Hallo Rika,
ich wundere mich seit mindestens 30 Jahren, warum das niemand zur Pilzbestimmung verwendet.
Vor gut 50 Jahren begann ich mich für Pilze zu interessieren.
Gleichzeitig machte ich in meinem Kinderzimmer chemische Experimente.
Ein Standardexperiment aus der Chemie ist folgendes:
Wir machen mit einem bunten Filzstift einen Punkt auf ein Stück Filterpapier.
Dann hängen wir das Ende des Papiers in etwas Brennspiritus.
Nach kurzer Zeit sehen wir zum Beispiel, dass aus dem schwarzen Punkt drei verschiedene Farbbanden entspringen.
Das kann man auch mit farbigem Gemüse machen oder mit Blüten.
Mir ist nur niemand bekannt, der das mit Pilzen gemacht hat.
Das ist erstaunlich, sieht man den bunten Täublingen doch sofort an, dass da mehrere Pigmente zusammenspielen.
Außerdem wird ja überall erklärt, dass die Farbe bei Täublingen sehr variabel ist.
Auch der Grund dafür war mir schon vor 30 Jahren klar:
Die Pigmente kommen je nach Fruchtkörper in unterschiedlichem Verhältnis vor.
Ich habe schon vor längerer Zeit mit der Huthaut von Täublingen experimentiert.
Nur hat das leider nicht funktioniert.
Dann las ich, dass Täublinge "wasserzügige Farben" haben.
Mein Problem war, dass ich mit Brennspiritus experimentiert hatte.
Das war falsch. Man muss Wasser nehmen.
Jetzt ein Zitat aus Wikipedia zum konkreten Pilz:
"Makroskopisch sollen sie sich laut dem Handbuch für Pilzfreunde durch die durch Wassertropfen gelbfleckige Huthaut des Amethyst-Täublings unterscheiden;
durch stärkeren Regen kann sie sogar zu großen Teilen gelb umgefärbt sein."
Man sieht denn auch bei meinem Versuch, dass das Stückchen Huthaut zu gelb entfärbt ist.
Gruß,
Marcel