Weißer Muscheling auf Moos?

UmUlmHerum, (vor 3959 Tagen)

Hallo miteinander!

Nach Wochen war ich am Freitag mal wieder im Wald – weiterhin recht wenig los. 80% der wenigen Pilze mit Hut & Stiel haben ein "Trichterling" im Namen. Die letzten Nachtfröste haben die Anderen dahingerafft... einzig Porlinge fruktifizieren relativ unverdrossen.

So, nun zu meiner Frage:
Die kleinen, weißen Muschelförmigen wuchsen gesellig im Moos, das am Fuße einer lebenden, kräftigen Fichte auflag. Hutbreite bis 35 mm, gewellter Rand mit feinen Fasern, kein Stiel, Gesamtfarbe cremeweiß, Hut leicht hygrophan, zentrumsnahe Lamellen bräunlich (und miteinander verklebt – der Frost lässt grüßen), Huthaut nicht abziehbar, weißes Myzel – siehe Bild 1, sport leider nicht aus.

Könnt Ihr mich mal in die richtige Richtung schubsen?

Viele Grüße – Rika

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Re: Weißer Muscheling auf Moos?

UmUlmHerum, (vor 3958 Tagen) @ UmUlmHerum

Eigentlich denke ich ja an Entoloma depluens, die ich am gegenüberliegenden Hang letztes Jahr auch schon hatte. Aber ich habe gestern keine eckigen Sporen gefunden – Frostschaden? Oder andere Art?
VG – Rika
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Hallo miteinander!
Nach Wochen war ich am Freitag mal wieder im Wald – weiterhin recht wenig
los. 80% der wenigen Pilze mit Hut & Stiel haben ein
"Trichterling" im Namen. Die letzten Nachtfröste haben die
Anderen dahingerafft... einzig Porlinge fruktifizieren relativ
unverdrossen.
So, nun zu meiner Frage: Die kleinen, weißen Muschelförmigen wuchsen gesellig
im Moos, das am Fuße einer lebenden, kräftigen Fichte auflag. Hutbreite
bis 35 mm, gewellter Rand mit feinen Fasern, kein Stiel, Gesamtfarbe
cremeweiß, Hut leicht hygrophan, zentrumsnahe Lamellen bräunlich (und
miteinander verklebt – der Frost lässt grüßen), Huthaut nicht abziehbar,
weißes Myzel – siehe Bild 1, sport leider nicht aus.
Könnt Ihr mich mal in die richtige Richtung schubsen?
Viele Grüße – Rika

Re: Weißer Muscheling auf Moos?

Gernot, (vor 3958 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ich hätte auf Crepidotus getippt, da kollabieren die Sporen schon mal leicht. Sehen auf jeden Fall nicht mehr frisch aus (frostgeschädigt, wie du schon vermutet hast).

Schöne Grüße
Gernot

Eigentlich denke ich ja an Entoloma depluens, die ich am gegenüberliegenden
Hang letztes Jahr auch schon hatte. Aber ich habe gestern keine eckigen
Sporen gefunden – Frostschaden? Oder andere Art?
VG – Rika
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Re: Weißer Muscheling auf Moos?

UmUlmHerum, (vor 3958 Tagen) @ Gernot

Hallo Rika,
ich hätte auf Crepidotus getippt, da kollabieren die Sporen schon mal leicht.
Sehen auf jeden Fall nicht mehr frisch aus (frostgeschädigt, wie du schon
vermutet hast).
Schöne Grüße
Gernot

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Hallo Gernot,

danke für Deine Antwort!

An die Stummelfüßchen hatte ich schon auch gedacht. Nach dem Gattungsschlüssel Crepidotaceae in GroPiBaWü Bd. 4 fliege ich da aber schon deswegen raus, weil die Pilzchen NICHT auf Holz, sondern im Moos wachsen. Der Einzige, für den das Habitat zutreffen würde, Chromoscyphella muscicola – und der ist es auf alle Fälle nicht.

Hier mal ein Bild von meinem letztjährigen Rötlingsfund (Entoloma depluens) zum Vergleich.

Viele Grüße – Rika

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Re: Weißer Muscheling auf Moos?

Ulysses, (vor 3957 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

bitte nicht falsch verstehen, nur für mich als Verständnisfrage:

Woran machst Du fest, dass die Pilze am Moos wachsen und nicht am Holz darunter? Die Hyphen könnten ja durch die Moosschicht hindurch ins Holz reichen.

Ich halte den Fund auch für einen Crepidotus.

LG
Josef

Re: Weißer Muscheling auf Moos?

UmUlmHerum, (vor 3957 Tagen) @ Ulysses

Hallo Rika,
bitte nicht falsch verstehen, nur für mich als Verständnisfrage: Woran machst
Du fest, dass die Pilze am Moos wachsen und nicht am Holz darunter? Die
Hyphen könnten ja durch die Moosschicht hindurch ins Holz reichen.
Ich halte den Fund auch für einen Crepidotus.
LG
Josef

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Hallo Josef,

die weißen Myzelhyphen waren im Moos gut verteilt, was natürlich nicht wirklich was heißen muss. Ich möchte die Stummelfüßchen auch gar nicht ausschließen. Aber kennst Du Crepidotus auf unverletzter, sehr lebendiger Fichte? Das ist der Hauptpunkt, der mich so irritiert.

Gestern habe ich noch mal mikroskopiert, muss die Bilder aber erst runterladen + auswerten: definitiv keine eckigen Sporen :-(, sondern elliptische (einseitige Zitronenform). Die Einwirkung von Frost und Schimmel machen die Sache nicht einfacher. Ich melde mich die Tage mit genaueren Mikro-Angaben.

Viele Grüße – Rika

Re: Weißer Muscheling auf Moos?

Ulysses, (vor 3956 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

kommt zwar nicht häufig vor, aber mindestens zweimal hatte ich Crepidotus schon an lebenden Gehölzen (also zumindest insgesamt als lebend einzustufen - ob Pilzwuchsstelle und deren Umgebung auch total vital waren, war nicht recht auszumachen).

Dann bin ich mal gespannt auf die Mikro-Details, und ob sie uns etwas verraten ;-)

LG
Josef

Re: Weißer Muscheling auf Moos?

UmUlmHerum, (vor 3955 Tagen) @ Ulysses

Hallo Rika,
kommt zwar nicht häufig vor, aber mindestens zweimal hatte ich Crepidotus
schon an lebenden Gehölzen (also zumindest insgesamt als lebend
einzustufen - ob Pilzwuchsstelle und deren Umgebung auch total vital
waren, war nicht recht auszumachen).
Dann bin ich mal gespannt auf die Mikro-Details, und ob sie uns etwas
verraten ;-)
LG
Josef

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Hallo Josef,

nun hat es etwas gedauert... Ich war gestern noch mal vor Ort, um neues/frisches Material zu holen. Dabei stellte ich fest, dass ich mich am Freitag wohl nicht sorgfältig genug umgeschaut hatte. Sensibilisiert durch Deinen letzten Beitrag untersuchte ich die Fichte diesmal eingehender – und siehe da, sie ist tatsächlich verletzt! Da wohnen schon mehrere ungebetene Gäste:
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Nun zu den Mikros:
Es war ein bisschen schwierig, klare Bilder zu bekommen wg. Frostschäden und beginnendem Schimmel. Es gab viele glatte, hyaline Sporen und einige mit Tröpfchen drinnen – aber ich weiß nicht, ob das mit der Frosteinwirkung zu tun hat. Die Form der Sporen würde ich als "zitronenförmig" bis ellipsoid beschreiben. Größe der Sporen aus 9 Messungen (17,1) - 18,02 - (19,1) x (10,1) - 10,47 - (10,6):
[image]

Zystiden habe ich nur an der Lamellenfläche gefunden, wobei ich den Unterschied zwischen "Marginalzellen" und blasenförmigen Zystiden immer noch nicht weiß (kann mir das mal jemand verständlich und am Mikro nachvollziehbar erklären?) – Ø 40 µm:
[image]
[image]

Die Hyphen in der Hut- (und inneren Lamellen-)trama sind grob und verzweigt, keine Schnallen. Die der Hutdeckschicht viel feiner, wenig verzweigt und auch keine Schnallen:
[image]

Hast Du mit diesen Infos nun eine Namenidee?
Noch eine Frage: waren Deine Crepidotus auf geschädigten, lebendigen Nadel- oder Laubbäumen?

Viele Grüße – Rika

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

UmUlmHerum, (vor 3954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!

Ich hab´ mal wieder den falschen Umrechenfaktor genommen – hier die korrigierten Maße:

Größe der Sporen aus 9 Messungen (6,9) - 7,30 - (7,8) x (4,1) - 4,24 - (4,5):

Zystiden habe ich nur an der Lamellenfläche gefunden, wobei ich den Unterschied zwischen "Marginalzellen" und blasenförmigen Zystiden immer noch nicht weiß (kann mir das mal jemand verständlich und am Mikro nachvollziehbar erklären?) – Ø 17 µm

Tut mir leid, wenn ich da Verwirrung gestiftet habe :-(
Aber vielleicht kommen wir nun dem Namen dieser Pilzchen näher...

Viele Grüße – Rika

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

Andreas ⌂, (vor 3954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!
Ich hab´ mal wieder den falschen Umrechenfaktor genommen – hier die
korrigierten Maße: Größe der Sporen aus 9 Messungen (6,9) - 7,30 - (7,8)
x (4,1) - 4,24 - (4,5): Zystiden habe ich nur an der Lamellenfläche
gefunden, wobei ich den Unterschied zwischen "Marginalzellen"
und blasenförmigen Zystiden immer noch nicht weiß (kann mir das mal jemand
verständlich und am Mikro nachvollziehbar erklären?) – Ø 17 µm
Tut mir leid, wenn ich da Verwirrung gestiftet habe :-(
Aber vielleicht kommen wir nun dem Namen dieser Pilzchen näher...
Viele Grüße – Rika

Hallo Rika,

auf welchem Foto soll man dir das erklären - ich seh keines?
Ob man nun "Marginalzellen" oder "Zystiden" sagt, das ist in der Praxis meist Geschmackssache. In der regel zeigt es die Unsicherheit darüber, ob besgate Elemente an der Schneide nun einfach nur junge Basidien sind ohne Sterigmen, oder eben doch sterile Zellen (also "Zystiden").
Bei Crepidotus gibt es meines Wissens keine blasenförmigen Zystiden, sondern nur entweder keulige, oder knorrig-verzweigte.

beste Grüße,
Andreas

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

UmUlmHerum, (vor 3954 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
auf welchem Foto soll man dir das erklären - ich seh keines?
Ob man nun "Marginalzellen" oder "Zystiden" sagt, das ist
in der Praxis meist Geschmackssache. In der regel zeigt es die
Unsicherheit darüber, ob besgate Elemente an der Schneide nun einfach nur
junge Basidien sind ohne Sterigmen, oder eben doch sterile Zellen (also
"Zystiden").
Bei Crepidotus gibt es meines Wissens keine blasenförmigen Zystiden, sondern
nur entweder keulige, oder knorrig-verzweigte.
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

herzlichen Dank für die verständliche Erklärung!
Was die blasigen Pleurozystiden angeht, wovon meine Frage ausgegangen war, so meinte ich dieses Foto, siehe unten, Ø der "Blase" von Bild links oben = 17 µm. Vielleicht hast Du ja dann auch eine Idee zu diesen weißen "Muschelingen"?

Viele Grüße – Rika

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Re: Falscher Maßstab!!! :-((

Andreas ⌂, (vor 3954 Tagen) @ UmUlmHerum

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Hallo Andreas,
herzlichen Dank für die verständliche Erklärung!
Was die blasigen Pleurozystiden angeht, wovon meine Frage ausgegangen war, so
meinte ich dieses Foto, siehe unten, Ø der "Blase" von Bild
links oben = 17 µm. Vielleicht hast Du ja dann auch eine Idee zu diesen
weißen "Muschelingen"?
Viele Grüße – Rika

Hallo,

ich glaube diese Elemente gehören nicht zum Pilz.
Dein Pilz sollte Clitopilus hobsonii sein.

beste Grüße,
Andreas

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

UmUlmHerum, (vor 3954 Tagen) @ Andreas

Hallo,
ich glaube diese Elemente gehören nicht zum Pilz.
Dein Pilz sollte Clitopilus hobsonii sein.
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

nun habe ich alles mögliche durchgelesen, Bildchen angeschaut, verglichen, ... so richtig sicher bin ich mir nicht. Was ist Schimmel, was sind Pilzhaare? Auf den Sporen kann ich keine Rillen entdecken – vielleicht noch versuchen, sie anzufärben? Mit Kongorot? Vielleicht kommen sie nächstes Jahr wieder dort, und ich finde sie rechtzeitig vor dem ersten Frost und ohne Schimmel ...

Danke & viele Grüße – Rika

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

Andreas ⌂, (vor 3954 Tagen) @ UmUlmHerum

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Hallo Andreas,
nun habe ich alles mögliche durchgelesen, Bildchen angeschaut, verglichen,
... so richtig sicher bin ich mir nicht. Was ist Schimmel, was sind
Pilzhaare? Auf den Sporen kann ich keine Rillen entdecken – vielleicht
noch versuchen, sie anzufärben? Mit Kongorot? Vielleicht kommen sie
nächstes Jahr wieder dort, und ich finde sie rechtzeitig vor dem ersten
Frost und ohne Schimmel ...
Danke & viele Grüße – Rika

Hallo Rika,

ich meine schon auf dem Wasserpräparat Kanten auf den Sporen zu sehen.
Natürlich anfärben, warum nicht? Warum sträuben sich so viele dagegen, ein Präparat mittels Färbung zu optimieren? Ich benutze sauch oft nur Wasser, insbesondere wenn es um Pigmente geht oder um Auflagerungen die löslich sind, aber ansosnten mikroskopiere ich generell Basidiomyceten in Kongorot. Man sieht einfach besser. Kann ja sein, dass man viele oder das meiste auch in Wasser gut sieht, aber in Kongo wird es zumindest nicht schlechter - in vielen Fällen aber deutlich besser.
Sollte es Clitopilus hobsonii sein, wovon ich überzeugt bin (keine Schnallen z. B.!), dann siehst Du das am besten an hochkant stehenden Sporen - die sehen dann aus wie ein Imbusschlüssel von oben.

beste Grüße,
Andreas

beste Grüße,
Andreas

Re: Falscher Maßstab!!! :-((

UmUlmHerum, (vor 3951 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
ich meine schon auf dem Wasserpräparat Kanten auf den Sporen zu sehen.
Natürlich anfärben, warum nicht? Warum sträuben sich so viele dagegen, ein
Präparat mittels Färbung zu optimieren? Ich benutze sauch oft nur Wasser,
insbesondere wenn es um Pigmente geht oder um Auflagerungen die löslich
sind, aber ansosnten mikroskopiere ich generell Basidiomyceten in
Kongorot. Man sieht einfach besser. Kann ja sein, dass man viele oder das
meiste auch in Wasser gut sieht, aber in Kongo wird es zumindest nicht
schlechter - in vielen Fällen aber deutlich besser.
Sollte es Clitopilus hobsonii sein, wovon ich überzeugt bin (keine Schnallen
z. B.!), dann siehst Du das am besten an hochkant stehenden Sporen - die
sehen dann aus wie ein Imbusschlüssel von oben.
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

inzwischen hatte ich sie noch mal unterm Mikro, diesmal nach Rillen, Ecken und Kanten suchend. Anfangs war es wie beim Auszupfen von Gänseblümchen-Blütenblättern: sie sind kantig – sie sind es nicht – sie sind kantig – sie sind es nicht ... daraus folgernd die Frage: sehe ich die Kanten nur, weil ich sie sehen will?

Das Anfärben mag ich deswegen nicht, weil die meisten Reagenzien letal wirken, und sich dadurch die Zellen nach rel. kurzer Zeit in ihrer Form verändern (können). So kann ich mir die Rillen auch hinbeschei... Wie heißt das nicht-letale Kongorot? Muss ich mir dringend bei Dir bestellen!

So, dann habe ich mir die Mikro-Fotos eingehend zu Gemüte geführt ... um zu dem Schluss zu kommen: Inbusschlüssel sind es zwar keine, aber wirklich rund sind die Sporen in der Hochkantansicht nicht. M.E. haben die Sporen leichte Abflachungen in Längsrichtung, von "Rillen" möchte ich da nicht sprechen. Nehmen wir jetzt noch Deine Aussagen zu Veränderungen durch Frost dazu, dann könnte man wieder in beide Richtungen interpretieren. Ich tendiere aber inzwischen schon zum Muschelräsling (Clitopilus hobsonii) – schau Dir mal die aktuellen Fotos an und gib mir bitte noch mal Deine Einschätzung.

Viele Grüße – Rika

Daumenkino...
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Noch mal Pleuros (die es nicht geben dürfte) im großen Bild, Sporen in den kleinen...
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Basidie mit drei unreifen Sporen...
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Re: Falscher Maßstab!!! :-((

Andreas ⌂, (vor 3951 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

da kann ich nicht viel interpretieren. Das was Du als Pleuros bezeichnest sind meiner Ansicht nach Fremdkörper die nicht zum Pilz gehören. Sicher bin ich nicht.
Die Sporen scheinen mir teilweise kantig zu sein, aber die Kollektion ist vermutlich nicht ganz reif, und unreife Sporen sind ja glatt. Vielleicht ist es deshalb schwierig zu sehen.

Du schreibst, manche Fräbemittel seien letal, und die Zellen würden sich verändern. Das liest man zwar gelegentlich, aber so richtig exakte Beschreibungen, WAS sich denn verändert und WIE - das kenne ich nur von den inoperculaten Ascos. Bei Blätterpilzen ist mir da weder in der Literatur noch selbst was aufgefallen. Was denkst Du denn, was sich wesentliches verändert durch Kongorot oder was auch immer?

Kongorot ist per se eigentlich nicht letal für Zellen (außer für uns, es gehört zu den als krebserzeugend verdächtigen Chemikalien!).

beste Grüße,
Andreas

Re: Sporeninterpretation

UmUlmHerum, (vor 3951 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
da kann ich nicht viel interpretieren. Das was Du als Pleuros bezeichnest
sind meiner Ansicht nach Fremdkörper die nicht zum Pilz gehören. Sicher
bin ich nicht.
Die Sporen scheinen mir teilweise kantig zu sein, aber die Kollektion ist
vermutlich nicht ganz reif, und unreife Sporen sind ja glatt. Vielleicht
ist es deshalb schwierig zu sehen.
Du schreibst, manche Fräbemittel seien letal, und die Zellen würden sich
verändern. Das liest man zwar gelegentlich, aber so richtig exakte
Beschreibungen, WAS sich denn verändert und WIE - das kenne ich nur von
den inoperculaten Ascos. Bei Blätterpilzen ist mir da weder in der
Literatur noch selbst was aufgefallen. Was denkst Du denn, was sich
wesentliches verändert durch Kongorot oder was auch immer?
Kongorot ist per se eigentlich nicht letal für Zellen (außer für uns, es
gehört zu den als krebserzeugend verdächtigen Chemikalien!).
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

diese blasigen Teile wachsen eindeutig aus dem Hymenium der Lamellenfläche raus. Das einzige, was dort rauswachsen + ein Fremdkörper sein könnte, wäre ein Befall/Schimmel. Kennst Du blasenbildenden Schimmel oder ähnliches? Oder die Blasen als frostinduzierte Wirkung auf pilzeigene Zellen? Wenn alles = nein, kann es (vermutlich) nicht Clitopilus hobsonii sein (reimt sich)?!

Dass die Sporen nicht ganz ausgereift sind, ist sehr wahrscheinlich – es gab ja keinen richtigen Sporenabdruck, die Sporen waren zu 95% noch auf dem Hymenium, nur ganz wenige schwammen im Wasser. Aber zumindest Du und ich konnten gewisse Kanten sehen, das ist doch was.

Wenn ich bei Blätterpilzen mit richtig kräftig Kongorot zu Gange bin, ist nach rund 1/4 Std. nicht mehr viel zu erkennen. Es entsteht so eine indifferente Matsche ohne scharfe Konturen. Die Zellen scheinen zusammenzufallen oder die Zellwände lösen sich auf? Vielleicht seid Ihr ja alle Schnellhingucker, aber ich schaue mir ein und dasselbe Präparat oft länger als 1 Std. an. Wenn ich färben will, dann merke ich mir zuerst (in Wasser) alle wichtigen Stellen, an denen ich später Fotos machen will. Erst dann kommt die Reagenz dazu, und schauen, dass ich in einer 1/4 Std. alles im Kasten habe. Vielleicht mache ich ja auch was falsch? Ich wurschtle halt autodidaktisch so vor mich hin, mit Trial & Error... try my best.

Viele Grüße – Rika