht treffen ist, denn L. occultum ist wohl nur an sehr dickem, morschem Totholz anzutreffen, das man natürlich hauptsächlich in naturnahen Wäldern findet. Die gezeigten Funde stammen alle aus dem Sommer und Herbst dieses Jahres.

Für mich war die 2. Hälfte 2016 ein Pilzjammerjahr. Erst im November ging ein
bischen was. Blos waren die Funde dann (unter anderem sogar Klumpfüße)
ziemlich durchgefroren und vermatscht, so dass man auch nix mehr damit
anfangen konnte.

Uns ging es letztes Jahr so, da war der Herbst fast ein Totalausfall mit dauerhafter Trockenheit und überdurchschnittlichen Temperaturen. Aber auch heuer waren nicht alle Gebiete der Steiermark begünstigt, z. B. hat der Südosten nur wenig von den sommerlichen Gewittern abbekommen, die dafür in vielen anderen Gebieten für gutes Pilzaufkommen gesorgt haben.

Übrigens: Die Sarcodontia habe ich bei uns bereits an 4 Stellen gefunden. Bei
den befallenen Apfelbäumen riecht das abgebrochene Astholz nach
Ballistol-Öl oder wie erbrochene Banane (treffender Vergleich von Jürgen
Marqua) und hat einen zitronengelben Kern! Der Pilz sitzt wohl jahrelang
im Kernholz und erscheint erst dann, wenn der Baum oder Teile von ihm
absterben. Wenn an einem alten Apfelbaum ein abgestorbener Ast mit
aufgeplatzter Rinde sitzt, stehen die Chancen gut, ihn anzutreffen.

Sehr schön, das mit der erbrochenen Banane muss ich mir merken. :-) Mich hat der süßlich-chemische Geruch irgendwie an Zahnarzt erinnert. Auf jeden Fall ein ganz spezielles Geruchserlebnis. Beim befallen Apfelbaum hat sich der Pilz wohl auch sehr plötzlich entwickelt und wuchs reichlich vom Stamm bis in den Kronenbereich.

Schöne Grüße
Gernot

Re: Fotos aus 2016

Krötenhocker, (vor 3567 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

hier (Ruhrgebiet und angrenzendes Sauerland) war aus meiner Sicht dieses Jahr nicht viel los. Aber du zeigst wirklich tolle Funde. Vielen Dank dafür. Einige Arten und sogar eine Gattung (Psilopezia) kannte ich noch gar nicht.
Da traue ich mich an deine Ratepilze kaum ran...

LG, Jens

Re: Fotos aus 2016

Gernot, (vor 3567 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

danke für die netten Worte! Es freut mich immer, wenn für den einen oder anderen was Neues dabei ist. :-)

Schöne Grüße
Gernot