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Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz auf Eiche??

UmUlmHerum, (vor 3919 Tagen)

Hallo miteinander!

Gestern fand ich auf einer bemoosten Eichenstubbe in einem gemischten Laubwald (Buche, Hainbuche, Traubeneiche, Linde, Birke, Weiden) diese zwei Fruchtkörper, Fundort Hochsträß, rund 650m NN, Lösslehm über Kalk. Ich habe da keinen Plan – könnt Ihr mir helfen?

Beschreibung: (Die Maße gelten für den größeren der beiden Pilze)
Gesamt Höhe 90 mm, knorpelig-fest in allen Teilen.

Hut Ø 32 mm; flach mit leichtem Buckel, Rand leicht eingerollt + glatt, dünnfleischig, radialriefig, Oberfläche seidig-matt (Auflicht: fein striegelig), Farbe: nass schwarzbraun, trocken dunkel rostbraun.
Lamellen stark untermischt, am Grund anastomosierend, dick, schmal, am Stiel deutlich herablaufend, Farbe: nass helles Graubraun, trocken helles Graubeige, am Übergang zum Stiel cremeweiß (= hellste Stelle am ganzen Pilz).
Stiel 85 mm lang, Ø 4 mm, hohl (auch jung schon hohl), trocken + älter längsriefig, leicht gedreht, Oberfläche samtig (Auflicht: feinstriegelig), an der Basis haarig, Farben: Basis + unteres 1/4 kräftiges Rostbraun, dann heller werdend mit grau-braun-lila Tönen, an der Spitze cremeweiß (siehe Lamellen).

Mikro (Hutschnitt + Sporen):
Keine Schnallen, keine Zystiden, HDS rostbraum pigmentiert
4-sporige Basidien, Sporen rundlich ellipsoid, SPP weiß
Sporenmaße aus 7 Messungen des Sporenabwurfs: (8,1) 8,67 (9,3) x (6,1) 6,53 (6,9)

Leider war inzwischen der Kamera-Akku leer, deswegen gibt´s nur "Studio"-Aufnahmen.

[image]

Details: links = Lamellen vom jungen Pilz, rechts Auflicht-Draufsicht HDS (20x/80x):
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Aus Sporenabwurf:
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Aus Hut-/Lamellenschnitt:
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Viele Grüße – Rika

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz auf Eiche??

Andreas ⌂, (vor 3919 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

erst mal nicht die leiseste Idee ...

Aber:
Wirklich keine Schnallen? An möglichst dünnen Hyphen schauen, z.B. Stieloberfläche oder so.
Die Sporen könnten deinem Bild nach amyloid sein - ist das so?

beste Grüße,
Andreas

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz auf Eiche??

UmUlmHerum, (vor 3919 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
erst mal nicht die leiseste Idee ...
Aber: Wirklich keine Schnallen? An möglichst dünnen Hyphen schauen, z.B.
Stieloberfläche oder so.
Die Sporen könnten deinem Bild nach amyloid sein - ist das so?
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

wie beruhigend für mein Laientum, dass Du auch keine spontane Idee hast ;-)

Ich hab´ den Stiel noch nicht unterm Mikro gehabt (nur 20x-Auflicht), bisher nur Hut/Lamellen/Sporenabwurf angeschaut. Aber das werde ich heute Nacht noch nachholen. Über amyloid oder nicht bin ich mir nicht so ganz im Klaren – auf alle Fälle sind die Sporen ein kleines bisschen grünlich + "trüb" geworden und deutlich geschrumpft. Die beiden Sporenfotos habe ich nebeneinander gestellt, damit Ihr Cracks das vielleicht besser beurteilen könnt als ich.

Vom Stiel kann man übrigens eine Haut abziehen, er ist quer leicht zu brechen.

Bis später – Rika

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz - Schnallen

UmUlmHerum, (vor 3919 Tagen) @ UmUlmHerum

....

Aber: Wirklich keine Schnallen? An möglichst dünnen Hyphen schauen, z.B.
Stieloberfläche oder so.

....

beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

jetzt habe ich über 1 Std. lang Schnallen an den Stielhyphen gesucht, war sehr mühsam. Die äußerste Schicht hat saumäßig dünne Hyphen, da erkennt man praktisch keine Einzelheiten. Außerdem gibt es dort viele Verzweigungen zu dem feinen "Samt" + Verkrustungen. Die nächste Schicht ist die relevante, dort gibt es wellige Septenwände, flache zungenartige Überlappungen und ganz gelegentlich auch mal einen richtige Schnalle. Die innere Schicht hat sehr dicke Hyphen, eindeutig ohne Schnallen. In dem ganzen Gruscht liegen übrigens viele quadratische Kristalle (vermutl. Oxilate).

Fotos gibt es prinzipiell auch, aber die muss ich erst runterladen + bearbeiten → jetzt nicht mehr → dringend schlafen gehen!

Gute Nacht – Rika

Re: Knorpel-Lamellenpilz - Hydropus scabripes??

UmUlmHerum, (vor 3919 Tagen) @ UmUlmHerum

... was haltet Ihr von Hydropus scabripes – "Raustieliger" oder auch "Knorpelstieliger Wasserfuss" genannt?
Gute Nacht – Rika

Re: Knorpel-Lamellenpilz - Hydropus scabripes??

Andreas ⌂, (vor 3919 Tagen) @ UmUlmHerum

... was haltet Ihr von Hydropus scabripes – "Raustieliger" oder
auch "Knorpelstieliger Wasserfuss" genannt?
Gute Nacht – Rika

Hallo Rika,

Hydropus war eigentlich das einzige was in Frage kommen könnte, aber der starke Stielfilz hat mich davon abgehalten und bzgl. H. scabripes das Vorkommen auf Eichenstubben. Der Stielfilz ist ja schon sehr markant.
Hydropus scabripes hatte ein gutes Jahr heuer, ich habe ihn drei Mal gefunden (vorher noch nie), zwei Mal in Deutschland ein Mal in Kroatien. Aber dieser Stielfilz ist mir nicht aufgefallen und ob die Mikromerkmale passen hab ich noch nicht geprüft.
Ganz wichtig sind die Pigmente und auch wie die HDS beschaffen ist: Giobt es Pileozystiden, oder gibt es etwas veränderte (keulig-aufgeblasene) Endzellen, die aber nicht hochstehen und nicht wirklich als Zystiden bezeichnet werden können?

beste Grüße,
Andreas

P.S.: Wie ich grad so über meine scabripes-Funde anchdenke, fiel mir ein, dass die deutschen Funde zwar büschelig am Wegrand mit Holzresten waren, der Fund aus Kroatien dagegen von der Rinde einer auf den Stock gesetzteb Stein-Eiche ....

Re: Knorpel-Lamellenpilz - Hydropus scabripes??

UmUlmHerum, (vor 3918 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
Hydropus war eigentlich das einzige was in Frage kommen könnte, aber der
starke Stielfilz hat mich davon abgehalten und bzgl. H. scabripes das
Vorkommen auf Eichenstubben. Der Stielfilz ist ja schon sehr markant.
Hydropus scabripes hatte ein gutes Jahr heuer, ich habe ihn drei Mal gefunden
(vorher noch nie), zwei Mal in Deutschland ein Mal in Kroatien. Aber
dieser Stielfilz ist mir nicht aufgefallen und ob die Mikromerkmale passen
hab ich noch nicht geprüft.
Ganz wichtig sind die Pigmente und auch wie die HDS beschaffen ist: Giobt es
Pileozystiden, oder gibt es etwas veränderte (keulig-aufgeblasene)
Endzellen, die aber nicht hochstehen und nicht wirklich als Zystiden
bezeichnet werden können?
beste Grüße,
Andreas
P.S.: Wie ich grad so über meine scabripes-Funde nachdenke, fiel mir ein,
dass die deutschen Funde zwar büschelig am Wegrand mit Holzresten waren,
der Fund aus Kroatien dagegen von der Rinde einer auf den Stock gesetzten
Stein-Eiche ....

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Hallo Andreas,

merci für Deine Antwort!

Ich habe die Hydropus-Beschreibungen in GroPiBaWü, von Moser (http://www.dgfm-ev.de/sites/default/files/ZP343145Moser.pdf), bei Hias nachgelesen und etliche Bilder im Web angesehen – über Pileozystiden steht da leider nix, nur über riesige Cheilos + Pleuros. Zumindest die Pleuros hätte ich eigentlich sehen/finden sollen?! Auch nix über herablaufende Lamellen – aber das ist ja vielleicht kein konstantes Merkmal (wie bei meinem letzten Rätselpilz, der Clitocybe).

Im Moment bin ich ein bisschen planlos, wie + was ich noch mal mikroskopieren könnte. Eine Lamellenschneide auf der Suche nach Cheilos, ein HDS-Querschnitt für Pileos? Die anderen Wasserfuß-Arten habe ich mir auch angesehen, passt alles irgendwo nicht.

Hier noch ein Bild aus dem HDS-Bereich, 320x (Sichtfeld-Ø = 395 µm), mit Ausschnittvergrößerung. Da ist zumindest eine aufgeblasenen Zelle zu sehen (markiert), die aber einen deutlichen Schnabel hat – Lagenozystide? Wie würdest Du die Art der Pigmentierung beurteilen?

Noch eine Nachfrage zu meinen Sporen-Vergleichsfoto in Wasser vs. Melzers: amyloid?

Viele Grüße – Rika

[image]
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Re: Knorpel-Lamellenpilz - Hydropus scabripes??

Andreas ⌂, (vor 3918 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

deine HDS-Bilder kann ich nicht interpretieren, dazu müsste ich den Schnitt selbst gemacht haben. Die aufgeblasenen Zellen sind vermutlich die Subkutis, muss aber nicht sein. Ich kann nicht sagen, ob da eine Hyphenschicht drüberliegen würde, wie gesagt, dazu muss ich einen Schnitt selbst machen. Bei deinem Bild scheint es mehr eine Draufsicht zu sein, das nutzt in diesen Fällen leider nix. Was man sagen kann ist, dass ein deutliches vakuoläres Pigment da ist .... Wenn Du die Pilze getrocknet hast, kannst Du mir genre einen oder einen halben schicken, dann guck ich mirs mal an.

Die Amyloidität an einem Kamerabild zu beurteilen geht ebenfalls oft nicht, wenn nicht die Farben echt sind, was vor allem bei Halogenbeleuchtung recht schwierig ist. Das kann ich wieder nicht beurteilen, das Bild ist *7- farblos. Melzer gefärbte Sporen müssten gelb sein, amyloide blau - die auf deinem Bild sind irgendwie halt keins von beiden.

Einen schönen Schneidenverlauf ungequetscht wäre noch eine Möglichkeit, da würde man die Cheilozystiden besser sehen, bzw. ihr fehlen.
Die lamellentrama in Melzers hast Du ja bestimmt schon kontrolliert, oder (Mycena ...). Hab nicht mehr im Kopf was schon alles geschrieben wurde ...

Ob die Lamellen wirklich herablaufend sind? Sie gehen ja schon erst mal deutlich nach oben Richtung Hut.

beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,
merci für Deine Antwort!
Ich habe die Hydropus-Beschreibungen in GroPiBaWü, von Moser
(http://www.dgfm-ev.de/sites/default/files/ZP343145Moser.pdf), bei Hias
nachgelesen und etliche Bilder im Web angesehen – über Pileozystiden steht
da leider nix, nur über riesige Cheilos + Pleuros. Zumindest die Pleuros
hätte ich eigentlich sehen/finden sollen?! Auch nix über herablaufende
Lamellen – aber das ist ja vielleicht kein konstantes Merkmal (wie bei
meinem letzten Rätselpilz, der Clitocybe).
Im Moment bin ich ein bisschen planlos, wie + was ich noch mal mikroskopieren
könnte. Eine Lamellenschneide auf der Suche nach Cheilos, ein
HDS-Querschnitt für Pileos? Die anderen Wasserfuß-Arten habe ich mir auch
angesehen, passt alles irgendwo nicht.
Hier noch ein Bild aus dem HDS-Bereich, 320x (Sichtfeld-Ø = 395 µm), mit
Ausschnittvergrößerung. Da ist zumindest eine aufgeblasenen Zelle zu sehen
(markiert), die aber einen deutlichen Schnabel hat – Lagenozystide? Wie
würdest Du die Art der Pigmentierung beurteilen?
Noch eine Nachfrage zu meinen Sporen-Vergleichsfoto in Wasser vs. Melzers:
amyloid?
Viele Grüße – Rika

Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

UmUlmHerum, (vor 3918 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

jetzt habe ich den kleinen Frk. angeschnitten und eine Lamelle ausgezupft wg. Cheilos = Fehlanzeige! Dann einen Schnitt aus einem Tortenstück, Lamellen + Hut quer – Pleuros = Fehlanzeige! Dazu habe ich eine wilde Theorie: es gab ja immer mal wieder Nachtfrost, vielleicht sind diese Riesen-Zystiden dabei kaputt gegangen (z.B. geplatzt) und deswegen nicht auffindbar.

Amyliodität: ich benutze ein 45 Jahre altes Zeiss mit Originalausstattung = die Beleuchtung ist noch eine alte Glühbirne mit Faden, also nix Halogen. Ich finde die Melzers-Sporen grün = liegt zwischen blau und gelb, was auch immer das heißen mag – "schwach amyliod"?

Die HDS noch mal (800x):
[image]

Hier Fotos von den beiden Frk., wie die Lamellen angewachsen sind. M.E. klar herablaufend.
[image]
[image]

Und Bilder vom Stiel (alles 800x): die Behaarung + Schnallen (lila markiert) sowie kleine Auswüchse (grüngelb markiert):
[image]

"Schnalle" flach zungenförmig:
[image]

[image]
[image]

So, jetzt "habe ich fertig", sprich, mehr bringe ich nicht heraus. Dein Angebot, Dir diesen Fund persönlich anzusehen, nehme ich gerne + dankbar an! Ich schicke Dir die Hälfte vom großen Exemplar. Der ist eh schon ziemlich trocken, während der Kleine immer noch in der feuchten Box liegt und sich recht gut hält, aber kaum reife Sporen hat.

Gute Nacht – Rika

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Hallo Rika,
deine HDS-Bilder kann ich nicht interpretieren, dazu müsste ich den Schnitt
selbst gemacht haben. Die aufgeblasenen Zellen sind vermutlich die
Subkutis, muss aber nicht sein. Ich kann nicht sagen, ob da eine
Hyphenschicht drüberliegen würde, wie gesagt, dazu muss ich einen Schnitt
selbst machen. Bei deinem Bild scheint es mehr eine Draufsicht zu sein,
das nutzt in diesen Fällen leider nix. Was man sagen kann ist, dass ein
deutliches vakuoläres Pigment da ist .... Wenn Du die Pilze getrocknet
hast, kannst Du mir genre einen oder einen halben schicken, dann guck ich
mirs mal an.
Die Amyloidität an einem Kamerabild zu beurteilen geht ebenfalls oft nicht,
wenn nicht die Farben echt sind, was vor allem bei Halogenbeleuchtung
recht schwierig ist. Das kann ich wieder nicht beurteilen, das Bild ist
*7- farblos. Melzer gefärbte Sporen müssten gelb sein, amyloide blau - die
auf deinem Bild sind irgendwie halt keins von beiden.
Einen schönen Schneidenverlauf ungequetscht wäre noch eine Möglichkeit, da
würde man die Cheilozystiden besser sehen, bzw. ihr fehlen.
Die lamellentrama in Melzers hast Du ja bestimmt schon kontrolliert, oder
(Mycena ...). Hab nicht mehr im Kopf was schon alles geschrieben wurde ...
Ob die Lamellen wirklich herablaufend sind? Sie gehen ja schon erst mal
deutlich nach oben Richtung Hut.
beste Grüße,
Andreas

Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

Andreas ⌂, (vor 3918 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

na fein, da bin ich mal gespannt.

jedenfalls hat er doch Schnallen, das ist ja dann schon mal geklärt.

beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
jetzt habe ich den kleinen Frk. angeschnitten und eine Lamelle ausgezupft wg.
Cheilos = Fehlanzeige! Dann einen Schnitt aus einem Tortenstück, Lamellen
+ Hut quer – Pleuros = Fehlanzeige! Dazu habe ich eine wilde Theorie: es
gab ja immer mal wieder Nachtfrost, vielleicht sind diese Riesen-Zystiden
dabei kaputt gegangen (z.B. geplatzt) und deswegen nicht auffindbar.
Amyliodität: ich benutze ein 45 Jahre altes Zeiss mit Originalausstattung =
die Beleuchtung ist noch eine alte Glühbirne mit Faden, also nix Halogen.
Ich finde die Melzers-Sporen grün = liegt zwischen blau und gelb, was auch
immer das heißen mag – "schwach amyliod"?
Die HDS noch mal (800x):
Hier Fotos von den beiden Frk., wie die Lamellen angewachsen sind. M.E. klar
herablaufend.


Und Bilder vom Stiel (alles 800x): die Behaarung + Schnallen (lila markiert)
sowie kleine Auswüchse (grüngelb markiert):
"Schnalle" flach zungenförmig:


So, jetzt "habe ich fertig", sprich, mehr bringe ich nicht heraus.
Dein Angebot, Dir diesen Fund persönlich anzusehen, nehme ich gerne +
dankbar an! Ich schicke Dir die Hälfte vom großen Exemplar. Der ist eh
schon ziemlich trocken, während der Kleine immer noch in der feuchten Box
liegt und sich recht gut hält, aber kaum reife Sporen hat.
Gute Nacht – Rika
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Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

UmUlmHerum, (vor 3915 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

der 1/2 Pilz ist unterwegs zu Dir. Lass mich bitte wissen, wie Du diesen Fund letztendlich einschätzt.

Viele Grüße – Rika
__________________________________________________________________

Hallo Rika,
na fein, da bin ich mal gespannt.
jedenfalls hat er doch Schnallen, das ist ja dann schon mal geklärt.
beste Grüße,
Andreas

Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

Andreas ⌂, (vor 3913 Tagen) @ UmUlmHerum

hallo Rika,

dein Pilz kam vorhin an und ich hab ihn mir gleich mal angeschaut.
Ich bin ziemlich sicher, dass es Hydropus scabripes ist, den die Huthaut passt dazu gut (ein Epithelium mit drüberliegender Kutis) und die Sporen sind eindeutig amyloid. Ich hab nur noch keine Zystiden gefunden, da muss ich noch ein vernünftiges Präparat machen. Der Pilz ist extrem pulvrig beim Schneiden, ist nicht so einfach mit dem Ding, zumal die Lamellen ja so reduziert-verbogen sind, da kann man einfach nicht gscheid schneiden.
Die ganzen Mikrobilder alle einzeln so zu verkleinern, dass sie sich hier einbinden lassen und dann einzeln hochzuladen, dazu hab ich keine Lust, sorry. Mal schauen, ob ich die vielleicht in einen Ordner auf google hochlade oder sowas, dann kann jeder den es interessiert sich alle anschauen.
Aber erst brauch ich noch die zystiden, der Vollständigkeit halber.

hydropus scabripes ist mir dieses Jahr mehrfach untergekommen, der hat ein optimales Jahr erwischt offensichtlich, denn vorher hatte ich den erst ein einziges Mal Anfang der 90er-Jahre.

beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
der 1/2 Pilz ist unterwegs zu Dir. Lass mich bitte wissen, wie Du diesen Fund
letztendlich einschätzt.
Viele Grüße – Rika
__________________________________________________________________

Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

UmUlmHerum, (vor 3913 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

merci für die schnelle Info!
Was die Zystiden betrifft, will ich Dich ja nicht demotivieren... aber nachdem die Dinger ja riesig sein sollen, kann ich mir kaum vorstellen, dass ich sie hätte übersehen können. Die einzige, was event. nach Zystide aussieht und ich gefunden hatte, war ein geschnabeltes Teil in der HDS. Hier noch mal das Foto.
Solltest Du echt noch welche auf/an den Lamellen finden, wäre es ja toll. Aber wenn nicht, dann sind sie vielleicht wirklich vom Frost zerstört worden. Laß hören, ob Du fündig geworden bist.

Viele Grüße – Rika
_______________________________________________________________

hallo Rika,
dein Pilz kam vorhin an und ich hab ihn mir gleich mal angeschaut.
Ich bin ziemlich sicher, dass es Hydropus scabripes ist, den die Huthaut
passt dazu gut (ein Epithelium mit drüberliegender Kutis) und die Sporen
sind eindeutig amyloid. Ich hab nur noch keine Zystiden gefunden, da muss
ich noch ein vernünftiges Präparat machen. Der Pilz ist extrem pulvrig
beim Schneiden, ist nicht so einfach mit dem Ding, zumal die Lamellen ja
so reduziert-verbogen sind, da kann man einfach nicht gscheid schneiden.
Die ganzen Mikrobilder alle einzeln so zu verkleinern, dass sie sich hier
einbinden lassen und dann einzeln hochzuladen, dazu hab ich keine Lust,
sorry. Mal schauen, ob ich die vielleicht in einen Ordner auf google
hochlade oder sowas, dann kann jeder den es interessiert sich alle
anschauen.
Aber erst brauch ich noch die zystiden, der Vollständigkeit halber.
hydropus scabripes ist mir dieses Jahr mehrfach untergekommen, der hat ein
optimales Jahr erwischt offensichtlich, denn vorher hatte ich den erst ein
einziges Mal Anfang der 90er-Jahre.
beste Grüße,
Andreas

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Re: Knorpel- Hydropus scabripes?? Weitere Fotos

Andreas ⌂, (vor 3913 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Andreas,
merci für die schnelle Info!
Was die Zystiden betrifft, will ich Dich ja nicht demotivieren... aber
nachdem die Dinger ja riesig sein sollen, kann ich mir kaum vorstellen,
dass ich sie hätte übersehen können. Die einzige, was event. nach Zystide
aussieht und ich gefunden hatte, war ein geschnabeltes Teil in der HDS.
Hier noch mal das Foto.
Solltest Du echt noch welche auf/an den Lamellen finden, wäre es ja toll.
Aber wenn nicht, dann sind sie vielleicht wirklich vom Frost zerstört
worden. Laß hören, ob Du fündig geworden bist.
Viele Grüße – Rika
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Hallo Rika,

das ist keine zystide, sondern einfach nur eine ganz normale Zelle der Subkutis, die alle so aufgeblasen sind. Die verjüngt sich halt sehr auf dem Weg zur nächsten Zelle, wahrscheinlich ist sie abgerissen und deshalb klumpt sich Pigment in diesem dünnen Endstückchen.
Bei diesem Pilz ist die oberste Lage aus dünnen liegenden Hyphen pigmentlos, während die eigentlich aus Subkutis zu bezeichnende Lage das dunkelbraune vakuoläre Pigment beinhaltet.

Hier zwei Bilder der HDS - nicht so ganz doll, aber ich glaube man erkennen dass über der pigmentierten Schicht eine liegende Kutis ist (die könnte sogar etwas gelig gewesen sein: War der Hut frisch etwas schmierig?). Unter der braun pigmentierten eigentlichen HDS (so bezeichnen die das in der Literatur, ich halte das eher für die Subkutis - aber vielleicht kann die Hyphenschicht oben drauf auch alterhalber fehlen?) wird es dann hyalin und so geht so langsam in die Huttrama über.

beste Grüße,
Andreas

Das Pigment muss ich mir in der HDS nochmal näher auf meinen Bildern anschauen, weil in der Lamellentrama zumindest auch ein inkrustierendes Pigment vorhanden ist. In der HDS habve ich das aber nicht gesehen, und ich glaube auch nicht wirklich dass ichs übersehen habe. Das ist bei Hydropus ähnlich wie bei Entoloma aber sehr wichtig, welche Pigmente in der HDS vorhanden sind, und ob eines oder zwei.

beste Grüße,
Andreas

Re: Hydropus scabripes - weitere Bilder

UmUlmHerum, (vor 3912 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

danke, dass Du Dir doch die Mühe gemacht hast, Deine Mikro-Bilder einzustellen. Mir ist dadurch einiges bewusst geworden über sinnvolle Schnittrichtung beim Präparieren.

Die oberste Schicht der HDS sind für mich diese haarigen Strukturen/Hyphen, die relativ lose aufliegen (bzw. jedenfalls tw. abstehen) und ohne Pigment sind. Vom Anfühlen her war die Oberfläche sehr fest + glatt, durchaus auch etwas glitschig, aber die Pilze waren auch sehr nass. Hier noch mal die beiden Auflichtbilder der HDS, ganz frisch aus dem Wald, bei 20x + 80x. Ich finde, man sieht schon, dass diese Oberfläche "rutschig" ist.

[image]

Dann noch drei Bilder vom frischen Zustand: Schnitt bei 80x in 2 Richtungen (90° gedreht) und die HDS bei 320x mit ihrer blasigen Subkutis, um mal bei Deiner Terminologie zu bleiben. Könntest Du noch ein Bild zeigen mit inkrustierendem Pigment (damit ich künftig weiß, wie das aussieht)?

[image]
[image]
[image]

Hast Du inzwischen Cheilos/Pleuros gefunden?

Viele Grüße – Rika

Re: Hydropus scabripes - weitere Bilder

Andreas ⌂, (vor 3912 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

danke, dass Du Dir doch die Mühe gemacht hast, Deine Mikro-Bilder
einzustellen. Mir ist dadurch einiges bewusst geworden über sinnvolle
Schnittrichtung beim Präparieren.

wirklich? Kannst Du den Bildern die Schnittrichtung ansehen?
Also beim HDS-Schnitt musst Du parallel zum Radius schneiden. Am besten den Pilz halbieren, und dann parallel zur Schnittfläche einen so dünnen Span wie möglich abschneiden. Bei Herbarmateial unter der Stereolupe geht das hervorragend - wenn das Exsikkat nicht so spröde ist dass es ständig zerkrümelt.
Der Lamellenquerschnitt ist dann genau um 90 Grad gedreht. Da shcneidet man ein Segment vom Hut ab, damit man auf die Front der quergeschnittenen Lamellen sieht und schneidet dann dort parallel. Das geht bei Herbarmaterial schlecht, weil die getrockneten Lamellen fast immer abbrechen, Man kann nur versuchen vom Hut her ein Stück weit in die Lamellen reinzukommen mit dem Schnitt, aber weit in Richtung Lamellenschneide kommt man in der Regel nicht. Was wurscht ist, den meist gehts ja um den Tramaaufbau, und den sieht man auch nahe am Hut auf dem letzten halben Millimeter ...

Hier ein Bild vom inkrustierten Pigment, allerdings leider nicht so ganz scharf. Aber diese etwas unterbrochene Wand, ähnlich einer Steppnaht, das kennzeichnet inkrustiertes Pigment.
Drunter ein Bild von den amyloiden Sporen.
Was auffiel war (schon makroskopisch am Präprata), dass ein Lamellenstück in Melzers sofort tief dunkelbraun geworden ist, und im Mikroskop sieht man dann ein ganz bräunlichorange Färbung. Das ist aber nicht dieselbe rotbraun bis weinviolette Färbung von dextrinoider trama der Mycenen. ich glaube eher, dass dies Glycogene oder sowas sind, die sich eben stark mit Melzers färben, so wie dies in den Sporen von Ascos ja auch oft bei Jodeinwirkung zu beobachten ist.

beste Grüße,
Andreas

Dann noch drei Bilder vom frischen Zustand: Schnitt bei 80x in 2 Richtungen
(90° gedreht) und die HDS bei 320x mit ihrer blasigen Subkutis, um mal bei
Deiner Terminologie zu bleiben. Könntest Du noch ein Bild zeigen mit
inkrustierendem Pigment (damit ich künftig weiß, wie das aussieht)?

Hast Du inzwischen Cheilos/Pleuros gefunden?
Viele Grüße – Rika

[image]

Re: Hydropus scabripes - weitere Bilder

UmUlmHerum, (vor 3912 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ein weiteres dickes "merci" für Deine weiteren Bilder + Erläuterungen zu den Schnitten!

Hallo Rika,
wirklich? Kannst Du den Bildern die Schnittrichtung ansehen?

Natürlich nicht jedem Bild, aber an Deinem Schnittbild ist die Ausrichtung der obersten, langen+dünnen (!) Hyphen ja gut zu erkennen. Dann habe ich auf meinen entspr. Fotos nachgesehen und festgestellt, dass ich sie meist im 90°-Schnitt hatte – nur sichtbar als kleine Kreise, was natürlich nicht gerade informativ ist.

Also beim HDS-Schnitt musst Du parallel zum Radius schneiden. Am besten den
Pilz halbieren, und dann parallel zur Schnittfläche einen so dünnen Span
wie möglich abschneiden. Bei Herbarmateial unter der Stereolupe geht das
hervorragend - wenn das Exsikkat nicht so spröde ist dass es ständig
zerkrümelt.

Leider habe ich nur das Mikro, das Präparieren dort bei 20x habe ich wieder aufgegeben. Das Gehirn-Jogging, weil da ja alles seitenverkehrt ist, war mir dann auf die Dauer doch zu anstrengend. Ich schneide immer ein Tortenstück aus dem Hut inkl. Stielansatz, um möglichst viel vom Material zu erhalten.

Der Lamellenquerschnitt ist dann genau um 90 Grad gedreht. Da shcneidet man
ein Segment vom Hut ab, damit man auf die Front der quergeschnittenen
Lamellen sieht und schneidet dann dort parallel. Das geht bei
Herbarmaterial schlecht, weil die getrockneten Lamellen fast immer
abbrechen, Man kann nur versuchen vom Hut her ein Stück weit in die
Lamellen reinzukommen mit dem Schnitt, aber weit in Richtung
Lamellenschneide kommt man in der Regel nicht. Was wurscht ist, den meist
gehts ja um den Tramaaufbau, und den sieht man auch nahe am Hut auf dem
letzten halben Millimeter ...

Exsikkate habe ich bisher nur ganz wenige angeschaut. Dabei schneide ich auch wieder ein Tortenstück raus und lasse es erst mal eine 1/4 Std. in Wasser aufquellen. Dann ist das gute Stück auch größer und damit besser zu handhaben. Puh – ich muss mit den feinen Schnitte eh noch reichlich üben, manchmal gelingt es ganz gut, an anderes Mal wieder überhaupt nicht.

Hier ein Bild vom inkrustierten Pigment, allerdings leider nicht so ganz
scharf. Aber diese etwas unterbrochene Wand, ähnlich einer Steppnaht, das
kennzeichnet inkrustiertes Pigment.

Danke! Da war komplett neu für mich.

Drunter ein Bild von den amyloiden Sporen.
Was auffiel war (schon makroskopisch am Präprata), dass ein Lamellenstück in
Melzers sofort tief dunkelbraun geworden ist, und im Mikroskop sieht man
dann ein ganz bräunlichorange Färbung. Das ist aber nicht dieselbe
rotbraun bis weinviolette Färbung von dextrinoider trama der Mycenen. ich
glaube eher, dass dies Glycogene oder sowas sind, die sich eben stark mit
Melzers färben, so wie dies in den Sporen von Ascos ja auch oft bei
Jodeinwirkung zu beobachten ist.

Ah, interessant! Badest Du das Präparat in unverdünnter Melzers? Und legst es dann in Wasser? Ich überlege gerade, ob meine blassgrünen Sporen nur deshalb so wenig Farbumschlag hatten, weil ich Melzers nur unter das schon mit Wasser gefüllte Deckglas habe fließen lassen – das Ganze also ziemlich verdünnt war.

beste Grüße,
Andreas

Und was ist mit den Zystiden (ich werde langsam aufdringlich – pardon)?

Viele Grüße – Rika

Re: Hydropus scabripes und Eiche

UmUlmHerum, (vor 3912 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Du hattest Zweifel an H.c. wg. dem Substrat Eiche:

Hydropus war eigentlich das einzige was in Frage kommen könnte, aber der
starke Stielfilz hat mich davon abgehalten und bzgl. H. scabripes das
Vorkommen auf Eichenstubben.
P.S.: Wie ich grad so über meine scabripes-Funde anchdenke, fiel mir ein,
dass die deutschen Funde zwar büschelig am Wegrand mit Holzresten waren,
der Fund aus Kroatien dagegen von der Rinde einer auf den Stock gesetzteb
Stein-Eiche ....

Ich habe deswegen noch ein bisschen im Netz rumgesucht und bin auf einen Kartierungseintrag von Peter Karasch vom 14.11.2009 gestossen – er gibt "Quercus robur (Stieleiche) an.
Siehe http://brd.pilzkartierung.de/f2sqlfund.php?csatz=mmv&cmtb=8033

Hast Du Deine Funde noch gar nicht bei Pilze Deutschland (DGfM) eingetragen?

Viele Grüße – Rika

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz auf Eiche??

Lothar, (vor 3919 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
bei mir klingelt es nicht richtig. Vielleicht ein Hydropus? ... Könnte interessant sein.
LG von Lothar

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenpilz – Kristalle?

UmUlmHerum, (vor 3919 Tagen) @ Lothar

Hallo Rika,
bei mir klingelt es nicht richtig. Vielleicht ein Hydropus? ... Könnte
interessant sein.
LG von Lothar

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Hi Lothar,

Wasserfuß könnte eine gute Idee sein. Hier zwei Bilder von seltsamen Krusten aus der HDS. Ich traue diesen äußerlichen "Kristallen" nicht mehr richtig über den Weg, nachdem ich etwas sehr ähnlich Aussehendes in den letzten Lamellenpilzen (z.B. einer Psathyrella) überall drin hatte – das Zeug fiel dann im Präparat (Wasser) runter...

Mal schauen, was bei der Stiel-Mikroskopie rauskommt, vielleicht werden wir dann alle schlauer.

Viele Grüße – Rika

HDS (320x):
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Irgendwo im Quetschpräparat (800x):
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Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenp. - Teilergebnis

Andreas ⌂, (vor 3883 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

inzwischen liegt das molekulare Ergebnis vor (besten Dank an Bálint Dima!):
Es ist eine Mycena, aber entweder eine neue Art oder eine bekannte (seltene) von der keine Sequenz hinerlegt ist.
Der naheste Treffer ist Mycena maculata, allerdings nur mit 95% Übereinstimmung, also sicher nicht daselbe.

Da gibt's nur eins: Wiederfinden!
Wenn sich die Merkmale als konstant herausstellen (insbesondere dieser merkwürdigs Stielfilz), dann kannste den neu beschreiben ;-)

beste Grüße,
Andreas

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenp. - Teilergebnis

UmUlmHerum, (vor 3883 Tagen) @ Andreas

Hallo Rika,
inzwischen liegt das molekulare Ergebnis vor (besten Dank an Bálint Dima!):
Es ist eine Mycena, aber entweder eine neue Art oder eine bekannte
(seltene), von der keine Sequenz hinerlegt ist.
Der naheste Treffer ist Mycena maculata, allerdings nur mit 95%
Übereinstimmung, also sicher nicht daselbe.
Da gibt's nur eins: Wiederfinden!
Wenn sich die Merkmale als konstant herausstellen (insbesondere dieser
merkwürdigs Stielfilz), dann kannste den neu beschreiben ;-)
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

jetzt bin ich ja platt – ich hatte mich schon auf den Knorpel-/Raustieligen Wasserfuß eingestellt... wäre ja auch ein schöner Fund gewesen ;-) Dass es so schnell mit dem Sequenzergebnis gehen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Vielen, herzlichen Dank!

Der heftige Stielfilz hatte Dir ja schon bei der Hydropus-Vermutung nicht so richtig gefallen. Nun ist es also doch eine Mycena! M. maculata ist mir noch nicht begegnet, nur die nähere + häufige Verwandtschaft M. zephirus. Aber diese beiden Rostfleckigen unterscheiden sich doch erheblich von meinem Fund. Wieviel % unterscheiden uns vom Menschenaffen?

Ist ja toll – wer findet nicht gern ungewöhnliche Pilze?! Mit Deinem Smiley erinnerst Du jedoch an die Kehrseite der Medaille → jetzt kommt die Hauptarbeit. Leider liegt der Fundort nicht gerade neben der Straße ... und ich fühle mich genötigt (von mir selbst, keine Sorge), da nun jede Woche einmal hinzulaufen und sämtliches Totholz abzusuchen. Immerhin bin ich mir sicher, diesen starrhalsigen Helmling schon im Feld = Wald auf der Stelle wieder zuerkennen – d.h. ich hoffe also, dass er nicht so variabel daherkommt wie so manche Russula ;-) (öhm, nach den Hohlfüßigen sollte ich ja auch noch regelmäßig schauen...)

Jetzt erst mal: Gute Nacht – Rika

Re: Knorpeliger, dunkler Lamellenp. - Teilergebnis

Andreas ⌂, (vor 3883 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

naja, ganz überraschend ist es nicht, denn die dextrinoide Lamellentrama ist schon ein gewichtiges Merkmal gegen Hydropus und für Mycena gewesen. Der Habitus als solcher passt ja ebenfalls nicht schlecht auf Mycena, und knorpelig ist z. B. Mycena galericulata auch ziemlich ...

Dumm halt, dass keine Zystiden zu finden gewesen sind, was ziemlich ungewöhnlich ist. Sehr abgefressen sahen mir die Lamellen auch nicht wirklich aus, insofern habe ich keine Erklärung dafür.

beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,
jetzt bin ich ja platt – ich hatte mich schon auf den Knorpel-/Raustieligen
Wasserfuß eingestellt... wäre ja auch ein schöner Fund gewesen ;-) Dass es
so schnell mit dem Sequenzergebnis gehen würde, damit hatte ich nicht
gerechnet. Vielen, herzlichen Dank!
Der heftige Stielfilz hatte Dir ja schon bei der Hydropus-Vermutung nicht so
richtig gefallen. Nun ist es also doch eine Mycena! M. maculata ist mir
noch nicht begegnet, nur die nähere + häufige Verwandtschaft M. zephirus.
Aber diese beiden Rostfleckigen unterscheiden sich doch erheblich von
meinem Fund. Wieviel % unterscheiden uns vom Menschenaffen?
Ist ja toll – wer findet nicht gern ungewöhnliche Pilze?! Mit Deinem Smiley
erinnerst Du jedoch an die Kehrseite der Medaille → jetzt kommt die
Hauptarbeit. Leider liegt der Fundort nicht gerade neben der Straße ...
und ich fühle mich genötigt (von mir selbst, keine Sorge), da nun jede
Woche einmal hinzulaufen und sämtliches Totholz abzusuchen. Immerhin bin
ich mir sicher, diesen starrhalsigen Helmling schon im Feld = Wald auf der
Stelle wieder zuerkennen – d.h. ich hoffe also, dass er nicht so variabel
daherkommt wie so manche Russula ;-) (öhm, nach den Hohlfüßigen sollte ich
ja auch noch regelmäßig schauen...)
Jetzt erst mal: Gute Nacht – Rika

Mycena maculata

interhias ⌂, (vor 3883 Tagen) @ Andreas

Das ist ja spannend!

Hier mal zum Vergleich ein paar Fotos von M. maculata vom vergangenen Herbst:

[image]

[image]

Cheilozystiden:
[image]

[image]

[image]

Beste Grüße
Hias

Re: Mycena maculata

Andreas ⌂, (vor 3882 Tagen) @ interhias

Hallo Matthias,

naja,... spannend wirds erst wenn Rika das Müzehnchen mal in einer vernünftigen Kollektion wiederfindet ....

Mycena maculata ist Rikas Pilz bestimmt nicht, bei 95% Übereinstimmung muss die noch nicht mal nahe verwandt sein. Einen besseren treffer gabs halt nicht, woran das auch liegt.

beste Grüße,
Andreas

Das ist ja spannend!
Hier mal zum Vergleich ein paar Fotos von M. maculata vom vergangenen Herbst:

Cheilozystiden:


Beste Grüße
Hias

Re: Mycena maculata

UmUlmHerum, (vor 3882 Tagen) @ Andreas

Hallo Matthias,
naja,... spannend wirds erst wenn Rika das Müzehnchen mal in einer
vernünftigen Kollektion wiederfindet ....
Mycena maculata ist Rikas Pilz bestimmt nicht, bei 95% Übereinstimmung muss
die noch nicht mal nahe verwandt sein. Einen besseren treffer gabs halt
nicht, woran das auch liegt.
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas & Hias!

Letzterem als Erstes vielen Dank für die M. maculata Fotos! Schön, dass Du die unterschiedlichen Erscheinungsformen gezeigst.

Tja, ob ich diese Pilzchen wiederfinde und das in ausreichender Menge, ist die große Frage. Danach schauen werde ich auf alle Fälle. Aber manche Pilze sind deswegen so selten, weil sie nur alle paar Jahre/Jahrzehnte einmal Fruchtkörper bilden. Ist mir z.B. mit Cortinarius frangrantior so ergangen: im Okt. 2010 anläßlich der Cortinarien-Tagung in Ehingen mal zwei kleine Gruppen nebeneinander gefunden und seither nicht wieder gesehen, obwohl ich jedes Jahr von August bis Oktober dort regelmäßig vorbei komme und das Biotop unverändert ist.

Viele Grüße – Rika

Re: Knorpeliger, dunkl. Lamellenpilz - Fund heute?

UmUlmHerum, (vor 3875 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

heute war ich wieder dort: vier verschiedene Mycena-Arten auf den morschen Eichenstubben, eine davon könnte die Gesuchte sein, hat diesen bräunlichen Myzelfilz... habe Dir eine Mail geschrieben mit einigen Fotos + Fragen. Ich wäre froh, wenn Du mich ein wenig beraten könntest.

Viele Grüße – Rika

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Hallo Rika,
inzwischen liegt das molekulare Ergebnis vor (besten Dank an Bálint Dima!):
Es ist eine Mycena, aber entweder eine neue Art oder eine bekannte
(seltene) von der keine Sequenz hinerlegt ist.
Der naheste Treffer ist Mycena maculata, allerdings nur mit 95%
Übereinstimmung, also sicher nicht daselbe.
Da gibt's nur eins: Wiederfinden!
Wenn sich die Merkmale als konstant herausstellen (insbesondere dieser
merkwürdigs Stielfilz), dann kannste den neu beschreiben ;-)
beste Grüße,
Andreas

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