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Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Ulysses, (vor 3914 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

In der Ba.-Wü.-Flora sind die drei Arten T. boudieri (sehr dunkle
schwarzbraune Fruchtkörper), T. ozes (silberstielig und schlankstielig,
wie Telamonie) und T. inolens (collybioid, mit Hutbuckel, genau wie Rh.
asema aussehend) sehr gut abgebildet. Jedenfalls sind das für mich drei
makroskopisch unterscheidbare Arten. Ob die jeweiligen Namen dazu passen,
das ist eine andere Frage ....

Was m. E. im Schlüssel der BW-Flora fehlt, ist T. ozes ss. Moser (auch bei Gröger u. v. a.) mit "faserig-längsrissigen" Stielen und "gewölbten, dann flachen" Hüten. Die silberfaserigen Stiele und die deutlich (spitz-)buckeligen (und lange so bleibenden) Hüte der stattdessen dort aufgeführten Art passen dazu gar nicht recht. Dazu zwei Fragen:
-Hattest Du die Moser'sche ozes schon mal? Alles, was ich bislang aus diesem Kreis hatte, war stets mit spitzen Buckeln versehen und entsprach folglich sehr gut Deiner Telamonien-Tephrocybe.
-Kennst Du außer der Beschreibung in der BW-Flora noch eine Literaturstelle, die auf die Telamonien-Tephrocybe Bezug nimmt? Irgendwie glaube ich, dass dieses Taxon (also T. ozes ss. Großpilze BW) noch seiner Beschreibung harrt...

Sehr häufig ist in meinen Wäldern des Thüringer Waldes T. inolens, das
entgegen seinem Namen frisch zerdrückt sehr stark mehlig-gurkig riecht.
Dort wo diese Art in größerer Anzahl vorkommt - und das ist in den
Fichtenwäldern sowohl auf Buntsandstein als auch of Kalk nicht selten der
Fall

Das finde ich überaus interessant. Ich kenne T. inolens bislang nur von Kalk-Standorten. Buntsandstein haben wir hier im Regensburger Raum nicht, auf dem größerflächig vorhandenen Grünsandstein gab's für mich noch keinen Fund. Hattest Du die Art auch schon über Grundgestein (Granit, Gneis,...)?

Beste Grüße!
Josef


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