M. venenata Verdacht und Psathyrella Frage
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Gábor, (vor 6185 Tagen)
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Hallo Gábor,
bei deinem Faserling glaube ich nicht so recht an leucotephra - der Ring sollte da immer hängend-häutig sein, wie bei Feld-Champis. Dein Fund zeigt eher eine gewaltige Velum-Abrißzone. Kurz und unauffällig: Ich würde mir sehr gerne etwas Material anschauen, wenn ohne Streß beschaffbar.
Beste Grüße!
Andreas
Hallo Andreas,
vielen Dank für Dein Angebot.
Leider habe ich von dem Pilz keine Probe mitgenommen 
Und so schnell komme ich zu der Stelle auch nicht mehr hin...
LG, Gábor
Hallo Gábor,
schade, vor ein paar Jahren wurde hier schon mal etwas ganz Ähnliches präsentiert (Büschelfaserling mit tiefem Wuschelring). Weiß der Geier, was das ist. Die Welt wird sich ohne diese Erkenntnis sicher weiterdrehen.
Beste Grüße!
Andreas
: schade, vor ein paar Jahren wurde hier schon mal etwas ganz Ähnliches
[quote]präsentiert (Büschelfaserling mit tiefem Wuschelring). Weiß der Geier, was
das ist. Die Welt wird sich ohne diese Erkenntnis sicher weiterdrehen. [/quote]
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Hallo Andreas,
P. multipedata war auch mein allererster Gedanke.
Allein diese Wuschelringe ließen mich dann zweifeln.
Wie man sieht, wander der Ring auch mit zunehmendem Alter der Frkp. von oben nach unten...
LG, Gábor
Harald Andres Schmid, (vor 6185 Tagen) @ Gábor
Hallo, Gabor
Spontan hätte ich Deinen Fund als M. rachodes var. hortensis abgelegt.
Auffallend ist allerdings schon die dicke Knolle.
Haben die Pilze irgendwie auffällig gerochen?
Die angeblichen M. venenata, die mir in der Ausbildung in Landquart vorgelegt wurden, stanken auffällig nach Karbolchampignon mit einer stechend erdig-staubigen Komponente.
Sie stammten allerdings aus Treibhäusern.
Gruß, Harald Andres
Gábor, (vor 6185 Tagen) @ Harald Andres Schmid
: Spontan hätte ich Deinen Fund als M. rachodes var. hortensis abgelegt.
[quote]Auffallend ist allerdings schon die dicke Knolle.
Haben die Pilze irgendwie auffällig gerochen? [/quote]
Hallo Harald,
letztes Jahr habe ich sie auch noch als M. rhacodes var. hortensis angesprochen.
Allerdings kommen mir jetzt doch Zweifel an der Benamsung.
Denn mit dieser abgewinkelten, deutlich berandeten und breiten Knolle schauen die Frkp. jetzt ähnlich aus wie Rainer Walds Exemplare von neulich:
Beitrag 171706
Das mit der Knolle verwachsene Substrat ließ sich auch kaum entfernen.
Nur sind die Pilze nicht büschelig gewachsen.
Und ein besonderer Geruch ist mir leider auch nicht aufgefallen...
LG, Gábor
Roland Albrecht, (vor 6185 Tagen) @ Gábor
Hallo liebe Pilzfreunde,
heute fand ich eine Macrolepiota, die den erst kürzlich von Rainer Wald hier
gezeigten sehr ähnlich ausschaut:Sowohl die deutlich berandete als auch mit Substratresten dicht bewachsene
Knolle lassen mich an M. venenata denken.
Ebenfalls sehr gut würde diese sternförmige braune Hutmitte auf hellem Grund
passen.
Einziger Unterschied ist, dass die Pilzfruchtkörper keinesfalls büschelig
wuchsen.
Die Stelle kenne ich bereits vom Vorjahr und die Fruchtkörper wuchsen damals
ebenfalls gesellig.
Zu der folgenden Psathyrella hätte ich gerne ein Paar Tipps von euch:
Ich meine da so etwas wie einen flüchtigen Ring zu sehen.
Vielleicht P. leucotephra?
Und zum Schluß noch ein Tintling zum Üben:
Coprinus atramentarius (Faltentintling)
LG, Gábor
Hallo Gábor
Die oberen 4 Bilder zeigen eindeutig Macrolepiota rachodes var. hortensis.
Es ist zu deutsch die Gartenform vom Safranschirmpilz, dem man Vergiftungen
zuschreibt. Vielleicht ist hier im Forum jemand über den aktuellen Stand informiert was die Giftigkeit anbelangt.
Gruß Roland
zuehli , (vor 6184 Tagen) @ Roland Albrecht
Die oberen 4 Bilder zeigen eindeutig Macrolepiota rachodes var. hortensis.
Es ist zu deutsch die Gartenform vom Safranschirmpilz, dem man Vergiftungen
zuschreibt. Vielleicht ist hier im Forum jemand über den aktuellen Stand
informiert was die Giftigkeit anbelangt.
Vielleicht liest Schnuffel gerade mit, der behauptet nämlich, dass der nicht giftig sei, weil schon gegessen (soweit ich mich erinnere). Allerdings kenne ich auch Unverträglichkeiten von "normalen" Safran-Schirmling (wie immer der jetzt auch heißt).
Wird Zeit, dass da jemand mal einen Langzeitversuch startet... 
Gruß Harald
Tomate, (vor 6185 Tagen) @ Gábor
Hallo,
ich halte das auch eher für hortensis. Ich habe schon einige Male solche Kollektionen mikroskopiert und immer Schnallen gefunden, gelingt hier am einfachsten in der Stielrinde (im Gegensatz zur schnallenlosen venenata).
Wie Andreas schon schrieb, leucotephra hat einen wirklich gut entwickelten Ring. Ich finde die Art regelmäßig kurz nach den Speisemorcheln bei Eschen.
Grüße
Tomate
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic173971.jpg)
Hallo Gabor,
es scheint so, als habe ich mir vorgenommen, die neue und gültige Namensgebung bei Macrolepiota/Chlorophyllum ins Forum zu tragen.
Auch hier muss ich also wieder verbessern.
Ich denke, das was Du zeigst ist Chlorophyllum brunneum.
Den einfach gesäumten statt des dopelt gesäumten Ringes von Chlorophyllum rachodes kann man sehen. Du solltest vllt. noch mikroskopieren. C. brunneum hat keulenförmige lange Cheilozystiden, C. rachodes dagegen sehr kurze (also etwa wie ein Tischtennisschläger).
Chlorophyllum rachodes ist der gültige Name für das was mal Macrolepiota bohemica hieß.
Beste Grüße - Peter
Tomate, (vor 6185 Tagen) @ Peter S.
Hallo,
das steht übrigens in der Übersetzung des Vellinga-Schlüssels in der ZfM (74/2) gerade anders herum:
Chlorophyllum brunneum: "Ring ziemlich einfach, ohne doppelte Manschette..."
Und (kam hier ja auch schon vor): "Fruchtkörper mit einer abrupt knollenförmigen Stielbasis; Knolle manchmal deutlich gerandet."
Grüße
Tomate
Tomate, (vor 6185 Tagen) @ Tomate
Hallo Peter,
der erste Abschnitt in meinem vorigen Beitrag ist natürlich Blödsinn. Einfach vergessen 
Grüße
Tomate
Gábor, (vor 6185 Tagen) @ Peter S.
Hallo Peter,
ich werde versuchen, mir die neuen Namen zu merken.
Man kann schließlich nie wissen, wie lange sie gültig sind.
Mit den Cheilos muss ich mal schauen - ich habe noch ein Exemplar im Kühlschrank.
Übrigens reagierte das Hutfleisch mit FeSo4 schnell graublau...
LG, Gábor
Servus Gabor,
es sollte mich nicht wundern, wenn es sich bei deinem Mürbling um Ps. multipedata handelt. Dein Fund hat keinen Ring, sondern - wie Andreas schon schrieb - eine deutlich ausgeprägte Velumabrisszone. Eine solche habe ich bei Ps. multipedata schon beobachteten können.
Hier zwei Vergleichsbilder von ein und demselben Standort:
Grüße aus München
Hias
Gábor, (vor 6184 Tagen) @ interhias
Hallo Hias,
danke für Deine schönen und aussagekräftigen Vergleichsfotos!
Und genau so schaute es bei meinen Pilzen auch aus.
Ich hatte hier auch Frkp. unterschiedlichen Alters, die in Büscheln nebeneinander wuchsen.
Schöne Grüße nach München,
Gábor
Roland Albrecht, (vor 6184 Tagen) @ Gábor
Hallo liebe Pilzfreunde,
ich habe da mal, betreffs Macrolepiota, bei Kriegelsteiner "Die Großpilze Baden.Württembergs" Band 4 (2003) nachgeschlagen.
Dort ist wie folgt zu lesen:
1. Hutschuppen dicht und sich gegenseitig überlappend, Spitze gern aufgebogen
bis zurückgerollt, nicht kontrastierend, Schnallen reichlich vorhanden
= Macrolepiota rhacodes var. rhacodes (Safran-Riesenschirmling)
1* Hutschuppen angedrückt, meist kontrastierend, Schnallen vorhanden oder
fehlend ......2
2 Ring einfach, Schnallen vollständig fehlend
= Macrolepiota rhacodes var. venenata (Gift-Riesenschirmling)
2* Ring doppelt (mit Laufrille), Schnallen zumindest zerstreut an der
Basidienbasis
= Macrolepiota rhacodes var. bohemica (Garten-Riesenschirmling)
Ich denke, man kann sich der hier vertretenen Auffassung anschließen.
Nach eigener Erfahrung ist var. bohemica in der Regel mit auffallend
dicker und deutlich gerandeter Knolle. Es können 2-3 Fruchtkörper zusammen
wachsen. Die var. venenata ist nach letztem Kenntnissstand auf Gewächshäuser
bzw. Frühbeete beschränkt. Sie wachsen in eher dichtem Büschel.
Gruß Roland
Gábor, (vor 6184 Tagen) @ Roland Albrecht
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