Lieber Jürgen,
wenn ich den Artikel lese, dann spielt die radialfasrige Huthaut (mit
dunkleren Streifen) natürlich eine große Rolle. Diese am "Kopf
verzweigten" Cheilozystiden sind aber nach Meinung des Autors nach
wie vor, ebenso wie die graue Volva, ein gutes Bestimmungsmerkmal. Dann
wird auch noch aufgeführt, dass V. caesiotincta nicht nur auf Holz,
sondern auch auf Erde wachsen kann. Der Autor führt weiters an, dass für
den Artikel nur wenige Funde von V. murinella untersucht werden konnten.
Meine Vermutung ist daher, dass V. murinella viel seltener als V.
caesiotincta ist und die meisten Funde wohl "nur" V.
caesiotincta sind, egal ob auf Erde oder Holz. Das würde wenigstens
erklären, warum man die verzweigten Cheilozystiden bei "beiden
Arten" findet.
Hilfreich wäre allerdings, wenn man mal ein "echtes" V. murinella
Bild sehen könnte.
Anbei noch ein Foto eines Fundes von V. caesiotincta, enebfalls von einem
Wegrand.
liebe Grüße
Birgit
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Hallo Birgit & Jürgen!
vielen Dank für den Link zu diesem Artikel!
Ich finde ihn allerdings nicht wirklich erhellend. Die Tschechen waren zwar fleissig, was Beleg-Bearbeitung und Literatur-/Kartierungsrecherche angeht, aber ich vermisse doch klare Infos.
Gerade betreffend der Hutbekleidung hätte ein Vergleichsbild sehr zum Verständnis beigetragen. Die wenigen gelb- bzw. blaustichigen Ganzkörper-Aufnahmen (nur von V. caesiotincta, keine von V. murinella) helfen da nicht weiter. Dem Text nach sollte V. murinella allenfalls in der Hutmitte striegelig sein, der Rest vom Hut nur feinfilzig – ehrlich gesagt, kommt mir das recht unwahrscheinlich vor. Und was sind, bitte schön, "gestreifte" Fasern??
Was die Sporen betrifft: niemand weiß, ob die 1200 Herbar-Sporen wirklich alle von V. caesiotincta stammen … oder vielleicht auch von V. murinella?? Dito die Cheilozystiden... wobei diese m.E. am ehesten eine Unterscheidung zulassen würden, wenn sie denn so in der Zuordnung stimmen.
Schade, dass nicht seqenziert wurde. Vielleicht ist es ja doch nur eine Art...
Viele Grüße – Rika