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Re: Aus für Morcheln in den Donauauen?

MartinB, (vor 3550 Tagen) @ Andreas

Hallo,

Morcheln sind, wie viele operculate Ascomyceten, auch Pioniere. D.h. sie stürzen sich auf frisch aufbereitete, noch unbesiedelte Substrate (umgepflügte Waldwege etc.). Daher auch Massenauftreten von Spitzmorcheln auf Brandstellen im Nadelwald. Ich selbst habe ein "Massenauftreten" (c. 80 Exemplare) von M. esculenta an einer Stelle (unter Eschen) beobachtet, die ich regelmäßig aufsuche, um nur ein kleines Körbchen zu ernten. Damals wurden scheinbar Eschen gefällt und die Äste in den Wald hinein geschreddert. 90% der Fruchtkörper wuchsen auf diesem "Mulch".

Grüße
Martin

Hallo,
kann sein, kann nicht sein ....
Wenn es tatsächlich zu massiven Bestandsveränderungen kommt dort in den Auen
- was ich hier nie beobachten konnte, nur sehr junge Eschen entwurzeln
aber noch nie habe ich eine alte umgekippte gesehen - wenn es aber so sein
sollte, dann wird dieser massive Eingrif in das dort herrschende Biotop
mit Sicherheit eine Auswirkung auf das Artengefüge dort haben, insgesamt,
nicht nur bei Pilzen. Inwieweit sich die Konkurrenzsituation dann für
Morcheln ändert ist kaum absehbar und auch nicht in anscheinnd gleichen
Fällen von einem Biotop aufs andere übertragbar. Dazu kennen wir einfach
zu wenig von den ganzen Zusammenspielen der Organismen an einem Standort,
auch wenn es einige besonders häufig vorkommende Schemata sicherlich gibt.
beste Grüße,
Andreas


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