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Versuch Papierchromatografie mit Täubling

Marcel Weymann, (vor 366 Tagen)

Hallo liebe Forumsmitglieder,
von ein paar Tagen fand ich folgenden Täubling.
Er ist mild und ich halte den für entweder Russula TURC oder RUSSULA AMETHYSTINA.
Ich finde dort häufig mal welche. Die haben allerdings eine mehr ins violette gehende Farbe und schmecken deutlicher nach Jodoform.
Ich habe darum mal einen Versuch mit Papierchroatografie gemacht.
Ein Bild davon folgt als nächstes.
Gruß,
Marcel

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Papierchromatografie des Täublings

Marcel Weymann, (vor 366 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo liebe Foristen,
Jetzt das Bild von der Papierchromatografie.

Ich hatte ein Stück Huthaut auf einem Stück Filterpapier befestigt und das Ende des Papiers in Wasser getaucht.

Man sieht deutlich, dass da zwei Pigmente aktiv sind:
Ein weinrotes und ein blaues. Das blaue erinnert mich stark an Hexenröhrlingsblau.

Gruß,
Marcel

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Re: Papierchromatografie des Täublings

UmUlmHerum, (vor 366 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Marcel,

interessant, was Du uns hier zeigst! Das kannte ich noch nicht.
Sind diese roten und blauen Farbpigmente auch ein Bestimmungsmerkmal? Wenn ja – in welcher Literatur/welchem Schlüssel werden sie verwendet?

Viele Grüße – Rika

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Hallo liebe Foristen,
Jetzt das Bild von der Papierchromatografie.
Ich hatte ein Stück Huthaut auf einem Stück Filterpapier befestigt und das
Ende des Papiers in Wasser getaucht.
Man sieht deutlich, dass da zwei Pigmente aktiv sind: Ein weinrotes und ein
blaues. Das blaue erinnert mich stark an Hexenröhrlingsblau.
Gruß,
Marcel

Re: Papierchromatografie des Täublings

Marcel Weymann, (vor 365 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
ich wundere mich seit mindestens 30 Jahren, warum das niemand zur Pilzbestimmung verwendet.
Vor gut 50 Jahren begann ich mich für Pilze zu interessieren.
Gleichzeitig machte ich in meinem Kinderzimmer chemische Experimente.
Ein Standardexperiment aus der Chemie ist folgendes:
Wir machen mit einem bunten Filzstift einen Punkt auf ein Stück Filterpapier.
Dann hängen wir das Ende des Papiers in etwas Brennspiritus.
Nach kurzer Zeit sehen wir zum Beispiel, dass aus dem schwarzen Punkt drei verschiedene Farbbanden entspringen.
Das kann man auch mit farbigem Gemüse machen oder mit Blüten.
Mir ist nur niemand bekannt, der das mit Pilzen gemacht hat.
Das ist erstaunlich, sieht man den bunten Täublingen doch sofort an, dass da mehrere Pigmente zusammenspielen.
Außerdem wird ja überall erklärt, dass die Farbe bei Täublingen sehr variabel ist.
Auch der Grund dafür war mir schon vor 30 Jahren klar:
Die Pigmente kommen je nach Fruchtkörper in unterschiedlichem Verhältnis vor.
Ich habe schon vor längerer Zeit mit der Huthaut von Täublingen experimentiert.
Nur hat das leider nicht funktioniert.
Dann las ich, dass Täublinge "wasserzügige Farben" haben.
Mein Problem war, dass ich mit Brennspiritus experimentiert hatte.
Das war falsch. Man muss Wasser nehmen.
Jetzt ein Zitat aus Wikipedia zum konkreten Pilz:
"Makroskopisch sollen sie sich laut dem Handbuch für Pilzfreunde durch die durch Wassertropfen gelbfleckige Huthaut des Amethyst-Täublings unterscheiden;
durch stärkeren Regen kann sie sogar zu großen Teilen gelb umgefärbt sein."
Man sieht denn auch bei meinem Versuch, dass das Stückchen Huthaut zu gelb entfärbt ist.
Gruß,
Marcel