Hallo Gernot
ich kann nur für mich persönlich sagen, dass ich bei frischen und
ausgewachsenen Fruchtkörpern noch keine Schwierigkeiten hatte, den Fund
einer der beiden Arten zuzuordnen.
Gut, da werde ich künftig genau hinsehen und auch mikroskopieren.
Chl. brunneum und Chl. rachodes wurden auch genetisch untersucht und da
Vellinga beide Arten weiterhin trennt, gehe ich davon aus, dass die
Genetik dafür spricht (siehe hier ).
Auch gut.
Würde mich sehr interessieren, wenn du
da andere Erfahrungen gemacht hast, vielleicht gibt es ja doch Übergänge.
Nein, bis vor Kurzem wusste ich von einer Aufspaltung in zwei Arten des "Garten-Riesenschirmling" nichts.
Meine Skepsis bezieht sich darauf, dass ich bisher kaum den Eindruck hatte, dass Experten in der Gattung
Macrolepiota s.l. besonders viel Übereinstimmung lieferten. Nehmen wir mal diese eineinhalbfachen Ringe
oder die Stärke der Stielnatterung. Knollen - bei Cortinarius UG Phlegmacium auch nicht immer so scharfrandig
wie gewünscht. Wenn alle diese Merkmale variabel sind, was ist dann die typische Erscheinungsform einer Art ?
Mikroskopisch bin ich hier wenig belesen oder erfahren, aber auch in diesem Zusammenhang
z.B. in Großpilze Baden-Württembergs bei venenata: Das "eindeutige" Merkmal der fehlenden
bzw. vorhandenen Schnallen ... ist ... vielleicht auch variabler als bisher angenommen.
Jedenfalls dachte ich, dass Macrolepiota zu den Gattungen gehört, in der die Experten
auch in zig Jahren noch unterschiedliche Artauffasungen vertreten werden.
Aber es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass ab einem gewissen Zeitpunkt / dank einer Arbeit
mehr Licht ins Dunkel kommt. Ich werd mir die "schwer Verdaulichen" jetzt jedenfalls wieder genauer ansehen.
Vielen Dank für Deine Ausführungen.
Welchen rechten Fruchtkörper meinst du?
Fehler meinerseits: ich meinte natürlich den Beitrag, den Du unter C. rachodes verlinkt hast, da glaube ich doch
zum Übergang des Mycelbereiches eine Kante zu sehen, auf der sich längs die Nadeln gürteln.
Beste Grüße
Robin