Re: Neues vom Mittelstreifen 3
Lieber Stefan,
Du schreibst:
" für einen Speisetäubling war er einfach zu klein."
Die Größe bei Pilzen kann sehr unterschiedlich sein.
Ich hatte vor ein paar Jahren einen sehr kleinen Röhrling, den ich beim ersten Ansehen für einen Pfefferröhrling gehalten habe.
Nach einer Geschmacksprobe - bitter - sah ich näher hin. Es war ein Gallenröhrling. Das Rosa der Poren war zu erkennen, wenn man ihn geeignet ins Licht hielt. Der netzige Stiel war durch Erde kaschiert. Der Pilz war nicht nur sehr klein, auch die Proportionen waren nicht so wie vom Gallenröhrling gewohnt.
Dieses Erlebnis führte bei mir zu einem Gewissen Interesse an einer Theorie zu Wachstumsprozessen bei Pilzen.
Weiter schreibst Du:
Ich brauche eine bessere Kamera.
Es lohnt sich nach meiner Erfahrung mehr, mit der existierenden Kamera so lange zu fotografieren, bis das Bild gut ist.
Dass man die Bilder gleich kontrollieren kann, ist das wichtigste Leistungsmerkmal aktueller Digitalkameras.
Bei deinen Bildern waren die Lichtverhältnisse ungünstig.
Zu viel Licht in Fotografier-Richtung.
Man muss den besten Punkt finden, von dem man das Foto machen kann.
Ich lege mich zum Fotografieren auch mal bäuchlings auf eine Böschung.
In hartnäckigen Fällen kann man zum Beispiel auch mal ein Buch hinter dem Pilz platzieren.
Manche Leute hantieren auch mit Kästchen.
Wenn gar nichts hilft, muss man den Pilz entnehmen und zu einem geeigneter beleuchteten Platz transferieren.
Man kann auch ein Foto im Biotop und eines nach Transfer machen.
Oberflächenstrukturen auf einem Foto sichtbar zu machen gelingt nur in Ausnahmefällen, wenn man besonders günstige Lichtverhältnisse hat.
Ich tendiere zum Tasten, das ist zuverlässiger.
Ich mache bei Bestimmlingen übrigens ein Foto eines Längsschnitts.
Gerade bei Täublingen schränkt das die Auswahl ein.
Gruß,
Marcel