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Bestimmungshilfe

Goldsucher, (vor 4091 Tagen)

Unsere Pilzsaison ist nun eröffnet. Täublinge schießen on mass aus dem Boden und Baumporlinge bilden sich neu. Deshalb auch gleich ein paar Fragen.

Ein verbreiteter Pilz bei uns ist Russula pectinatoides, dessen Form sich jedoch nich immer einheitlich zeigt. Jedenfalls schmeckt dieser Pilz hier mild, ist geruchlos, hat durchscheinende Lamellen am Hutrand und eine rötliche Basis, was R. pectinatoides entspricht. Unter Buchen. Eine Eiche 20 m entfernt. Keine Kiefer in der Nähe. Wenn es noch andere gäbe, wäre ich für Tipps dankbar.

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Die Dachpilze stellen mich jedes Jahr wieder vor ein Problem. Ich habe dazu keinen umfangreichen Schlüssel. Dieser Graue hat weder P. salicinus noch P. petasatus-Merkmale. In der Jugend weiße Lamellen und ein rötlicher Stiel bei einer grauen ungezonten, gefleckten Hutoberfläche. Was könnte das sein? Das Material ist frisch.

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Zu wenig Erfahrung habe ich auch bei diesen Baumporling. Könnte ein sehr junger Zunderschwamm sein.

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Dieser Täubling hat mich vor ein Problem gestellt. Die dichten Lamellen >250 und diese braunorangen Hutfarben mit dunkler Mitte. Stiel oft mit brauner Basis. Geschmack mild. Sie wachsen bei Buche und Kiefer und treten momentan massenhaft auf. Nicht unweit fand ich die typischeren Grün-Speisetäublinge R. heterophylla. Die haben allerdings nicht so dichte Lamellen oder kann das auch sein?

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Re: Bestimmungshilfe

zuehli ⌂, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Die Dachpilze stellen mich jedes Jahr wieder vor ein Problem. Ich habe dazu
keinen umfangreichen Schlüssel. Dieser Graue hat weder P. salicinus noch
P. petasatus-Merkmale. In der Jugend weiße Lamellen und ein rötlicher
Stiel bei einer grauen ungezonten, gefleckten Hutoberfläche. Was könnte
das sein? Das Material ist frisch.

Das sollte der Rehbraune sein. Die komisch gedellte Hutoberfläche ist typisch.

Grüße
Harald

Re: Bestimmungshilfe

KARL, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Ein verbreiteter Pilz bei uns ist Russula pectinatoides, dessen Form sich
jedoch nich immer einheitlich zeigt. Jedenfalls schmeckt dieser Pilz hier
mild, ist geruchlos, hat durchscheinende Lamellen am Hutrand und eine
rötliche Basis, was R. pectinatoides entspricht.

So wie oben beschrieben halte ich R. pectinatoides für eindeutig. Eine weitere, ebenfalls milde Art ist R. insignis, mit gelblichen Tönen an der Stielbasis.

Die Dachpilze stellen mich jedes Jahr wieder vor ein Problem.

Für mich eindeutig der Rehbraune. Wie zuehli schon schrieb ist die stark gerunzelte Oberfläche bei jungen Frk. typisch.


Zu wenig Erfahrung habe ich auch bei diesen Baumporling. Könnte ein sehr
junger Zunderschwamm sein.

Ganz ausschließen kann man den Zunderschwamm zwar nicht, aber die Zuwachskante lässt mich eher an Ganoderrma denken.


Dieser Täubling hat mich vor ein Problem gestellt.

R. heterophylla kann so aussehen und sogar einheitlich braun sein. Zur Sicherheit solltest Du einen Sporenabwurf im direkten Vergleich machen.

LG Karl

Re: Bestimmungshilfe

Toffel, (vor 4091 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

Ganz ausschließen kann man den Zunderschwamm zwar nicht, aber die
Zuwachskante lässt mich eher an Ganoderrma denken.

Ganoderma hat m. E. regelmäßigere Zonen und nicht so eine glatte Oberseite. Den Zunderschwamm würde ich unterstützen, obwohl ich Ganoderma auch nicht ausschließen kann.

Viele Grüße
Steffen

Re: Bestimmungshilfe

Stephan Weißer, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Goldsucher,

Jedenfalls schmeckt dieser Pilz hier
mild, ist geruchlos (...)

Ich würde trotz deiner Angabe "geruchlos" ;-) hier auf R. pectinatoides tippen. Denn mit dem Geruch ist das so eine Sache.

Dieser Graue hat weder P. salicinus noch
P. petasatus-Merkmale.

Dann muss es wohl P. cervinus sein - andere Möglichkeiten bleiben nicht viel. Rettichgeruch sollte vorhanden sein.

Dieser Täubling hat mich vor ein Problem gestellt. Die dichten Lamellen

250 und diese braunorangen Hutfarben mit dunkler Mitte. Stiel oft mit

brauner Basis. Geschmack mild. Sie wachsen bei Buche und Kiefer und treten
momentan massenhaft auf. Nicht unweit fand ich die typischeren
Grün-Speisetäublinge R. heterophylla.

Das dürften höchstwahrscheinlich auch welche sein. Die Hutfarbe finde ich nicht außergewöhnlich. Teste Eisensulfat auf der Stielrinde - lebhaft lachsfarben.

FG
Oehrling

Re: Bestimmungshilfe

Frank 61, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Für den letzten werfe ich mal Russula violeipes ins Rennen.
Der Stiel sollte dann eher violettbraun, ähnlich der Hutfarbe, überhaucht sein. Und auch nicht erst nach dem Anfassen bräunen.
VG Frank

Re: Bestimmungshilfe

Toffel, (vor 4091 Tagen) @ Frank 61

Hallo Frank,

Für den letzten werfe ich mal Russula violeipes ins Rennen.

das war auch meine erste Idee, kann mich aber auf keine der beiden Arten festlegen.

Viele Grüße
Steffen

Re: Bestimmungshilfe

Mison, (vor 4091 Tagen) @ Frank 61

Für den letzten werfe ich mal Russula violeipes ins Rennen.
Der Stiel sollte dann eher violettbraun, ähnlich der Hutfarbe, überhaucht
sein. Und auch nicht erst nach dem Anfassen bräunen.
VG Frank

Ich unterstütze das, zumal die Huthaut auf dem Bild sehr samtig und grünstichig aussieht. Und der violett(braun)e Hauch am Stiel kann auch mal schwach bis gar nicht ausgeprägt sein. Fehlen als Merkmale noch ein taktiles ("Wachs" zwischen den Fingern nach Anfassen des Stiels) und ein olfaktorales (kommt mir nicht mit Hering, ich nenne das eher eine leicht fischige Rauchnote ;-))

Außerdem: Ich will endlich auch Pilze. Es war so lange so trocken, dass der Regen der letzten zwei Wochen bisher noch keine Früchte getragen hat.

Gruß an alle!
Simon

Dank an alle

Goldsucher, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

die mich hier unterstützt haben. Oft sind es nur die kleinen Unsicherheiten, die einem das Leben schwer machen.

Mit dem Rehbraunen habe ich insgeheim gerechnet, obwohl der Stiel ja fast weiß war. Die Bräunung oder Rötung und die Eindellungen waren wohl typisch. Wieder was dazu gelernt.

Danke auch für die Tipps Sporenabwurf bei R. heterophylla - idente Farbe mit anderer Form.

Hier noch ein paar Bilder von gestern. Häufigkeit bei Aufsammlung: 1. Platz R. virescens - über 20 FK; 2. Platz R. heterophylla - ca. 20 FK; 3. Platz R. rosea - 8 FK - Auf den Rängen Psathyrella candolleana (7), R. olivacea (3), Megacollybia platyphylla (3), A. rubescens (2), F. septica (2),

Die Sommersteinis waren von vorgestern - unter Heu gefunden - beim Rechen - hier mit japanischer Weinbeere zum Verzehr vorbereitet:

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Breitblättriger Rübling

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Perlpilz

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Grüngefelderter T.

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Harter Zinnober Täubling

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Re: Bestimmungshilfe

Mischi, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Für den Letzen könnte auch noch ein Heringstäubling rauskommen - z.B. R. faginea, der recht häufige Buchen Heringstäubling - wie bezeichnst du den Geruch? Eisensulfatreaktion? Das Bräunen am Stiel deutet mir darauf hin...

LG, Mischi

Re: Bestimmungshilfe

Mischi, (vor 4091 Tagen) @ Goldsucher

Falls du ein Mik zur Stelle hast gibt es eine schnelle Methode herauszufinden, ob es der Grüne Speisetäublig (R. heterophylla) ist:

Ein winzig kleines Stück Huthaut von der Mitte des Hutes unter das Mik legen und nach bis 70um lange "Crins" absuchen - erfahrungsgemäss hat es davon in der Mitte am meisten - deswegen erscheint die Hutoberfläche auch so samtig... (auch bei R. vesca ist das so...)

LG, Mischi