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Re: Namenloser Weißsporer auf Holz

Vargynja, (vor 6669 Tagen) @ interhias

Hallo,

ich häng mich mal an diesen Thread ran. Gefunden letztes Wochenende auf morschem, liegendem Stamm im Bayerischen Wald. Makroskopisch scheint es das selbe Schwammerl zu sein, lediglich die Lamellen scheinen mir bei meinen Exemplaren etwas ausgebuchteter sowie von der Anwuchsform z.T. leicht herablaufend zu sein. Könnte aber auch täuschen. Mikroskopie muss nachgereicht werden.

Hier aber zwei Bilder zum wieder Erfreuen. Ein wie ich finde wirklich wunderhübsches Schwammerl:-)

LG
R.E.

Servus zusammen!
Diese auffallend feinschuppigen "Rüblinge" fand ich Ende April auf
einem Nadelholzstrunk im Isarauwald. Allerdings bin ich mir nicht mal
sicher, ob's überhaupt Rüblinge sind.
Der Fahndungsaufruf lautet also: Wer hat diese Pilze schon mal gesehen
und/oder bestimmt?


Makroskopisch auffalldend neben dem feinschuppigen Hut: elastischer Stiel,
deutliches Velum an jungen Fruchtkörpern, Mehlgeruch, Weißsporer. Die
Huthautstruktur erinnert etwas an das "Puzzlespiel" bei G.
dryophilus.
Beschreibung und Mikros: Funddaten: 27.04.2008; MTB 7934-4-4-4, 550 m;
Schäftlarn, Isarauen, an einem großen Nadelholzstumpf, direkt dem morschen
Holz ansitzend; gesellig (>10 Fk); Hut: 1,2-2,5 cm breit, ganz jung
halbkugelig, bald ausgebreitet, am Scheitel zumindest alt leicht bis
deutlich vertieft, kartonbraun bis honigbraun, jung und am Scheitel etwas
dunkler, hygrophan, in ein Zone um den Scheitel herum blass ocker bis
cremegelb ausblassend; Hutrand jung eingerollt, ganz jung mit Velumresten
schürfelig bereift, Oberfläche feinst schuppig, rauh, auch alt bisweilen
mit silbergrauem Reif besetzt, trocken, matt, Rand ungerieft, bisweilen
schwach durchscheinend gerieft; Stiel: bis 0,4 x 3, meist etwas
exzentrisch, zylindrisch, oft verbogen, voll, apikal schwach erweitert,
basal gleichdick oder schwach erweitert und bisw. weißfilzig, blass
ockerbräunlich bis hutfarben, jung silbergrau überfasert, dann +/-
verkahlend; Lamellen: normal gedrängt, untermischt (3l), ca. 30-35
erreichen den Stiel, gerade angewachsen, cremefarben, Schneiden glatt;
Fleisch: wässerig graubraun; Geruch: mehlig; Geschmack: unangenehm
ranzig; Stielrinde: Hyphen der Stielrinde ca. 4-6 µm breit, kurz
septiert, Septen mit Schnallen; Cheilozystiden: keine Hymenialzystiden,
Lamellenschneide fertil; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden:
Stielrindenhyphen mit Ausstülpungen/Auswüchsen und bisw. mit
Kaulozystiden; HDS: aus knorrig gewundenen, oft aufragenden, bisweilen
gabelig verzweigten, ineinander verflochtenen Zellen, Zellbreite ca. 4-7,
Schnallen vorhanden; Basidien: 4-sporig, z.B. 22 x 5, mit Schnallen;
Sporen: sehr unterschiedlich geformt, ellipsoid, apfelkern- oder
tropfenförmig, auch mandelförmig, weder dextrinoid noch deutlich amyloid,
6,6 x 3,8 (5,5-8 x 3-5), Q=1,75 (1,5-2);
HDS, Radialschnitt:


Gruß aus München
Hias

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