Ascomyzeten-Frage

KARL, (vor 9424 Tagen)

Hallo Ascomyzeten-Freunde,

heute habe ich auf Rindermist eine Cheilymenia-Art gefunden, deren Sporengröße zu keiner der bei Breitenbach & Kränzlin beschriebenen Arten passt. Die glatten Sporen ohne Tropfen sind 22 - 30 µm x 13,5 - 17 µm groß! Die Paraphysen sind nicht gegabelt, septiert, an der Spitze bis 6 µm dick und gelbbräunlich granuliert. Die Haare sind ebenfalls mehrfach septiert und laufen in eine lange Spitze aus.
Weiß einer von Euch, welche Art das sein könnte?
Ich habe leider nur B & K als Literatur über Ascos zur Verfügung.
Gruß Karl

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Re: Ascomyzeten-Frage

Andreas ⌂, (vor 9424 Tagen) @ KARL

Hallo Ascomyzeten-Freunde,
heute habe ich auf Rindermist eine Cheilymenia-Art gefunden, deren
Sporengröße zu keiner der bei Breitenbach & Kränzlin beschriebenen
Arten passt. Die glatten Sporen ohne Tropfen sind 22 - 30 µm x 13,5 - 17
µm groß! Die Paraphysen sind nicht gegabelt, septiert, an der Spitze bis 6
µm dick und gelbbräunlich granuliert. Die Haare sind ebenfalls mehrfach
septiert und laufen in eine lange Spitze aus.
Weiß einer von Euch, welche Art das sein könnte?
Ich habe leider nur B & K als Literatur über Ascos zur Verfügung.
Gruß Karl

Hallo Karl,

hast Du noch Angaben zu den Haaren? Sind sie braun oder hyalin und wie lang etwa? Wurzeln sie wie bei Scutellinia oder entspringen sie einer rundlichen Zelle?
Die Sporen sind wirklich leer?

Eine Idee wäre Cheilymenia insignis (Cr. & Cr.) Boudier, wohl die einzige Cheilymenia auf Dung mit derart großen Sporen (nach Moravec in Ceska Myc. 47(1)). Soll aber extrem selten sein. Vielleicht hast du ja doch was keine Cheilymenia sondern eine andere gattung?

Gruß,
Andreas

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da sind die "Mistviecher" (Foto)

KARL, (vor 9423 Tagen) @ Andreas

Hallo Karl,
hast Du noch Angaben zu den Haaren? Sind sie braun oder hyalin und wie lang
etwa? Wurzeln sie wie bei Scutellinia oder entspringen sie einer
rundlichen Zelle?
Die Sporen sind wirklich leer?
Eine Idee wäre Cheilymenia insignis (Cr. & Cr.) Boudier, wohl die einzige
Cheilymenia auf Dung mit derart großen Sporen (nach Moravec in Ceska Myc.
47(1)). Soll aber extrem selten sein. Vielleicht hast du ja doch was keine
Cheilymenia sondern eine andere gattung?
Gruß,
Andreas

Hallo Andreas und andere Asco-Freunde,

hier habe ich die "Misties" fotografiert:
[image]
Die Haare, die ich unter dem Mikro sah, wurzelten und waren gelblich und 140 - 230 µm lang. Die Paraphysen sind mit gelblich(-bräunlich)em "Granulat" gefüllt und an der Spitze bis zu 9 µm dick.
Wenn Du denkst, es könnte eine ganz andere Gattung sein - welche?
Coprobia ist ja mit Cheilymenia synonymisiert, oder?
Gerrit Keizer erwähnt noch Ch. pulcherrima, allerdings ohne Angabe der Sporengröße.
Was denkst Du?
Gruß Karl