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Wiesenpilze aus Ostwestfalen (11 Bilder)

Ingo Jürgens, (vor 4716 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

die Wiesenpilzsaison verlief hier in Ostwestfalen wegen Trockenheit lange sehr enttäuschend, erst in den letzten drei Wochen gelangen einige schöne Funde, eine kleine Auswahl möchte ich hier zeigen. Auf zwei Exkursionen in den Kreis Höxter wurde ich von Markus Pischel begleitet, nicht wenige der hier vorgestellten Arten hat er entdeckt.

Eine Charakterart der Kalkhalbtrockenrasen ist der Blaue Rötling (Entoloma bloxami), meist sind die Populationen aber eher klein.
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Weiter verbreitet und oft recht zahlreich ist der Braungrüne Rötling (Entoloma incanum), der noch dazu in unterschiedlichen Farbvarianten auftreten kann, hier die Normalform mit braunem Hut und hellen Lamellen und links im Bild ein Exemplar mit blaugrüner Färbung.
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Typisch für kalkreiche, lehmige Böden aber nicht häufig sind auch die Samtschnecklinge, zwei Arten sind leicht zu identifizieren, der Stinkende Samtschneckling (Camarophyllopsis foetens) am äußerst intensivem Geruch
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und der Gelbstielige Samtschneckling (Camarophyllopsis micacea) an der in der Gattung einzigartigen Färbung des Stiels.
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Nicht allzu selten, aber immer wieder schön ist die Geweihförmige Wiesenkeule (Clavulinopsis corniculata).
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Deutlich seltener sind dagegen die Safrangelbe Wiesenkoralle (Ramariopsis crocea)
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und die Weißliche Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei / tenuiramosa).
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Erst vor wenigen Wochen wurde die Fleischfarbene Wiesenkeule erstmals in NRW nachgewiesen, jetzt sind es schon drei Fundorte. Hier sieht man sie zusammen mit einem etwas schmächtigen Exemplar des Gelbrandigen Saftlings (Hygrocybe insipida).
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Oktober / November ist die Zeit der Erdzungen und öfters wachsen mehrere Arten nebeneinander, eine der häufigsten ist die Trockene Erdzunge (Geoglossum cookeianum).
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Nur selten findet man dagegen die mit den Geoglossum-Arten nah verwandte Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum).
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Absolutes Highlight in diesem Herbst war aber der Fund des Schwefelgelben Schuppenritterlings (Floccularia straminea). Erstfund für NRW (durch Markus Pischel) und auch bundesweit ein sehr seltener Pilz.
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LG Ingo

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schöne Arten tolle Bilder - ein Genuß. Danke

haseneier, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

- kein Text -

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da schließe ich mich vollumfänglich an

huehnchen69, (vor 4715 Tagen) @ haseneier

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Toll!

Rudi, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

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Entzückend!

CK, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

Kojak hätte das auch gesagt

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Re: Wiesenpilze aus Ostwestfalen (11 Bilder)

Svampskogen, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Ingo

Tolle Bilder!
Noch eine Frage zur Bestimmung solcher Pilze. Was für Literatur verwendest du, um Wiesenkeulen (Ramariopsis, Clavaria, Clavulinopsis...) und Erdzungen (Geoglossum, Microglossum) zu bestimmen? Lohnt sich da beispielsweise ein Blick in "Grosspilze Baden-Württemberg" oder Pilze der Schweiz? Oder gibt es hier eventuell andere gute Bestimmungsschlüssel im Internet?

Gruss Jonas

Hallo liebe Pilzfreunde,
die Wiesenpilzsaison verlief hier in Ostwestfalen wegen Trockenheit lange
sehr enttäuschend, erst in den letzten drei Wochen gelangen einige schöne
Funde, eine kleine Auswahl möchte ich hier zeigen. Auf zwei Exkursionen in
den Kreis Höxter wurde ich von Markus Pischel begleitet, nicht wenige der
hier vorgestellten Arten hat er entdeckt.
Eine Charakterart der Kalkhalbtrockenrasen ist der Blaue Rötling (Entoloma
bloxami), meist sind die Populationen aber eher klein.

Weiter verbreitet und oft recht zahlreich ist der Braungrüne Rötling
(Entoloma incanum), der noch dazu in unterschiedlichen Farbvarianten
auftreten kann, hier die Normalform mit braunem Hut und hellen Lamellen
und links im Bild ein Exemplar mit blaugrüner Färbung.

Typisch für kalkreiche, lehmige Böden aber nicht häufig sind auch die
Samtschnecklinge, zwei Arten sind leicht zu identifizieren, der Stinkende
Samtschneckling (Camarophyllopsis foetens) am äußerst intensivem Geruch

und der Gelbstielige Samtschneckling (Camarophyllopsis micacea) an der in der
Gattung einzigartigen Färbung des Stiels.

Nicht allzu selten, aber immer wieder schön ist die Geweihförmige Wiesenkeule
(Clavulinopsis corniculata).

Deutlich seltener sind dagegen die Safrangelbe Wiesenkoralle (Ramariopsis
crocea)

und die Weißliche Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei / tenuiramosa).

Erst vor wenigen Wochen wurde die Fleischfarbene Wiesenkeule erstmals in NRW
nachgewiesen, jetzt sind es schon drei Fundorte. Hier sieht man sie
zusammen mit einem etwas schmächtigen Exemplar des Gelbrandigen Saftlings
(Hygrocybe insipida).

Oktober / November ist die Zeit der Erdzungen und öfters wachsen mehrere
Arten nebeneinander, eine der häufigsten ist die Trockene Erdzunge
(Geoglossum cookeianum).

Nur selten findet man dagegen die mit den Geoglossum-Arten nah verwandte
Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum).

Absolutes Highlight in diesem Herbst war aber der Fund des Schwefelgelben
Schuppenritterlings (Floccularia straminea). Erstfund für NRW (durch
Markus Pischel) und auch bundesweit ein sehr seltener Pilz.

LG Ingo

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Literatur

Ingo Jürgens, (vor 4716 Tagen) @ Svampskogen

Hallo Jonas,

von "Pilze der Schweiz" habe ich nur den Band 1 (Ascomyceten), dort werden zwar einige Vertreter aus der Familie der Geoglossaceae aufgeführt, aber eben nur einige.

In Deutschland kommt man für den Anfang ganz gut mit dem "Beginners Guide to Earth Tongues" von Irene Ridge zurecht, siehe http://fungus.org.uk/nwfg/earth-tongues.htm

Was Ramariopsis, Clavaria, Clavulinopsis u.a. betrifft, so finden sich in "Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 2" Schlüssel, Artbeschreibungen und Abbildungen vieler Arten. Reinschauen lohnt sich und die meisten Arten wird man damit bestimmen können.

Schlüssel und Beschreibungen zu dieser Artengruppe finden sich aber auch in der Funga Nordica (2. Auflage).

Für die von mir bisher gefundenen Arten waren die erwähnten Publikationen in Verbindung mit einer Internet-Recherche ausreichend, Spezialliteratur gibt es sicher, ist mir aber nicht bekannt.

LG Ingo

Hallo Ingo
Tolle Bilder!
Noch eine Frage zur Bestimmung solcher Pilze. Was für Literatur verwendest
du, um Wiesenkeulen (Ramariopsis, Clavaria, Clavulinopsis...) und
Erdzungen (Geoglossum, Microglossum) zu bestimmen? Lohnt sich da
beispielsweise ein Blick in "Grosspilze Baden-Württemberg" oder
Pilze der Schweiz? Oder gibt es hier eventuell andere gute
Bestimmungsschlüssel im Internet?
Gruss Jonas

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Re: Literatur

Svampskogen, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

Vielen Dank Ingo, das bringt mir sehr viel. Häufig bin ich an solchen Pilzen einfach vorbeigelaufen, weil ich nicht so recht wusste mit welcher Literatur ich hier arbeiten soll.

Gruss Jonas

Hallo Jonas,
von "Pilze der Schweiz" habe ich nur den Band 1 (Ascomyceten), dort
werden zwar einige Vertreter aus der Familie der Geoglossaceae aufgeführt,
aber eben nur einige.
In Deutschland kommt man für den Anfang ganz gut mit dem "Beginners
Guide to Earth Tongues" von Irene Ridge zurecht, siehe
http://fungus.org.uk/nwfg/earth-tongues.htm
Was Ramariopsis, Clavaria, Clavulinopsis u.a. betrifft, so finden sich in
"Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 2" Schlüssel,
Artbeschreibungen und Abbildungen vieler Arten. Reinschauen lohnt sich und
die meisten Arten wird man damit bestimmen können.
Schlüssel und Beschreibungen zu dieser Artengruppe finden sich aber auch in
der Funga Nordica (2. Auflage).
Für die von mir bisher gefundenen Arten waren die erwähnten Publikationen in
Verbindung mit einer Internet-Recherche ausreichend, Spezialliteratur gibt
es sicher, ist mir aber nicht bekannt.
LG Ingo

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Vielen Dank für die schönen Bilder!

Joachim, (vor 4716 Tagen) @ Ingo Jürgens

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Re: Wiesenpilze aus Ostwestfalen (11 Bilder)

Klaus, (vor 4715 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Ingo,

genialer Beitrag! Tolle Bilder von tollen Pilzen. Und dann noch die Floccularia. Ich hoffe, der Frost lässt euch jetzt noch was übrig.

Schöne Grüße,
Klaus

Hallo liebe Pilzfreunde,
die Wiesenpilzsaison verlief hier in Ostwestfalen wegen Trockenheit lange
sehr enttäuschend, erst in den letzten drei Wochen gelangen einige schöne
Funde, eine kleine Auswahl möchte ich hier zeigen. Auf zwei Exkursionen in
den Kreis Höxter wurde ich von Markus Pischel begleitet, nicht wenige der
hier vorgestellten Arten hat er entdeckt.
Eine Charakterart der Kalkhalbtrockenrasen ist der Blaue Rötling (Entoloma
bloxami), meist sind die Populationen aber eher klein.

Weiter verbreitet und oft recht zahlreich ist der Braungrüne Rötling
(Entoloma incanum), der noch dazu in unterschiedlichen Farbvarianten
auftreten kann, hier die Normalform mit braunem Hut und hellen Lamellen
und links im Bild ein Exemplar mit blaugrüner Färbung.

Typisch für kalkreiche, lehmige Böden aber nicht häufig sind auch die
Samtschnecklinge, zwei Arten sind leicht zu identifizieren, der Stinkende
Samtschneckling (Camarophyllopsis foetens) am äußerst intensivem Geruch

und der Gelbstielige Samtschneckling (Camarophyllopsis micacea) an der in der
Gattung einzigartigen Färbung des Stiels.

Nicht allzu selten, aber immer wieder schön ist die Geweihförmige Wiesenkeule
(Clavulinopsis corniculata).

Deutlich seltener sind dagegen die Safrangelbe Wiesenkoralle (Ramariopsis
crocea)

und die Weißliche Wiesenkoralle (Ramariopsis kunzei / tenuiramosa).

Erst vor wenigen Wochen wurde die Fleischfarbene Wiesenkeule erstmals in NRW
nachgewiesen, jetzt sind es schon drei Fundorte. Hier sieht man sie
zusammen mit einem etwas schmächtigen Exemplar des Gelbrandigen Saftlings
(Hygrocybe insipida).

Oktober / November ist die Zeit der Erdzungen und öfters wachsen mehrere
Arten nebeneinander, eine der häufigsten ist die Trockene Erdzunge
(Geoglossum cookeianum).

Nur selten findet man dagegen die mit den Geoglossum-Arten nah verwandte
Olivbraune Stielzunge (Microglossum olivaceum).

Absolutes Highlight in diesem Herbst war aber der Fund des Schwefelgelben
Schuppenritterlings (Floccularia straminea). Erstfund für NRW (durch
Markus Pischel) und auch bundesweit ein sehr seltener Pilz.

LG Ingo

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Auch ich bin begeistert...

zuehli ⌂, (vor 4715 Tagen) @ Ingo Jürgens

... das ist sehr wohltuend auch wieder mal solche qualtitätsvollen Fotos von schönen Arten zu sehen - danke!

Beste Grüße
Harald

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Da klappt mir der Kiefer runter... :D Danke! _

Biber, (vor 4711 Tagen) @ Ingo Jürgens

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Wunderschöne Pilze wunderschön fotografiert

PET, (vor 4711 Tagen) @ Ingo Jürgens

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