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Makro-Pilzrätsel

UmUlmHerum, (vor 3498 Tagen)

Hallo miteinander!

Gestern schaute ich mich in zwei verschiedenen Wäldern um: leider sehr wenig Neues trotz nun moderater Temperatur und ein wenig Regen. Aber die Böden wurden vom Wind bzw. Sturm gleich wieder getrocknet. Trotzdem war ich erstaunt, dass auch auf nassem Totholz praktisch nix Frisches wuchs. Die Orangeseitlinge vom letzten Rätsel hatten sich auf dem Stumpf überhaupt nicht weiter entwickelt, nur innendrinnen sind die geschützten Fruchtkörper größer geworden. Auch in Sachen FiZa-Rüblinge gibt es fast keine Fortschritte, es sind aber einige FiZa-Helmlinge dazugekommen. An den Austernbänken gammeln nur die alten Frk. vom Vorjahr, keine neuen zu sehen...

Damit war der einzig interessante Fund von gestern dieser Rätselpilz... ist für mich ein Zweitfund auf dem Hochsträß. Das schöne daran ist, man kann ihn tatsächlich makroskopisch festmachen. Ich hatte aber die umständliche Methode gewählt, also inkl. Mikro, und bin im Schlüssel von GroPiBaWü auch zielsicher gelandet, egal ob ich den Weg über "hygrophan" oder "nicht hygrophan" gewählt habe. Doch damit genug der Tipps ... viel Spaß!

Viele Grüße – Rika

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Re: Makro-Pilzrätsel

Axel Schilling ⌂, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
könnte es sich vielleicht um das Autokennzeichen einer größeren Stadt im Nordwesten handeln?

Grüße,

Axel

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

UmUlmHerum, (vor 3497 Tagen) @ Axel Schilling

Hallo Rika,
könnte es sich vielleicht um das Autokennzeichen einer größeren Stadt im
Nordwesten handeln?
Grüße,
Axel

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Hallo Alex,

jetzt habe ich mal die Anfangsbuchstaben des gesuchten Pilzes in ein Suchprogramm für Autokennzeichen eingegeben, einschließlich der Synonyme: gibt es keine passende Stadt im Nordwesten.

Mannomann, andere zeigen in ihren Rätseln nur 3 Sporen (was in diesem Fall nicht weiterhelfen würde), und der Pilz wird erkannt ... also werde ich wohl ein paar Tipps geben müssen:
– Die Jahreszeit ist typisch für sein Erscheinen
– Der Pilz ist assoziiert mit morschem Fichtenholz
– Er riecht nicht nach Anis/Bittermandel o.ä.
– SPP weißlich, Jod negativ, keine Zystiden
– Auf dem Foto ist ein sehr typisches Merkmal abgebildet, aber man erkennt nicht eindeutig, dass dieses "Ding" mit dem Pilz zusammenhängt → jetzt sollte es aber schnackeln ;-)

Wie gesagt, dieser Pilz kann makroskopisch bestimmt werden. Nur nicht aufgeben!

Viele Grüße – Rika

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

Ulysses, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

um mal bei den Autokennzeichen zu bleiben – für mich ist das ein baden-württembergisches, unweit SHA...

LG
Josef

Re: Makro-Pilzrätsel

Doris, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
für mich schwierig. Ich sag mal C.d.

Gruß Doris

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

UmUlmHerum, (vor 3497 Tagen) @ Ulysses

Hallo Rika,
um mal bei den Autokennzeichen zu bleiben – für mich ist das ein
baden-württembergisches, unweit SHA...
LG
Josef

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Hallo Josef,

Du hast ihn wohl erkannt! Und woran letztendlich – am weißen Rhizom?
Wobei dieses Kennzeichen-Kürzel erst seit 2014 wieder zugelassen ist... Und mir nicht wirklich klar, welcher nun der aktuelle Name dieses Pilzes ist. Sollte er derzeit nun C.r. heißen, oder C.p. oder R.p. !? Laut Mycobank alles "legitime" Namen...

Viele Grüße – Rika

Re: Makro-Pilzrätsel

UmUlmHerum, (vor 3497 Tagen) @ Doris

Hallo Rika,
für mich schwierig. Ich sag mal C.d.
Gruß Doris

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Hallo Doris,

wenn Du den meinst, den ich hinter Deiner Abkürzung vermute (C. dealbata), dann wäre er in einem anderen Habitat gewachsen, mehr Wiese als Wald. Aber ansonsten soll er dem Gesuchten sehr ähnlich sein. Nicht schlecht!

Viele Grüße – Rika

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

Ulysses, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

Wobei dieses Kennzeichen-Kürzel erst seit 2014 wieder zugelassen ist...

Oha, wieder was gelernt. War mir nicht bewusst, dass CR auch ein "wiederbelebtes" Kennzeichen ist.

Wichtig für das Erkennen der Pilzart war für mich der deutliche Farbwechsel von den ganz jungen zu den alten Lamellen und – natürlich – die weißen Mycelstränge.

LG
Josef

Re: Makro-Pilzrätsel

Doris, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

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Hallo Doris,
wenn Du den meinst, den ich hinter Deiner Abkürzung vermute (C. dealbata),
dann wäre er in einem anderen Habitat gewachsen, mehr Wiese als Wald. Aber
ansonsten soll er dem Gesuchten sehr ähnlich sein. Nicht schlecht!
Viele Grüße – Rika

Ich dachte an c.ditopa.

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

Andreas ⌂, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

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Hallo Alex,
jetzt habe ich mal die Anfangsbuchstaben des gesuchten Pilzes in ein
Suchprogramm für Autokennzeichen eingegeben, einschließlich der Synonyme:
gibt es keine passende Stadt im Nordwesten.
Mannomann, andere zeigen in ihren Rätseln nur 3 Sporen (was in diesem Fall
nicht weiterhelfen würde), und der Pilz wird erkannt ... also werde ich
wohl ein paar Tipps geben müssen: – Die Jahreszeit ist typisch für sein
Erscheinen
– Der Pilz ist assoziiert mit morschem Fichtenholz
– Er riecht nicht nach Anis/Bittermandel o.ä.
– SPP weißlich, Jod negativ, keine Zystiden
– Auf dem Foto ist ein sehr typisches Merkmal abgebildet, aber man erkennt
nicht eindeutig, dass dieses "Ding" mit dem Pilz zusammenhängt
→ jetzt sollte es aber schnackeln ;-)
Wie gesagt, dieser Pilz kann makroskopisch bestimmt werden. Nur nicht
aufgeben!
Viele Grüße – Rika

Hallo,

ich steh irgendwie voll auf dem Schlauch .... Ich war mir schon gleich sehr sicher, dass das C. r. sein müsste, heutzutage mit C. p. bzw. neuerdings R. p. synonymisiert - für mich fälschlicherweise, denn ich meine beide Arten zu kennen.
Aber der Wuchs auf Holz hat mich komplett irritier, und nun sprichst Du auch noch davon dass der Pilz mit morschem Holz assoziiert sei - das trifft nun auf keine der beiden Arten zu, die sind ziemlich strikt terricol.

Drum bin ich echt gespannt, was das denn sein soll. So einen dunklen Ossicaulis kenne ich nicht und auch sonst keinen von den Holzbewohnern in der Gruppe der so typisch braungrau aussieht ....

beste Grüße,
Andreas

Re: Makro-Pilzrätsel – Tipps

Axel Schilling ⌂, (vor 3497 Tagen) @ UmUlmHerum

OL = Ossicaulis lignatilis habe ich geraten, auch wenn die Art eher im Spätherbst anzutreffen ist und die Hüte normalerweise heller sind.
C.r. - sowas gibt es hier oben nicht - scheint vor allem eine süddeutsche Spezialität zu sein (wie Eisbein oder Spätzle).
Grüße,
Axel

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Hallo Alex,
jetzt habe ich mal die Anfangsbuchstaben des gesuchten Pilzes in ein
Suchprogramm für Autokennzeichen eingegeben, einschließlich der Synonyme:
gibt es keine passende Stadt im Nordwesten.
Viele Grüße – Rika

Re: Makro-Pilzrätsel – Sammelantwort + Auflösung

UmUlmHerum, (vor 3496 Tagen) @ Andreas

Hallo,
ich steh irgendwie voll auf dem Schlauch .... Ich war mir schon gleich sehr
sicher, dass das C. r. sein müsste, heutzutage mit C. p. bzw. neuerdings
R. p. synonymisiert - für mich fälschlicherweise, denn ich meine beide
Arten zu kennen.
Aber der Wuchs auf Holz hat mich komplett irritier, und nun sprichst Du auch
noch davon dass der Pilz mit morschem Holz assoziiert sei - das trifft nun
auf keine der beiden Arten zu, die sind ziemlich strikt terricol.
Drum bin ich echt gespannt, was das denn sein soll. So einen dunklen
Ossicaulis kenne ich nicht und auch sonst keinen von den Holzbewohnern in
der Gruppe der so typisch braungrau aussieht ....
beste Grüße,
Andreas

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Hallo miteinander!

Das ist, wie Josef und auch Andreas völlig richtig gesehen haben, der Bereifte Wurzeltrichterling, auch Würzelchen-Trichterling genannt. Wie das Ding nun im Moment exakt auf "schlau" heißt, weiß ich nicht. Die Palette der legitimen Namen reicht von Clitocybe radicellata(1) über Clitocybe pruinosa(2) bis Rhizocybe pruinosa(3). In GroPiBaWü wird (1) und (2) als synonym angesehen. Andreas würde den Pilz also Clitocybe radicellata nennen, wenn ich das richtig verstanden habe.

@Andreas: Tut mir leid, wenn ich Dich auf den Schlauch gestellt habe. Vielleicht habe ich den Begriff "assoziiert" ein wenig zu allgemein benutzt, nicht myko-spezifisch exakt. Aber diese Wurzeltrichterlinge haben ja schon unmittelbar was mit Nadelholz zu tun. Im Buchenwald wirst Du ihn nur finden, wenn da irgendwo ein morsches Stück Nadelholz rumliegt. Und wie Du auf dem Eingangsfoto + diesem hier siehst, sind diese Frk. allesamt (15 - 20 Stück) richtig auf und aus dem Holz herausgewachsen. Das Substrat war ein gut 1m langer, liegender, optimal-morscher Nadelholzstamm mit Ø 20cm – ob Fichte oder Tanne, kann ich nicht beurteilen, beides wäre in diesem Waldtsück möglich. Auf diesem Bild hier sieht man, dass die weißen Myzelstränge mitten durch das Holz gehen. Vielleicht könnte es ja sein, dass das Myzel aus dem Boden durch den ganzen Stamm durchgewachsen ist, und sich dann die Frk. eher zufällig auf dem Holz entwickelten. Bei meinem ersten Fund im Januar 2015 kamen die Frk. schon aus dem Erdreich, direkt aus einer Höhlung zwischen Stamm und Wurzel eines Fichtenstubben.

Diese Aufsammlung, auch die beiden jungen Pilzchen, die man von unten sieht und die beiden auf dem Holz aufsitzen, habe ich in der Box im Kühlschrank liegen – soll ich sie als Beleg trocknen? Wollen wir daraus eine neue Art machen: Rhizocybe radicellata vielleicht? ;-)) (Bitte nicht tierisch ernst nehmen!)

Viele Grüße – Rika

P.S. @Axel: Danke für tapfere Mitraten (Doris natürlich auch!). Eine kleine Korrektur möchte ich noch anbringen: in Süddeutschland gibt es kein Eisbein – nur Schweinshaxn. Und Spätzle sind nur in den schwäbischen Gegenden Württembergs und Bayerns einheimisch ;-) Aber wir Süddeutsche im weiteren Sinne haben Deinen Vergleich trotzdem verstanden... nix für ungut!

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