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Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5864 Tagen)

Hallo zusammen!

Hier einmal ein Beitrag zum Thema: Was man so alles auf einem Kiefernzapfen finden kann, wenn man genau hinschaut.

Den Zapfen hab ich vor ein, zwei Wochen im Schlammbett eines Fischweihers stecken gefunden. Da waren braune Pilzchen dran. Darum hab ich ihn mitgenommen. Zuhause rein in den Kühlschrank damit und magels Zeit erst vor zwei Tagen wieder herausgeholt.
Die brauen Pilze waren nicht mehr die frischesten aber am Ende denke ich bin ich einer Bestimmung recht nahe gekommen: Man müsste sie mal mit Ombrophila limosella vergleichen.
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Ich bin gerade dabei eine genauere Beschreibung zusammenzustellen. Die kommt später.

An der oberen Seite des Zapfens waren frisch aus dem Kühlschrank schwarze Keulchen. Die haben sich bei Zimmertemperatur lila gefärbt und ich denke die wachsen.
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Also hab ich mal welche aufgeschnitten: Basidien oder Asci waren nicht da. Dafür sah es überall so aus:
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Das schaut nach Schimmel aus. Aber es kann doch nicht wachsen und verderben gleichzeitig?
Sind die Keulchen etwa große Konidienträger?

Auf dem Zapfen gab es ein einzelnes Objekt, etwa 2 mm im Durchmesser, das aussieht wie eine kleine orange Klette, oder eine Scutellinia, die sich erst noch entfalten muß. Das hat sich in zwei Tagen bei Zimmertemperatur nicht verändert. Was glaubt ihr, was das ist? Pilz, Pflanzensamen?
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Die Dinger sind seit heute neu, denke ich. Das Bild ist so unscharf weil die Dinger so klein sind. Pilzchen oder Schneckenkotze?
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Und dann waren dann noch drei verschiedene Arten von Milben eine Schnecke mit einem 2mm großen Schneckenhaus und diese muschelartige Struktur mit einer Länge von 50µm (in einem der Kreislinge).
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Hauptsächlich interessieren mich im Moment die Keulchen. Wegen denen hab ich den Beitrag aufgemacht. Aber vielleicht erkennt ja jemand was von den anderen Sachen.

Morgen geht's für mich das erstemal auf einen Magerrasen. Wünscht mir Glück! ;-)

Einen schönen Abend
Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

HARZPILZCHEN, (vor 5864 Tagen) @ Jürgen Endres

Also hab ich mal welche aufgeschnitten: Basidien oder Asci waren nicht da.
Dafür sah es überall so aus:
Das schaut nach Schimmel aus. Aber es kann doch nicht wachsen und verderben
gleichzeitig?
Sind die Keulchen etwa große Konidienträger?

Hi Jürgen

das erinnert mich stark an meine Minni Keulchen:
Beitrag 192984

LG Hartmut

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Re: Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5864 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hi Jürgen
das erinnert mich stark an meine Minni Keulchen:
Beitrag 192984
LG Hartmut

Hallo Hartmut,

den Beitrag hatte ich noch im Hinterkopf irgendwo. Der hat sich gerührt als ich bei mir die Sporen gesehen hab und da vor allem die seltsamen Muster, die sie hinundwieder hinlegen.
Die Sporen sehen sich sehr ähnlich. Allerdings haben Deine Keulchen andere Köpfe. Vielleich müssen meine noch wachsen.

Ich beobachte das mal weiter. Vielleicht wird ja auch die Schneckenkotze noch ein bischen grösser ;-)

lg Jürgen

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Ombrophila limosella ?

Jürgen Endres, (vor 5864 Tagen) @ Jürgen Endres

Guten Abend,

hier die nähere Beschreibung der Pilze auf dem Zapfen. Der Zapfen lag im Schlamm in einem Weiher.

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Den Pilz gibt's nicht in irgendeinem Buch, das ich besitze. In den Foren von AscoFrance habe ich einen Betrag (auf französisch) gefunden in dem von einem Pilz die Rede ist, der meinem recht ähnlich ist: Ombrophila limosella.
Ich konnte dem Kauderwelsch nicht entnehmen, ob der Haken haben sollte, was ich allerdings so halbwegs mitbekommen habe, ist, daß O. limosella auf Erde wachsen soll.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Jürgen

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Re: Ombrophila limosella ?

orbilia, (vor 5863 Tagen) @ Jürgen Endres

Guten Abend,
hier die nähere Beschreibung der Pilze auf dem Zapfen. Der Zapfen lag im
Schlamm in einem Weiher.

Den Pilz gibt's nicht in irgendeinem Buch, das ich besitze. In den Foren von
AscoFrance habe ich einen Betrag (auf französisch) gefunden in dem von
einem Pilz die Rede ist, der meinem recht ähnlich ist: Ombrophila
limosella.
Ich konnte dem Kauderwelsch nicht entnehmen, ob der Haken haben sollte, was
ich allerdings so halbwegs mitbekommen habe, ist, daß O. limosella auf
Erde wachsen soll.
Kann mir jemand weiterhelfen?
Jürgen

Schöne Dokumentation und interessanter Fund! Martin hat freundlicherweise meinen Schlüssel benutzt und ist bei Ombrophila sp. 3 gelandet, eine "Art" die ich ein einziges Mal fand und O. "Eigenried" nannte, nach einem Moor bei Zug. Gescannt ist meine Zeichnung noch nicht, und ich weiß auch nicht so genau, was ich von ihr halten soll. Auf jeden Fall ist eines komisch: dass dein Fund keine Haken hat. Ich schreibe nämlich, dass O. immer Haken haben soll, allerdings: bei tetracladia habe ich angemerkt, dass da andere Autoren keine Haken sahen. O. tetracladia wäre durchaus auch eine Option.

Die Keulchen sind die Ana von Ascocoryne, vermutlich A. sarcoides.

Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

Jürgen Endres, (vor 5863 Tagen) @ orbilia

Schöne Dokumentation und interessanter Fund! Martin hat freundlicherweise
meinen Schlüssel benutzt und ist bei Ombrophila sp. 3 gelandet, eine
"Art" die ich ein einziges Mal fand und O. "Eigenried"
nannte, nach einem Moor bei Zug. Gescannt ist meine Zeichnung noch nicht,
und ich weiß auch nicht so genau, was ich von ihr halten soll. Auf jeden
Fall ist eines komisch: dass dein Fund keine Haken hat. Ich schreibe
nämlich, dass O. immer Haken haben soll, allerdings: bei tetracladia habe
ich angemerkt, dass da andere Autoren keine Haken sahen. O. tetracladia
wäre durchaus auch eine Option.
Die Keulchen sind die Ana von Ascocoryne, vermutlich A. sarcoides.
Zotto

Hallo Zotto,

ich wusste nicht daß der Haken ein Gattungsmerkmal von Ombrophila sein sollte. Ich bin jetzt erstmal davon ausgegangen, daß ich einen Flüchtigkeitsfehler gemacht habe und hab nochmal nachgeprüft, konnte aber keine Haken finden.

Wenn Dich die Pilzchen interessieren, dann kann ich Dir den Zapfen gerne zuschicken. Zwei Tage mehr wird er schon aushalten. Ich meine, daß neue Fruchtkörper dazugekommen sind.
Nachdem ich ja nun weiß wie die Keulchen einmal aussehen werden, brauch ich den Zapfen nicht mehr.

Danke für den Tipp mit den Keulchen. Coyne dubai kannte ich schon, aber nur in groß. Wer hätte gedacht, daß diese Gallertbatzen in klein so eine definierte Form haben...

Ich habe noch ein aussagekräftigeres Bild des Excipulum hinzugefügt. Meine Vermessung in der Beschreibung stimmt nicht: Die Zellengröße variiert von unten/groß zu oben/klein.

Gruß Jürgen

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Re: Ombrophila limosella ?

orbilia, (vor 5863 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Zotto,
ich wusste nicht daß der Haken ein Gattungsmerkmal von Ombrophila sein
sollte. Ich bin jetzt erstmal davon ausgegangen, daß ich einen
Flüchtigkeitsfehler gemacht habe und hab nochmal nachgeprüft, konnte aber
keine Haken finden.
Wenn Dich die Pilzchen interessieren, dann kann ich Dir den Zapfen gerne
zuschicken. Zwei Tage mehr wird er schon aushalten. Ich meine, daß neue
Fruchtkörper dazugekommen sind.
Nachdem ich ja nun weiß wie die Keulchen einmal aussehen werden, brauch ich
den Zapfen nicht mehr.
Danke für den Tipp mit den Keulchen. Coyne dubai kannte ich schon, aber nur
in groß. Wer hätte gedacht, daß diese Gallertbatzen in klein so eine
definierte Form haben...
Ich habe noch ein aussagekräftigeres Bild des Excipulum hinzugefügt. Meine
Vermessung in der Beschreibung stimmt nicht: Die Zellengröße variiert von
unten/groß zu oben/klein.
Gruß Jürgen

Hallo Jürgen

klasse Bilder, bin nun voll überzeugt. Und du brauchst das nicht schicken, es genügt mir momentan so (habe zuviel anderes zu tun). Ein Gatungsmerkmal ist immer nur solange eines, bis einer kommt und alles über den haufen wirft :-) So ging es mir auch mit Incrucipulum, das erst mit "ohne Haken" definiert war.

Coryne dubai ist wohl so groß wegen der Saudis? Die tatsächliche Größe deiner keulchen habe ich jetzt nicht so mitbekommen, aber die variiert da schon sehr.

Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

orbilia, (vor 5863 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Zotto,
ich wusste nicht daß der Haken ein Gattungsmerkmal von Ombrophila sein
sollte. Ich bin jetzt erstmal davon ausgegangen, daß ich einen
Flüchtigkeitsfehler gemacht habe und hab nochmal nachgeprüft, konnte aber
keine Haken finden.
Wenn Dich die Pilzchen interessieren, dann kann ich Dir den Zapfen gerne
zuschicken. Zwei Tage mehr wird er schon aushalten. Ich meine, daß neue
Fruchtkörper dazugekommen sind.
Nachdem ich ja nun weiß wie die Keulchen einmal aussehen werden, brauch ich
den Zapfen nicht mehr.
Danke für den Tipp mit den Keulchen. Coyne dubai kannte ich schon, aber nur
in groß. Wer hätte gedacht, daß diese Gallertbatzen in klein so eine
definierte Form haben...
Ich habe noch ein aussagekräftigeres Bild des Excipulum hinzugefügt. Meine
Vermessung in der Beschreibung stimmt nicht: Die Zellengröße variiert von
unten/groß zu oben/klein.
Gruß Jürgen

Habe noch vergessen zu fragen, wie gallertig die Apos sind. Wichtig ist zu schauen, ob die Gallerte vor allem in der Medulla sitzt. Das ist bei den meisten Arten der Fall. Auch Kristalle sind gern vorhanden, sehe ich aber auf deinen Bildern nicht. Die Reihigkeit der Sporen ist stark davon abhängig, ob die Asci leben. In toten Asci ist sie variabel, egal ob unreif oder reif, in lebenden oft sehr regelmäßig 2reihig.

Achja, hast die etwa die DVD 2005 nicht? Wenn nicht, dann schickt dir Guy gerne eine.

Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

Jürgen Endres, (vor 5862 Tagen) @ orbilia

Hallo Zotto!

Habe noch vergessen zu fragen, wie gallertig die Apos sind. Wichtig ist zu
schauen, ob die Gallerte vor allem in der Medulla sitzt. Das ist bei den
meisten Arten der Fall. Auch Kristalle sind gern vorhanden, sehe ich aber
auf deinen Bildern nicht.

Der Stiel der Fruchtkörper hat eine recht feste Hülle. Das Innere jedoch verfällt direkt nach dem Aufschneiden, sackt zusammen, fliesst wohl teilweise weg.
Die untere Reihe des angehängten Bildes zeigt Ausschnitte aus dem Stielinneren. Von unter dem Subhymenium und fadenförmige Gallertbindehyphen. Ich denke da sind auch Kristalle drin.

Die Reihigkeit der Sporen ist stark davon
abhängig, ob die Asci leben. In toten Asci ist sie variabel, egal ob
unreif oder reif, in lebenden oft sehr regelmäßig 2reihig.

Achso ist das. Ja, der erste Fruchtkörper, den ich aufgemacht habe, war schon ein bischen am faulen. Da waren kaum mehr Asci drin. Deswegen habe ich da soviele uniseriate gefunden.

Achja, hast die etwa die DVD 2005 nicht? Wenn nicht, dann schickt dir Guy
gerne eine.

Der Martin war schon so nett sich anzubieten!
Er hat mir auch schon den Ombrophila-Schlüssel geschickt, und der ist ja absolut toll!
Vielen Dank für das Teilen Deiner Forschungsergebnisse!

Gruß Jürgen

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Re: Ombrophila limosella ?

orbilia, (vor 5862 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Zotto!
Der Stiel der Fruchtkörper hat eine recht feste Hülle. Das Innere jedoch
verfällt direkt nach dem Aufschneiden, sackt zusammen, fliesst wohl
teilweise weg.
Die untere Reihe des angehängten Bildes zeigt Ausschnitte aus dem
Stielinneren. Von unter dem Subhymenium und fadenförmige
Gallertbindehyphen. Ich denke da sind auch Kristalle drin.
Achso ist das. Ja, der erste Fruchtkörper, den ich aufgemacht habe, war schon
ein bischen am faulen. Da waren kaum mehr Asci drin. Deswegen habe ich da
soviele uniseriate gefunden.
Der Martin war schon so nett sich anzubieten!
Er hat mir auch schon den Ombrophila-Schlüssel geschickt, und der ist ja
absolut toll!
Vielen Dank für das Teilen Deiner Forschungsergebnisse!
Gruß Jürgen

Absolute Klasse! Und ja, das sieht mir auch nach Kristalle aus. Weiter so, das ist wieder mal so ein Baustein, der mehrfach gefunden werden sollte.

Übrigens, wer zur Zeit Hymenoscyphus albidus (auf eschenblattstielen) findet, sollte unbedingt auf die Haken achten: Es sieht so aus:
H. albidus: ohne Haken, H. pseudoalbidus: mit Haken. Letzterer ist pathogen und trat erst seit ein paar Jahren verstärkt auf, typischen H. albidus sah ich seit etlichen Jahren nicht mehr, aber nur der kommt im September noch vor, der pathogene dagegen mehr im Sommer.

Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

MartinB, (vor 5862 Tagen) @ orbilia

Hallo Zotto,

von der Existenz von pseudoalbidus habe ich erst kürzlich erfahren (z.B. http://www.forestpathology.ethz.ch/research/Chalara_fraxinea). Davor hieß es immer, daß H. albidus "schuld" ist am "Eschensterben".
Sind ansonsten die Mikromerkmale (Sporenmaße etc.) gleich?

Grüße,

Martin

Übrigens, wer zur Zeit Hymenoscyphus albidus (auf eschenblattstielen) findet,
sollte unbedingt auf die Haken achten: Es sieht so aus: H. albidus: ohne
Haken, H. pseudoalbidus: mit Haken. Letzterer ist pathogen und trat erst
seit ein paar Jahren verstärkt auf, typischen H. albidus sah ich seit
etlichen Jahren nicht mehr, aber nur der kommt im September noch vor, der
pathogene dagegen mehr im Sommer.
Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

orbilia, (vor 5861 Tagen) @ MartinB

Hallo Zotto,
von der Existenz von pseudoalbidus habe ich erst kürzlich erfahren (z.B.
http://www.forestpathology.ethz.ch/research/Chalara_fraxinea ). Davor hieß
es immer, daß H. albidus "schuld" ist am
"Eschensterben".
Sind ansonsten die Mikromerkmale (Sporenmaße etc.) gleich?
Grüße,
Martin

Ich erfuhr auch erst kürzlich von dieser Art (die ich aber im Nachhinein seit 2007 kenne). Leider ist außer den Haken nichts so richtig anders, weshalb ich erst nicht an eine selbständige Art dachte. Ganz wenig größer sind die Sporen von pseudoalbidus. Die Apos sollen auch zu etwas größer tendieren, aber das hilft kaum bei der Indentifizierung. Mich wundert schon, dass die Molekularies dieses Hakenmerkmal übersahen, obwohl sie es versuchten, da man das Merkmal ja schon an losgelösten Asci deutlich erahnen bzw. erkennen kann.

Ob die pathogene pseudoalbidus nun eingewandert ist oder aus der anderen entstanden, etwa durch Kreuzung, weiß man nicht. Zwei Funde von albidus (ohne Haken) habe ich übrigens auf geschwärzten Ahorn-Blattnerven gemacht, leider nicht dokumentiert und herbarisiert, aber beschrieben. Das sollte nun auch wiedergefunden werden.

Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

MartinB, (vor 5861 Tagen) @ orbilia

Das macht ja dann die Untersuchung dieser massenhaft auftretenden Pilzchen doch wieder spannend!
Ewig diese Suche nach Haken... ;-) ...

Herzlich

Martin

Ich erfuhr auch erst kürzlich von dieser Art (die ich aber im Nachhinein seit
2007 kenne). Leider ist außer den Haken nichts so richtig anders, weshalb
ich erst nicht an eine selbständige Art dachte. Ganz wenig größer sind die
Sporen von pseudoalbidus. Die Apos sollen auch zu etwas größer tendieren,
aber das hilft kaum bei der Indentifizierung. Mich wundert schon, dass die
Molekularies dieses Hakenmerkmal übersahen, obwohl sie es versuchten, da
man das Merkmal ja schon an losgelösten Asci deutlich erahnen bzw.
erkennen kann.
Ob die pathogene pseudoalbidus nun eingewandert ist oder aus der anderen
entstanden, etwa durch Kreuzung, weiß man nicht. Zwei Funde von albidus
(ohne Haken) habe ich übrigens auf geschwärzten Ahorn-Blattnerven gemacht,
leider nicht dokumentiert und herbarisiert, aber beschrieben. Das sollte
nun auch wiedergefunden werden.
Zotto

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Re: Ombrophila limosella ?

MartinB, (vor 5862 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

schöner Schnitt! Hast Du die Makros mit dem SteMi gemacht?

Herzlich,

Martin

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Re: Ombrophila limosella ?

Jürgen Endres, (vor 5862 Tagen) @ MartinB

Hallo Martin!

schöner Schnitt! Hast Du die Makros mit dem SteMi gemacht?

Ja, die beiden oberen mit 50-facher Vergrößerung und das links in der Mitte mit 100-facher.

Gruß Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

Schnuffel, (vor 5863 Tagen) @ Jürgen Endres

An der oberen Seite des Zapfens waren frisch aus dem Kühlschrank schwarze
Keulchen. Die haben sich bei Zimmertemperatur lila gefärbt und ich denke
die wachsen.

Also hab ich mal welche aufgeschnitten: Basidien oder Asci waren nicht da.
Dafür sah es überall so aus:
Das schaut nach Schimmel aus. Aber es kann doch nicht wachsen und verderben
gleichzeitig?
Sind die Keulchen etwa große Konidienträger?

Hallo Jürgen,

wenn die Keulchen nicht so winzig wären, würde ich sie als Priapus trichotis var. africanus (Afrikanischer Haar-Schwanzling) ansprechen. Dieser soll sich von der Stammart nur durch die Farbe und die außerordentliche Größe unterscheiden. ;-))

Gruß - Schnuffel

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Re: Kiefernzapfen

MartinB, (vor 5863 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

diese hübsche Ombrophila scheint mir nach Zottos Schlüssel seine noch namenlose spec. Nr. 3 zu sein. Man beachte auch den "Gelschuh". Könnten die "schwarzen Keulchen" nicht nur einfach junge Exemplare davon sein? Weiß der Geier, wo die Konidien herkommen...

Grüße,

Martin

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Re: Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5863 Tagen) @ MartinB

Hallo Martin!

Ich habe nochmal mit einem Übersetzungsprogramm in dem Forumsbeitrag von AscoFrance rumgewühlt und es scheint wohl so zu sein, daß O.limosella Haken haben muß. Und auf Erde wachsen sollte. Und die Sporen müssten 1µm dicker sein als meine. Das war nix.

Die Nummer 3 also? :-)
Es hilft wohl nichts. Ich werde den Baral um seine CD anpumpen müssen.

Danke für den Hinweis, daß es den Pilz gibt, wenn auch namenlos.

Gruß Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

MartinB, (vor 5863 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

das mit den Haken +/- geht aus Deiner bisherigen schönen Dokumentation noch nicht hervor, jedenfalls nicht für den Betrachter nachvollziehbar. Da solltest Du noch mal ran, wenn Du noch Material hast (hast auch noch eine PN von mir).
Und "namenlos" ist er, wenn ers denn ist, ja gar nicht. Er hieße dann immerhin "Ombrophila spec. 3 (nom. prov. Baral)" ;-) .

Gruß

Martin

Hallo Martin!
Ich habe nochmal mit einem Übersetzungsprogramm in dem Forumsbeitrag von
AscoFrance rumgewühlt und es scheint wohl so zu sein, daß O.limosella
Haken haben muß. Und auf Erde wachsen sollte. Und die Sporen müssten 1µm
dicker sein als meine. Das war nix.
Die Nummer 3 also? :-)
Es hilft wohl nichts. Ich werde den Baral um seine CD anpumpen müssen.
Danke für den Hinweis, daß es den Pilz gibt, wenn auch namenlos.
Gruß Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5863 Tagen) @ MartinB

Hallo Martin!

So wie Du's mir geschrieben hast, hab ich's schon gemacht, Kongorot, Quetschpräperat. Aber ich schau jetzt natürlich nochmal nach.

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5863 Tagen) @ MartinB

Jetzt hab ichs begriffen, worauf Du hinaus wolltest. Die Betonung liegt auf QUETSCHpräperat. Wenn man so richtig drückt und reibt und einen Krümmel über einen Quadratzentimeter verteil und alles kaputtmacht, dann hat man zwar Probleme damit noch was zu finden aber die Erkennbarkeit und Klarheit wird enorm gesteigert!

Danke Dir!
Jürgen

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Re: Kiefernzapfen

Jürgen Endres, (vor 5863 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Jürgen,
wenn die Keulchen nicht so winzig wären, würde ich sie als Priapus trichotis
var. africanus (Afrikanischer Haar-Schwanzling) ansprechen. Dieser soll
sich von der Stammart nur durch die Farbe und die außerordentliche Größe
unterscheiden. ;-))
Gruß - Schnuffel

Hallo Schnuffel,

das würde erklären, warum ich keine Asco-Sporen gefunden habe. Ich hab nur ein Stück von oben untersucht. Bei den Schwanzlingen findet die Sporenbildung ja eher im unteren Bereich statt.
Die Keulchen sind zwar noch winzig, aber wenn es tatsächlich Haar-Schwanzlinge sein sollten, dann wachsen sie bestimmt noch um einiges. Das wäre durchaus arttypisch.

Danke Dir für die Bestimmungshilfe!

Gruß Jürgen