Rosemarie Dähnke?
Wer ist den nun die Dame?
The german Godess of Mushrooms?
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Leonie, (vor 9938 Tagen)
Wer ist den nun die Dame?
The german Godess of Mushrooms?
Boris, (vor 9937 Tagen) @ Leonie
Cheers!
Vielen Dank für das Kompliment! Wer ist eigentlich Rosemarie Dähnke, ist wahrscheinlich oberpeinlich sie nicht zu kennen. Hätte mal ihren Namen in eine Suchmaschine eingeben sollen?
Rosemarie Dähncke war ehemalige Leiterin des Pilzmuseums in Hornberg/Schwarzwald bis Werner Pätzold diesen Posten übernahm und Dähncke sich im Süden (Mallorca??) niederliess.
Dähncke ist eine recht erfolgreiche Studio-Pilzfotographin und Pilzköchin. 200 Pilze ist ein gutes Bestimmungs- Buch für den Küchenmykologen. 800 Pilze und 1400 Pilze eher wissenschaftlich. Dabei ist zu beachten dass wer die 1400 hat die 800 nicht mehr braucht. Es mag zwar recht geschäftstüchtig sein, alte Bilder mit in neue Bücher zu übernehmen, aber ich ziehe Enzyklopädien im Stil eines Bruno Cetto (italienischer Pilzpabst, leider verstorben) vor.
Der Vorschlag ein Pilzkochbuch zu schreiben ist überlegenswert. Aber ich würde Ärger mit meiner Chefin kriegen.
Was kann denn deine Chefin gegen deine Freizeitbeschäftigung haben??
Und ich bin auch noch nicht gut genaug dafür, brauche viel mehr Erfahrung! Kenne viele gute Speisepilze nicht mal. Nur die, die hier wachsen und davon viele zu selten und was es auf dem Markt gibt! Mit den Pilzen muß man dann experementieren! So eine gewisser Perfektionismaus sollte schon sein.
Kein Schmerling, kein Grünling, keinen Kaiserling , keine Korallenpilze (außer der Krausen Glucke, und die auch zu selten um damit Rezepte zu testen), keine Milchbrätlinge (die soll man ja roh essen können!) etc.
Aber die Zusammenarbeit mit einem Experten, wie Dir Boris wäre schon reizvoll! Vielleicht später? Du bist ja verdammt cool drauf!
Vielen Dank für die Blumen. Aber ich bin auch nur Amateur, möchte auch nicht mehr sein. Georg, z.B. hat dasselbe Wissen wie ich, in einigen Bereichen wie Toxikologie ist er besser als ich wohingegen meine Stärke die Pilzökologie ist. Ich finde es schade dass Georg die letzte Zeit ein wenig selten ins Forum postet. (Übrigens grosses Lob für die neue Button-Gestaltung auf der PilzePilze Homepage, sieht toll aus!)
Du findest also Mykophage ok? Naja, sicher nicht wenn ich den letzte Kaiserling ausrupfe, um in in den Kochtopf zu schmeißen!
Da hast du ein sehr sensibles und kontroverses Thema angeschnitten und ich werde versuchen dir meinen eigenen Standpunkt zum Thema nahezubringen:
Meiner Meinung liegt die Seltenheit mancher Arten nicht im Sammeln begründet. Ausnahmen bestätigen die Regel. So reagiert der Pfifferling z.B. sehr empfindlich auf das Aufreißen der Moosdecke. Das ist aber meiner meiner Meinung nach Vandalismus und hat mit Pilzsammeln nichts zu tun ausser dass es die ganze Branche in Verruf bringt!
Ansonsten hat man im Feldversuch mehrfach nachgewiesen, dass das Absammeln der Fruchtkörper keine negativen Auswirkungen auf den Bestand hat, diese dienen lediglich der Verbreitung der Art, mehr nicht.
Wenn jemand ein paar alte Fruchtkörper mitnimmt, zerkleinert und an geeigneten Standorten verstreut tut
er mehr für die Arterhaltung als ein Paragraphenreiter der gegen das Pilzsammeln wettert.
Mit seltenen Pilzen wie dem Kaiserling ist das so eine Sache. Dass solche Pilze selten sind hat drei Ursachen, zwei davon sind natürlichen Ursprungs.
Zum einen stellt dieser Pilz gewisse Ansprüche an den Boden. Selbst im Süden ist er nicht überall anzutreffen. Einem Gespräch mit einem Franzosen entnahm ich dass er wie Schleiereule, Schweinsohr und einige andere Speisepilze nur an bestimmten Stellen vorkommt, in diesem Fall Silikatböden mit leichtem Kalkanteil.
Zum zweiten stellt der Pilz knallharte Ansprüche an die Witterung. Ich kenne einen Eichen- und Kiefernwald in dem ich im Herbst massenweise Grünlinge und Reizker sammle. Einmal habe ich dort im Sommer eine Gruppe von 10 Kaiserlingen gefunden und zwar im Juli, nach sintflutartigen Gewittern gefolgt von sengender Hitze, kurz vor der grossen Trockenheit im August. Im Mittelmeerraum tritt diese Wetterkombination recht häufig im Herbst auf, dann fängt es nämlich in diesen Breiten an zu regnen. In Deutschland hingegen können die Fruchtkörper jahrelang ausbleiben, nichtsdestotrotz kann der Pilz verbreiteter sein als man denkt und in besonders guten Jahren in Massen erscheinen.
Ich selbst habe solche Jahre in denen sonst seltene Arten häufig auftreten schon oft miterlebt, z.B. beim Gelben Hexenröhrling (Boletus junquileus) vor drei oder vier Jahren. Auch der Steinpilz kann in manchen Jahren in Massen auftreten. Letzte Woche habe ich ich in besagtem Eichenwald massenweise Sommersteinpilze geerntet, auch den Schwarzen Steinpilz habe ich gefunden. Ich habe den Pilz stehenlassen, aber auch wenn ich ihn mitgenommen hätte wäre das nicht der eigentliche Grund für das Aussterben der Art gewesen. Ich komme somit direkt zum dritten Grund: Biotopzerstörung.
Um zu dem besagten Wald zu gelangen ist ein Anfahrtsweg von etwa 100 km (!) nötig. In den meisten Gebieten die meiner Heimatstadt (Mannheim) nahe liegen waren Landwirtschaft & Verwaltung sehr effektiv wenn es darum ging die letzten Wälder auf gutem Boden abzuholzen. Im Raum Grünstadt z.B. gibt es im Umkreis von 50 km keinen einzigen Wald auf Kalkboden mehr, alles ist dem Weinbau zum Opfer gefallen. Lediglich zwei erbärmliche Waldstückchen beschränkter Ausdehnung sind geblieben, und hier finden sich dann auch gleich seltene Arten: Eines enthält das meines Wissens einzige Vorkommen von Leberblümchen (Hepatica nobilis) im Landkreis, und in dem anderen habe ich gleich mehrere seltene Pilzarten gefunden: Grauer Lärchenröhrling, Ringloser Butterpilz, Wurzelnder Bitterröhrling und Filziger Gelbfuss.
Meiner Meinung nach ist die momentane Naturschutzpolitik und Öko-Diktatur reine Augenwischerei. Ich sehe keinen Grund warum man seltene Arten bei lokal häufigen Vorkommen nicht sammeln sollte. Hier wird vom eigenlichen Problem nur abgelenkt, höchstwahrscheinlich bewusst! Um seltene Arten zu erhalten müssen neue Biotope geschaffen werden, extreme Biotope mit ungewöhnlichen Standortbedingungen. Aber genau solche Bestrebungen werden vom rechten Flügel des Naturschutzes torpediert.
Ob ihrs glaubt oder nicht, vor einigen Jahren hatte ich die schönsten und seltensten Orchideen im Garten, mit denen ich zur Arterhaltung beitragen wollte. Stattdessen bin ich von den Offiziellen beleidigt und angegriffen worden, bis ich in Frust meine Sammlung auflöste. Hier wird ein Mythos von der Nichtkultivierbarkeit der Erdorchideen bewusst aufrechterhalten um einige durchaus profane persönliche Interessen zu schützen. Ich werde in den nächsten Wochen eine politische Webseite eröffnen in denen ich die volle Story erzählen und auf einige Ausschreitungen im sog. Naturschutz hinweisen werde. So produziert ein bekannter Orchideenzüchter aus Hessen nach mehreren Zusammenstössen mit den Fanatikern im Naturschutz nur noch Hybriden, die in der Natur nicht vorkommen können, und zwar völlig legal. Verdenken kann man ihm´s nicht.
Food for thought, Boris
"Man sollte meinen, dass alle die in irgendeiner Form am Naturschutz beteiligt sind, an einem Strang ziehen, aber die Kabbelei und die Bürokratie sind hier genauso schlimm wie überall."
"Das kannst du laut sagen. Und ausbaden müssen es immer die Leute die die praktische Arbeit machen."
Douglas Adams, "Die Letzten Ihrer Art"
Pilzchen, (vor 9936 Tagen) @ Boris
Hi Boris
Das ist genau meine Meinung, dass man zuviel redet und zuwenig tut. Die Passivität gewisser Gesellschaften ist zum Aus-der-Haut-fahren! Doch noch schlimmer als Passivität finde ich die Gleichgültigkeit, mit der sehr viele junge Leute solche Schweinereien ignorieren. Dass es trotzdem noch andere Leute gibt, die aktiv gegen all diese Missstände ankämpfen, freut mich sehr. Hut ab, Boris, du gehörst wirklich ein Bisschen zu den "letzten ihrer Art"!
Boris, (vor 9930 Tagen) @ Boris
Hi, Pilzfreunde!
Noch ein Nachtrag zu meinem privaten Forschungsthema "Ökologie des Kaiserlings":
Es gibt sie wieder! Nach mehrjähriger Abstinenz habe ich festgestellt dass der Sommer in diesem Jahr heiss und feucht genug ist, um diese Prachtstücke aus der Erde zu treiben. Beim Spaziergang letzten Samstag in einem meiner Lieblingsspielwälder fand ich etwa 8 Stück plus ein halbes Dutzend Schwarzer Steinpilze die offenbar gleiche Biotope und Witterungsverhältnisse bevorzugen.
Die Pilze unterschieden sich uebrigens stark von denen die ich vor vier oder fünf Jahren bei heisserem Wetter gefunden habe. Sie sind größer aber von schlechterem Zustand gewesen. Viele waren veschimmelt, offenbar hat der Pilz die kühleren Nachttemperaturen nicht besonders gemocht. Schnecken sind ebenfalls sehr scharf auf den Kaiserling und fressen ihn mitunter bis auf die Volva herunter ab.
Im Moment ist eine gute Zeit um Pilze, auch seltene Arten, zu finden. Ich empfehle jedem mal eine Wanderung an diesem Wochenende zu machen. Naturgemäß sind die Chancen für spektakuläre Funde in Südwestdeutschland am höchsten, aber wenn die Hitze anhält können auch die Bewohner der neuen Bundesländer auf ihre Kosten kommen.
Sucht euch eine schöne Region mit mineralischem, leicht kalkhaltigem Boden, eingestreuten Eichen oder Kastanien und Sonnenexposition aus (In meinem eigenem Wald wuchsen massenweise weisse Waldhyazinthen). Nehmt ordentlich Proviant und Getränke mit und lauft entlang halbschattiger Waldwege. Viele seltene Pilze lieben helle, grasige Stellen ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sommersteinpilze stehen zur Zeit in solchen Wäldern zuhauf rum und mit Glück findet man auch die eine oder andere Rarität.
Waidmannsheil!
Boris
Leonie, (vor 9929 Tagen) @ Boris
Gott zum Gruße Boris!
Stimmt das mit den Kaiserlingen wirklich? Beweisen!
Hast du auch welche gekostet? Oder stehengelassen?
Wenn ja? Wie schmecken denn die? (Typische Mykophagenfrage! Klar!)
Boris, (vor 9929 Tagen) @ Leonie
Gott zum Gruße Boris!
Stimmt das mit den Kaiserlingen wirklich? Beweisen!
Wie?
Ich könnte dir irgendwelche Bilder zeigen, aber im Endeffekt stände dann doch nur Aussage gegen Aussage. Offiziell verbürgt ist jedenfalls dass der Pilz in Südwestdeutschland, vor allem im Kaiserstuhlgebiet nicht so extrem selten ist wie im Osten oder bei euch im hohem Norden. Gelegentliche "Ausreißer" bestätigen die Regel, so ist er in einem besonders günstigen Jahr auch schon mal in Jena aufgetaucht.
Hast du auch welche gekostet? Oder stehengelassen?
Wegen seiner Seltenheit sammle ich an "meinem" Standort keine größeren Mengen. Im Kaufhof, z.B. gibt es eine gute Delikatessenabteilung die einem per Express Pilze im Kühlwagen besorgt. Kann sein dass ich mir mal auf dem Weg eine ganze Kiste beschaffe. Auf dem Weg habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit der Wintertrüffel gemacht. 
Wenn ja? Wie schmecken denn die? (Typische Mykophagenfrage! Klar!)
Ich habe von einem Pilz ein Stück probiert, der Geschmack ist mild, dem Steinpilz nicht unähnlich. Wahrscheinlich ist der Pilz den Kult um ihn nicht unbedingt wert, er ist halt einer der wenigen Pilze die zum Rohgenuss taugen. Wenn ich mal eine größere Menge aus Frankreich importiere (man gönnt sich ja sonst nix) werde ich ein paar Rezepte ausprobieren!
Cheers, Boris
Georg Müller, (vor 9937 Tagen) @ Leonie
Wer ist den nun die Dame?
The german Godess of Mushrooms?
Hi Leonie,
R.M. Dähncke ist eine bekannte Pilzbuchautorin und ist durch ihre Studiofotografien
von Pilzen bekannt geworden. Auch als Autorin von (Pilz-)kochbüchern hat sie sich einen
Namen gemacht. Die bekanntesten Bücher von ihr sind:
200 Pilze
700 Pilze
1200 Pilze
Grundschule für Pilzsammler(oder so ähnlich)
Pilzsammlers Kochbuch
In diesem Herbst soll '500 Pilze' erscheinen.
Mir persönlich gefallen die Studioaufnahmen nicht so, ich finde Fotos
vom natürlichen Standort schöner.
Mittlerweile lebt Dähncke auf den Kanarischen Inseln und hat ein nur
dort erhältliches Buch über die Pilze der Kanaren herausgebracht.
Georg
Boris, (vor 9937 Tagen) @ Georg Müller
Mir persönlich gefallen die Studioaufnahmen nicht so, ich finde Fotos
vom natürlichen Standort schöner.
Meine Rede. Einige Autoren wie Ewald Gerhard haben durchaus die Theorie wiederlegt,
dass man nur im Studio gute Aufnahmen machen kann.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich an ein zweibändiges Werk,
"Pilze im Wandel der Jahreszeiten" von dem französischen Täublingsexperten
Clemencon. Dieses Buch hat die schönsten Freilandphotos, die ich je gesehen
habe, zum Teil im DinA4-Format.
Kennt jemand dieses Buch?
Gruezi, Boris
MUFTI, (vor 9937 Tagen) @ Leonie
Wer ist den nun die Dame?
Sie ist die Authorin meines alten Pilzbuches, das
mir langsam unheimlich geworden ist, weil
beim Stockschwaemmchen der Hinweis auf den
gesaeumten Haeubling (Gifthaeubling) fehlt und
der Faltentintling per Farbcode als "essbar"
bezeichnet wird.
Zitat:
Verwendung: Guter Mischpilz, auch fuer Suppen
geeignet.
Achtung ! Der Faltentintling darf nicht zusammen
mit Alkohol genossen werden.
Fuer mich ist das ein bisschen wenig Warnung, wenn
man woanders lesen kann, dass man 2-3 Tage vorher
und 2-3 Tage nachher auf Alkohol verzichten soll
(auch wenn ich kaum Alkohol zu mir nehme...).
Das Buch heisst "Pilzkompass" und ist eigentlich
sehr praktisch (weil sehr handlich). Die Bilder
finde ich auch ganz gelungen, weil sie trotz
Studiofotographie ziemlich gross sind und die
Pilze haeufig in verschiedenen Entwicklungsphasen
zeigen....