Re: @ Mischi/Harald Andres
Hallo Markus
Super deine Erklärungen - das mit der variablen Dextrinoidität finde ich sehr spannend. Danke!
Mischi
Hallo zusammen,
Harald hat mir von dieser Diskussion berichtet. Ob es Limacella roseofloccosa
wirklich gibt ist noch schwierig; ich habe diese als viel trockener in
Erinnerung als L. glioderma, aber ein Synonym zu L. glioderma gut denkbar.
L. vinosorubescens ist aber nach meiner Meinung nach eine effektiv gute
Art! Auch nie richtig schleimig, aber mit überall typischen weinroten
Farben, vor allem im Stielbereich. Der Mehlgeruch ist meistens vorhanden.
Mikroskopisch sind da fast alle Limacellea schwierig, kaum andere Details
als die Sporenmasse. Die Dextrinoidität ist wie bei allen Lepiotaceae
recht inkonstant, das hängt nach Clémençon auch mit dem Alter der Sporen
zusammen. Färbungsversuche sind ebenso meist keine Hilfe. Es ist natürlich
auch das Problem, dass man diese Arten recht selten antrifft; sie scheinen
etwas die "komischen" Wälder wie Auen usw. zu bevorzugen. Und
die können, wie öfter angetroffen, miteinander vorkommen, (mit der
unproblematischen L. ochraceolutea). Ob nun L. delicata oder L. glioderma
aktuell ist, kann ich auch nicht beantworten; aber so nach der Literatur
ist es eher wieder L. glioderma.
Anbei noch ein Bild zum Vergleich; das links kann also auch durchaus L.
glioderma darstellen!
Viele Grüsse, Markus Wilhelm