Albino: Mycena renati f. alba

UmUlmHerum, (vor 3777 Tagen)

Hallo miteinander!

Letztes Jahr zeigte ich im Mai eine Reihe Pilzfotos, darunter auch eine Albinoform des Gelbstieligen Helmlings, siehe Nr. 4 bei http://www.pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?read=249264

Es ist immer spannend, ob so eine Sonderform einmalig oder jedes Jahr wieder erscheint. Deshalb habe ich letzthin nachgeschaut: auf diesem morschem Eichenstamm sind nun beide Formen zugange. Die regulären Gelbstieligen und die etwas älteren Frk. vom Albino waren vom Hagel am vergangenen Freitag ziemlich zerzaust, daneben ein frisches Büschelchen Mycena renati f. alba in Bestform. Mal schauen, was sie nächstes Jahr treiben...

Wenn ich mich recht erinnere, waren 2015 nur Albinos da, und nun beide Formen. Was denkt Ihr über das Nebeneinander dieser beiden Formen? Zwei verschiedene Mycelien? Oder nur ein Mycel, von dem ein Teil einen Gendefekt hat?

Viele Grüße – Rika

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Re: Albino: Mycena renati f. alba

Helmut, (vor 3776 Tagen) @ UmUlmHerum

Servus Rika,

das Mycel ist ja der eigentliche Organismus und es ist EIN Lebewesen. Nach meinem Verständnis kann eine solche Mutation nur am ganzen Organismus auftreten (oder gar nicht). Somit stimme ich für zwei Mycelien.

Gruß

Helmut

Re: Albino: Mycena renati f. alba

Der Juergen, (vor 3775 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

Wenn ich mich recht erinnere, waren 2015 nur Albinos da, und nun beide
Formen. Was denkt Ihr über das Nebeneinander dieser beiden Formen? Zwei
verschiedene Mycelien? Oder nur ein Mycel, von dem ein Teil einen
Gendefekt hat?

Ich denke, es kann auch nur ein Mycel sein. Als Erklärungen könnten Umwelteinflüsse, und/oder epigenetische Phänomene in Frage kommen. Ein Beispiel ist z.B. die Variabilität der Hutfarben beim Frauentäubling aus einem Mycel (von lilaviolett bis grün), oder "weiße Schafe" (Albinos) inmitten einer "Herde" des Schleimigen Wurzelrüblings (Xerula radicata).

Grüßle
Jürgen

Re: Albino: Mycena renati f. alba – Sammelantwort

UmUlmHerum, (vor 3774 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Helmut & Jürgen,

habt vielen Dank für Eure Antworten!

Jetzt haben wir also zwei konträre Möglichkeiten. Jürgens Theorie über "epigenetische Phänomene" habe ich mal bei Wikipedia nachgelesen – das könnte schon auch sein... Umwelteinflüsse kann ich mir weniger vorstellen, weil beide Formen ja unmittelbar nebeneinander und zeitgleich wachsen.

Ich sehe keine Möglichkeit, diese Frage abschließend zu klären – Ihr vermutlich auch nicht?

Viele Grüße – Rika
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Helmut:
das Mycel ist ja der eigentliche Organismus und es ist EIN Lebewesen. Nach meinem Verständnis kann eine solche Mutation nur am ganzen Organismus auftreten (oder gar nicht). Somit stimme ich für zwei Mycelien.

Jürgen:
Ich denke, es kann auch nur ein Mycel sein. Als Erklärungen könnten Umwelteinflüsse, und/oder epigenetische Phänomene in Frage kommen. Ein Beispiel ist z.B. die Variabilität der Hutfarben beim Frauentäubling aus einem Mycel (von lilaviolett bis grün), oder "weiße Schafe" (Albinos) inmitten einer "Herde" des Schleimigen Wurzelrüblings (Xerula radicata).

Re: Albino: Mycena renati f. alba

Rotkaeppchen, (vor 3773 Tagen) @ UmUlmHerum

Hi

Ich würde auf zwei verschiedene Stämme tippen aber hätte noch eine dritte Möglichkeit: Verschiedene Situationen. Die einen scheinen im Windschatten zu stehen. Oder irgendetwas ist anders und deswegen ein unterschiedliches Aussehen.

Vermutlich aber nicht.