Gelber Saftling ??

UmUlmHerum, (vor 3749 Tagen)

Hallo miteinander!

Am 17. Juni habe ich auf einer Magerwiese Hunderte dieser schönen Saftlinge gesehen. (Für die ortskundigen Insider: die Magerwiese östlich vom Alten Sportplatz von Eggingen am Salenhauweg). Dies ist mein erster Versuch, eine (unklare) Hygrocybe rauszubekommen... und schon stecke ich fest und muss um Hilfe bitten. Dabei haben diese Pilze eigentlich viele "gute" und konstante Merkmale, vor allem die Stielfärbung finde ich bemerkenswert. Anscheinend brauchen sie ungeheuer viel Feuchtigkeit – beim zweiten Besuch hatte zuvor 1/2 Tag lang die Sonne geschienen, woraufhin 90% der Frk. vertrocknet waren.

Hut Ø bis 5,5 cm; in jedem Alter gebuckelt und Rand nach unten gebogen, jung kegelig, älter ausgebreitet; Rand manchmal leicht gerieft; HDS klebrig, nass leicht schleimig; Farbe intensiv gelb, in der Sonne stellenweise ausbleichend zu weiß, beim Trocknen entwickelt sich ein orangener Rand.

Lamellen frei, untermischt, Schneide wellig, Farbe gelb in Variationen.

Stiel Ø 0,5...0,8 cm (immer < 1 cm), zur Basis hin dicker werdend; Länge bis ca. 8 cm; hohl; längsfasrig, oft gedreht; Farbe von unten nach oben: Basis weiß, dann grünlich, übergehend in gelb, an der Spitze orange-gelb, beim Trocknen wird der weiße Teil schwärzlich (alle anderen Teile Pilzes verfärben sich auch nach "Ärgern" nicht!)

Mikro-Merkmale:
Sporen ellipsoid, teilw. zylindrisch, teilw. mandelförmig; 11,1…11,8 x 6,3…6,8 (7,2)
2–3-sporige Basidien
HDS siehe Foto (ich habe die Fachausdrücke noch nicht wirklich drauf),
Stiel aus ellenlangen Hyphen bestehend

Beim Schlüsseln mit GPBW (Hygrocybe ebenso wie Pseudohygrocybe, wobei ich letztere für wahrscheinlicher halte) lande ich genauso regelmäßig im Nirwana wie beim Durchlesen der Artmerkmale. Könnt Ihr mich bitte in die richtige Richtung schubsen?

Viele Grüße – Rika

Erste Aufsammlung vom 17.6.16, patschnass:
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Zweite Aufsammlung vom 20.6.16:
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Mikromerkmale:
HDS, 320x:
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Sporen 800x:
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2-sporige Basidie, 320x
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Re: Gelber Saftling ??

Ulysses, (vor 3749 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

aufgrund der (wenn auch schwachen) schwärzenden Reaktion und der meist recht deutlich ausgebildeten zugespitzten Hüte wäre das für mich Hygrocybe conica.

In GPBW sind hier m. E. die Sporenmaße etwas knapp angegeben - die Länge kann auch bis 14 (oder in Einzelfällen fast 15) my gehen, die Breite bis 7 (8) my. Würde also auch passen. Solche Abmessungen hatte ich schon öfter innerhalb eindeutiger Kollektionen.

Bei H. conica gibt es nun mehrere beschriebene (Farb-, Größen-, Standorts-)Varianten. Deinen Fund könnte man anhand der weit vorherrschenden gelben Farben z. B. als H. conica var. chloroides benennen.

Beste Grüße
Josef

Re: Gelber Saftling ??

Karl-Heinz ⌂, (vor 3749 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

so früh im Jahr kenne ich neben dem Schwärzenden Saftling nur noch den Safrangelben Saftling, Hygrocybe acutoconica (persistens). Habe ihn auch schon im Sommer in großen Kollektionen angetroffen. Vom Habitus passt denke ich alles. Mikroskopisch kann ich da allerdings nichts zu sagen.
Vielleicht äußert sich ja noch jemand dazu.
Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo miteinander!
Am 17. Juni habe ich auf einer Magerwiese Hunderte dieser schönen Saftlinge
gesehen. (Für die ortskundigen Insider: die Magerwiese östlich vom Alten
Sportplatz von Eggingen am Salenhauweg). Dies ist mein erster Versuch,
eine (unklare) Hygrocybe rauszubekommen... und schon stecke ich fest und
muss um Hilfe bitten. Dabei haben diese Pilze eigentlich viele
"gute" und konstante Merkmale, vor allem die Stielfärbung finde
ich bemerkenswert. Anscheinend brauchen sie ungeheuer viel Feuchtigkeit –
beim zweiten Besuch hatte zuvor 1/2 Tag lang die Sonne geschienen,
woraufhin 90% der Frk. vertrocknet waren.
Hut Ø bis 5,5 cm; in jedem Alter gebuckelt und Rand nach unten gebogen,
jung kegelig, älter ausgebreitet; Rand manchmal leicht gerieft; HDS
klebrig, nass leicht schleimig; Farbe intensiv gelb, in der Sonne
stellenweise ausbleichend zu weiß, beim Trocknen entwickelt sich ein
orangener Rand.
Lamellen frei , untermischt, Schneide wellig, Farbe gelb in Variationen.
Stiel Ø 0,5...0,8 cm (immer Farbe von unten nach oben: Basis weiß, dann
grünlich, übergehend in gelb, an der Spitze orange-gelb, beim Trocknen
wird der weiße Teil schwärzlich (alle anderen Teile Pilzes verfärben sich
auch nach "Ärgern" nicht!)
Mikro-Merkmale:
Sporen ellipsoid, teilw. zylindrisch, teilw. mandelförmig; 11,1…11,8 x
6,3…6,8 (7,2)
2–3-sporige Basidien
HDS siehe Foto (ich habe die Fachausdrücke noch nicht wirklich drauf),
Stiel aus ellenlangen Hyphen bestehend
Beim Schlüsseln mit GPBW (Hygrocybe ebenso wie Pseudohygrocybe, wobei ich
letztere für wahrscheinlicher halte) lande ich genauso regelmäßig im
Nirwana wie beim Durchlesen der Artmerkmale. Könnt Ihr mich bitte in die
richtige Richtung schubsen?
Viele Grüße – Rika
Erste Aufsammlung vom 17.6.16, patschnass:


Zweite Aufsammlung vom 20.6.16:


Mikromerkmale: HDS, 320x:
Sporen 800x:
2-sporige Basidie, 320x

Re: Gelber Saftling ??

Ulysses, (vor 3749 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,

so früh im Jahr kenne ich neben dem Schwärzenden Saftling nur noch den
Safrangelben Saftling, Hygrocybe acutoconica (persistens). Habe ihn auch
schon im Sommer in großen Kollektionen angetroffen. Vom Habitus passt
denke ich alles. Mikroskopisch kann ich da allerdings nichts zu sagen.

H. persistens hat aber keine derartige Farbreaktion (abgesehen von ab und an einem leichten "Grauen"). Der Habitus würde tatsächlich passen, die Farbreaktion schließt die Art aber aus.

BG
Josef

Re: Gelber Saftling ??

Karl-Heinz ⌂, (vor 3749 Tagen) @ Ulysses

Hallo Karl-Heinz,
H. persistens hat aber keine derartige Farbreaktion (abgesehen von ab und an
einem leichten "Grauen"). Der Habitus würde tatsächlich passen,
die Farbreaktion schließt die Art aber aus.
BG
Josef

Hallo Josef,
ich sehe da kein schwärzen, sondern in der Tat nur "Grauen".
Grüße
Karl-Heinz

Re: Gelber Saftling ??

UmUlmHerum, (vor 3749 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Josef & Karl-Heinz,

herzlichen Dank für Eure Antworten!

Nachdem ich ja Hygrocybe-Anfängerin bin und dies quasi meine erste "richtige" Bestimmung ist (außer Papageien-Saftling, der ja makroskopisch "geht"), nehme ich Eure Einschätzungen gerne auf. Mir fehlt bei dieser Gattung natürlich die Erfahrung, welche Merkmale wie stark zu gewichten sind.
Deswegen hier meine Kommentare zu den von Euch vorgeschlagenen Arten gemäß der GPBW-Beschreibungen – in der Hoffnung, Ihr entwirrt meine Widersprüche:

Hygrocybe conica var. chloroides:
– Wenn man meinen Fund abschleckt, kann man ihn an die Lippe kleben (Hut und auch Stiel). Nach Regen + nass war er schon ein wenig schleimig.
– Er schwärzt nur im unteren Stiel, Hut + Lamellen + der Saft werden nicht dunkel.
– Lt. GPBW – BON auf Küstendünen (franz. Atlantik + marrok. Mittelmeer). Allerdings könnte am Standort schon Sand mit dabei sein, allerdings vermischt mit Lösslehm, ansonsten ist es dort recht kalkig. Rund 600m NN.
– Form der Lamellenschneide? Cheilos? (Steht nicht in GPBW)

Hygrocybe persistens:
– GPBW: "Hut … nicht ausblassend" = trifft nicht zu, er blasst aus.
– Habe keine radialrissigen Hüte gefunden, trotz Vorkommen aller Altersklassen.
– Wie sind hier die Lamellen angewachsen? (Steht nicht in GPBW)

Die meisten Basidien sind 2-sporig, etliche 3-sporig. 4-sporige habe ich nicht gefunden.

Könnte mir noch jemand erklären wie ein Ixotrichoderm aussieht im Gegensatz zu einer Ixokutis, bzw. wie man die HDS-Form nennt, die ich im Eingangsbeitrag von diesem Saftling zeige?

Hier noch ein Bild der Lamellenschneide – sind diese "Keulen" Cheilos oder junge Basidien? Spitzen habe ich nicht dran gefunden.

Danke & viele Grüße – Rika

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Re: Gelber Saftling ??

Beorn, (vor 3748 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo, Rika!

Das, was auf Küstendünen (und auch auf Binnendünen!) wächst, sollte H. conica var. conicoides sein (nach Boertmann und Flora Agarica Neerlandica). Und das ist ein eher kleiner, sehr zaghaft verfärbender Pilz mit intensiven Rottönen an Hut und Stiel.

Wenn dein Pilz tatsächlich schwärzt, dann gehört er auf jeden Fall in das Aggregat "Hygrocybe conica". Dann ist es auch egal, wo er schwärzt (und wo nicht). Auf den Bildern sehe ich auch eher eine graue Verfärbung und hätte so eher auf H. persistens / acutoconica geschlossen.

Allerdings begegnet mit Hygrocybe conica auch oft ohne alle Rottöne, die Farben würde ich jetzt höchstens als nachrangiges Merkmal betrachten.

LG, Pablo.

Schwärzende Stielbasis...

Harald Andres Schmid, (vor 3748 Tagen) @ Beorn

Hallo, Rika!
Wenn dein Pilz tatsächlich schwärzt, dann gehört er auf jeden Fall in das
Aggregat "Hygrocybe conica". Dann ist es auch egal, wo er
schwärzt (und wo nicht). Auf den Bildern sehe ich auch eher eine graue
Verfärbung und hätte so eher auf H. persistens / acutoconica geschlossen.
LG, Pablo.

Hallo, zusammen,

Vor zwei Wochen hatten wir Exemplare identisch mit den obigen Bildern.
Wir hatten sie als H. acutoconica abgelegt.
Mikroskopisch und makroskopisch passte alles.
Hut sowie Stiel schleimig.
Nach ein paar Tagen in einer Dose im Kühlschrank
waren die weissen Stellen an der Stielbasis fast völlig schwarz,
der Rest des Pilzes hat die bunten Farben perfekt behalten.

Exemplare von H. conica aus unserer Gegend wären nach so viel
Befassen und nachträglichem Aufbewahren so ziemlich vollständig schwarz.

Was bedeutet das?
Sanddünen gibt es bei uns definitiv nicht.

Lieben Gruss, Harald Andres

Re: Schwärzende Stielbasis...

Beorn, (vor 3748 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo.

Tja, so ein wenig irritierend ist ja diese conica - Gruppe schon.
Den Argumentationen, die in diesem Fall für H. acutoconica sprechen, kann ich aber gut folgen: Klebrig - schmierige Huthaut, das passt nicht zu H. conica (and allies). Auch so vom Gesamtbild ist Rikas Kollektion nicht das, was ich mir so als H. conica vorstelle.

Nur der Bericht von einer "Schwarzfärbung" hatte mich irritiert. Wenn nun H. persistans / acutoconica das auch kann (wenn auch in sehr geringem Maße), ist das schon ein wenig verwirrend, aber ich denke doch, daß man mit den Pilzen in der Hand beide gut trennen kann.

LG, Pablo.

Re: Gelber Saftling ??

Stephan Weißer, (vor 3748 Tagen) @ UmUlmHerum

Deswegen hier meine Kommentare zu den von Euch vorgeschlagenen Arten gemäß
der GPBW-Beschreibungen – in der Hoffnung, Ihr entwirrt meine
Widersprüche: Hygrocybe conica var. chloroides:
– Wenn man meinen Fund abschleckt, kann man ihn an die Lippe kleben (Hut und
auch Stiel). Nach Regen + nass war er schon ein wenig schleimig.
– Er schwärzt nur im unteren Stiel, Hut + Lamellen + der Saft werden nicht
dunkel.
– Lt. GPBW – BON auf Küstendünen (franz. Atlantik + marrok. Mittelmeer).
Allerdings könnte am Standort schon Sand mit dabei sein, allerdings
vermischt mit Lösslehm, ansonsten ist es dort recht kalkig. Rund 600m NN.
– Form der Lamellenschneide? Cheilos? (Steht nicht in GPBW)
Hygrocybe persistens:
– GPBW: "Hut … nicht ausblassend" = trifft nicht zu, er blasst aus.
– Habe keine radialrissigen Hüte gefunden, trotz Vorkommen aller
Altersklassen.
– Wie sind hier die Lamellen angewachsen? (Steht nicht in GPBW)
Die meisten Basidien sind 2-sporig, etliche 3-sporig. 4-sporige habe ich
nicht gefunden.
Könnte mir noch jemand erklären wie ein Ixotrichoderm aussieht im Gegensatz
zu einer Ixokutis , bzw. wie man die HDS-Form nennt, die ich im
Eingangsbeitrag von diesem Saftling zeige?
Hier noch ein Bild der Lamellenschneide – sind diese "Keulen"
Cheilos oder junge Basidien? Spitzen habe ich nicht dran gefunden.

Hallo Rika,
allerhöchste Zeit, dass du dir den BOERTMANN (= Fungi of Northern Europe Vo. 1) anschaffst. Ich weiß gar nicht, wie man ohne dieses Buch überhaupt Saftlinge bestimmen kann.
Bei der Saftlingsmikroskopie sind in den allermeisten Fällen nur die Sporengröße und Sporenform und vielleicht noch die Lamellentrama interessant. Klar kann man noch Anderes mikroskopieren, aber das ist mMn relativ akademisch. Huthautstrukturen lassen sich an Frischexemplaren genausogut mit den menschlichen Tastorganen oder einfach mit den Augen feststellen. Um rauszukriegen, ob Hutschuppen/-fasern vorhanden sind oder nicht, brauche ich eigentlich kein Mikroskop, sondern nur eine Lupe.
Im BOERTMANN ist ein erstklassiger makroskopischer Schlüssel drin, auch die Artbeschreibungen sind vom Feinsten. Da merkt man, dass das Buch von jemandem stammt, der selber in die Pilze geht und nicht nur Exsikkate untersucht.
FG
Stephan

Re: Gelber Saftling ??

Andreas ⌂, (vor 3748 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

allerhöchste Zeit, dass du dir den BOERTMANN (= Fungi of Northern Europe Vo.
1) anschaffst.

und wie soll sie das anstellen?

beste Grüße,
Andreas

Re: Gelber Saftling ??

Andreas ⌂, (vor 3746 Tagen) @ Stephan Weißer

Gibt's den nicht mehr?

Schön seit mindestens zwei Jahren nicht mehr .....

Re: Gelber Saftling ??

Ulysses, (vor 3748 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika!

– Wenn man meinen Fund abschleckt, kann man ihn an die Lippe kleben (Hut und
auch Stiel). Nach Regen + nass war er schon ein wenig schleimig.

Ok, zusammen mit der ja tatsächlich nur schwachen Verfärbung überzeugt das auch mich. Würde nun auch dafür halten, dass Du nicht conica, sondern persistens gefunden hast.

Beste Grüße
Josef

Re: Gelber Saftling ??

Stephan Weißer, (vor 3749 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo zusammen,

HDS
klebrig, nass leicht schleimig;

Das kann m. E. Hygrocybe conica agg. nicht; die Huthaut kann wenn überhaupt leicht feucht sein, aber nie schleimig

Farbe intensiv gelb, ... beim Trocknen entwickelt sich ein
orangener Rand.

Das klingt m. E. auch nicht nach Hygrocybe conica agg.,
sondern nach H. persistens.

Wenn dein Fund deiner Beschreibung entspricht, müsstest du bei H. persistens herauskommen.

FG
Stephan

Re: Gelber Saftling ??

Andreas ⌂, (vor 3748 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ich sehe das wie Stephan.
Wenn die Fruchtkörper selbst beim Trocknen nicht (+/- komplet) schwärzen, dann ist das H. persistens/acutoconica.

beste Grüße,
Andreas

Re: Hygrocybe persistens – Sammeldank

UmUlmHerum, (vor 3747 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!

Habt herzlichen Dank für Eure spannende Diskussion über Unterschiede zwischen H. conica inkl. all ihrer Varietäten und H. persistens/acutoconica, die ich natürlich mit großem Interesse verfolgt habe!
Der Hauptlerneffekt an diesem meinem ersten Saftling ist: Saftlinge scheinen eine Gattung mit sehr variablen Merkmalen zu sein. Das Beeindruckendste an meiner Aufsammlung fand ich diesen 4...5-farbigen Stiel – und ausgerechnet das ist kein konstantes Merkmal...

Viele Grüße – Rika

Re: Hygrocybe persistens – Sammeldank

Stephan Weißer, (vor 3747 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
Hygrocybe (Saftling) ist vor allem eine Gattung mit sehr "exzentrischen" Bestimmungskriterien, die wenig mit den in der Pilzbestimmung üblichen Kriterien zu tun haben:

Grad der Schleimigkeit auf Hut und Stiel (am besten zu testen bei trockenem Wetter durch den KISS-Test; bei nassem Wetter muss man die Pilze erstmal abtrocknen lassen!)

Art, wie die Lamellen angewachsen sind

Geruch beim Welk-/Laschwerden (am besten zu testen, nachdem man die Pilze ca. 2 bis 3 Stunden in einem Plastikdöschen aufbewahrt hat)

Art der Hutoberfläche (glatt/schuppig)

und nur ganz wenig (Sporen-)Mikroskopie.

Relativ wenig Relevanz haben dagegen meist die schönen bunten leuchtenden Farben der Fruchtkörper. Insbesondere ist es meist egal, ob ein Pilz gelb oder orange gefärbt ist. Aber auch den Papageiensaftling gibt es z. B. in Grün, in Hellgraugelb, in Ockerorange oder in Rot (Quelle: BOERTMANN).

FG
Stephan

Re: Hygrocybe persistens – Sammeldank

Karl-Heinz ⌂, (vor 3747 Tagen) @ Stephan Weißer

Beispiel:

Aber auch den Papageiensaftling gibt es z. B. in

Grün, in Hellgraugelb, in Ockerorange oder in Rot (Quelle: BOERTMANN).
FG
Stephan

[image]

Re: Hygrocybe-Dank @ Stephan & Karl-Heinz

UmUlmHerum, (vor 3746 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Stephan,
herzlichen Dank für die wichtigsten Merkmale zur Saftlingsbestimmung! Jetzt können sie also kommen...

Hallo Karl-Heinz,
auch Dir ganz vielen Dank für dieses tolle Foto – so eine Farbvielfalt auf engstem Raum ist ein Traum!

Viele Grüße – Rika