Rätsel mit Bild
Nach längerer Abwesenheit noch mal ein Rätsel von mir.
![[image]](http://www1.my-files.de/regin/Oeffentlich/Raetsel9.jpg)
dürfte aber nicht allzu schwer sein, der Pilz ist doch zur Zeit überall recht häufig.
Bye Harry
Harry, (vor 9428 Tagen)
Nach längerer Abwesenheit noch mal ein Rätsel von mir.
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dürfte aber nicht allzu schwer sein, der Pilz ist doch zur Zeit überall recht häufig.
Bye Harry
Max Kronfeldner, (vor 9428 Tagen) @ Harry
Nach längerer Abwesenheit noch mal ein Rätsel von mir.
dürfte aber nicht allzu schwer sein, der Pilz ist doch zur Zeit überall recht
häufig.
Bye Harry
Hallo Harry,
Wenn man nur eine Ferndiagnose stellen kann, ist es vermutlich doch nicht ganz so einfach. Die Konsistenz des Rindenpilzes wäre z.B. nicht uninteressant.
Bild erinnert an Hyphoderma radula. Was war das Substrat (Prunus o.a.)?
Servus
Max
Andreas , (vor 9427 Tagen) @ Max Kronfeldner
Hallo Harry,
Wenn man nur eine Ferndiagnose stellen kann, ist es vermutlich doch nicht
ganz so einfach. Die Konsistenz des Rindenpilzes wäre z.B. nicht
uninteressant.
Bild erinnert an Hyphoderma radula. Was war das Substrat (Prunus o.a.)?
Servus
Max
Hi,
die Bestimmung als solche dürfte mit Hyphoderma radula sicherlich nicht falsch sein, zumal das Substrat sehr nach Prunus aussieht.
Wie allerdings die Beziehung zwischen Hyphoderma radula und Schizopora paradoxa aussieht dürfte noch eine Diskussion wert sein. Die eher kleinflächigen Kollektionen von Prunus habe ich auch immer für H. radula angesehen, aber eigentlich gibt's kaine Unterschiede zu S. paradoxa.
Gruß,
Andreas
Max Kronfeldner, (vor 9427 Tagen) @ Andreas
Hi,
die Bestimmung als solche dürfte mit Hyphoderma radula sicherlich nicht
falsch sein, zumal das Substrat sehr nach Prunus aussieht.
Wie allerdings die Beziehung zwischen Hyphoderma radula und Schizopora
paradoxa aussieht dürfte noch eine Diskussion wert sein. Die eher
kleinflächigen Kollektionen von Prunus habe ich auch immer für H. radula
angesehen, aber eigentlich gibt's kaine Unterschiede zu S. paradoxa.
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,
Schizopora paradoxa ist makroskopisch sehr variabel und daher manchmal schwer auszuschließen oder zu erkennen!
Die mikroskopischen Merkmale (Sporengröße, - form) sind aber verschieden.
Servus
Max
Hi,
die Bestimmung als solche dürfte mit Hyphoderma radula sicherlich nicht
falsch sein, zumal das Substrat sehr nach Prunus aussieht.
Wie allerdings die Beziehung zwischen Hyphoderma radula und Schizopora
paradoxa aussieht dürfte noch eine Diskussion wert sein. Die eher
kleinflächigen Kollektionen von Prunus habe ich auch immer für H. radula
angesehen, aber eigentlich gibt's kaine Unterschiede zu S. paradoxa.
Gruß,
Andreas
Sorry an alle für die von mir gestiftete Verwirrung! Max schrieb ja HYPHODERMA radula, während ich immer von SCHIZOPORA RADULA ausgegangen bin, weil ich zu dem Zeitpunkt zufällig gerade meine Exsikkate von Schizopora paradoxa auf Sporengröße und Cystidenform überprüft habe ....
Um's noch mal verwirrungsfrei klarzustellen:
Hyphoderma radula ist ein anderer Pilz wie Schizopora radula. Der von Harry abgebildete Pilz dürfte Hyphoderma radula sein, der mit Schizopora radula und paradoxa nicht allzuviel gemein hat.
Gruß,
Andreas
Nach längerer Abwesenheit noch mal ein Rätsel von mir.
dürfte aber nicht allzu schwer sein, der Pilz ist doch zur Zeit überall recht
häufig.
Bye Harry
Ich komm leider kaum mehr raus und habe den Pilz also lange nicht gesehen. Aber ich halte es auch für Hyphoderma radula. (Habe aber auch schon mal ähnlich aussehende Schizopora gesehen.
Viele Grüße,
Huperzia
Nach längerer Abwesenheit noch mal ein Rätsel von mir.
dürfte aber nicht allzu schwer sein, der Pilz ist doch zur Zeit überall recht
häufig.
Bye Harry
Hallo,
ich finde auch, daß dieses Rätsel gar nicht so leicht zu lösen ist.
Das Foto hat wirklich große Ähnlichkeit mit dem Reibeisenpilz (Hyphoderma radula),
aber es gibt z.B. auch Hyphodontia-Arten, die äußerlich so aussehen.
Gruß Jens
Ich hätte spontan auf Schizopora paradoxa getippt, aber nach der Diskussion zwischen Andreas und Max bin ich da künftig vorsichtig.
Muss ich jetzt bei jedem Fund eines solchen Pilzes mikroskopieren, um sicher zu sein, dass ich nicht S. p., sondern vielleicht H. r. vor mir habe?
Gruß Karl
Ich hätte spontan auf Schizopora paradoxa getippt, aber nach der Diskussion
zwischen Andreas und Max bin ich da künftig vorsichtig.
Muss ich jetzt bei jedem Fund eines solchen Pilzes mikroskopieren, um sicher
zu sein, dass ich nicht S. p., sondern vielleicht H. r. vor mir habe?
Gruß Karl
Hallo Karl,
naja, eigentlich schon.
Krieglsteiner schreibt folgendes:
" [...] stehen sich so nahe, daß man sie auch als Varietäten einer plastischen Art auffassen kann. [...] sind die Sporen der S. paradoxa ein wenig länger die der S. radula, jedoch gilt dies nur für aus reifen Sporen gewonnene Abwürfe. S. paradoxa soll nur kopfige, S. radula dagegen sowohl kopfige als auch zugespitzte Cystidiolen aufweisen. Ebenso sollen die Enden der Tramahyphen bei S. paradoxa kopfig, die der S. radula nicht kopfig sein. Als verläßlich werden auch die [...] unterschiedlichen Inkrustationen der Hyphen erachtet."
"2. Hymenophor weiß bis creme bis gelblich; Hyphen der Porenwände nur gegen die Spitze und nur spärlich mit groben Inkrustationen, Sporen 5,5-6,5 µm lang = S. paradoxa
2* Hymenophor creme mit schwachem orangem Reflex, Hyphen der Dissepimente bis tief in die Trama hinein mit vielen feinen Kristallen besetzt, Sporen 4,5-5,5 µm lang = S. radula"
Schaut man sich aber die beiden Mikrozeichnungen von Frau Maser dazu an, so wird man folgende "Trennmerkmale" vergeblich suchen:
1. grobe feine Inkrustationen (sind auf beiden Skizzen identisch)
2. Cystiden kopfig und zugespitzt nur kopfig (auf den Skizzen sind kaum kopfige Zystiden zu sehen und wenn, dann eher noch bei S. radula. Dass dagegen kristalltragende Cystiden bei S. radula gezeichnet sind, wird für keine der beiden Arten erwähnt.)
3. Enden der Tramahyphen kopfig nicht kopfig (sehen für mich ziemlich identisch aus, kopfige sind da gar keine dabei).
Bleibt also nur die Sporengröße und die quantitative Erfassung der Kristalle an den Hyphen.
Für meinen Geschmack ein bischen dünne für eine Trennung auf Artebene.
Aber um keine Mißverständnisse entstehen zu lassen:
Hyphoderma radula ("Reibeisenpilz") und Schizopora radula sind zwei sehr verschiedene Arten!
Vermutlich meinte Max auch ersteren wenn er den Unterschied in den Sporen hervorhebt. Hyphoderma radula ist eine Corticiacee, vergleichsweise flach, mit odontoidem Hymenophor, während Schizopora radula ein Porling s.l. ist, mit +/- zerschlitzten Poren, also irpicoidem Hymenophor.
Gruß,
Andreas
Harry, (vor 9426 Tagen) @ Harry
Bei dem abgebildeten Pilz handelt es sich in der Tat um Hyphoderma radula den
Reibeisenrindenpilz.Die Art ist in unserer Kante sehr häufig und wurde von mir
bisher nur an Prunus ( meist P.avium ) gefunden.Breitenbach/Kränzlin geben als Substrat auch Abies alba und Alnus incana an.Die Weißtanne bildet hier im Saarland recht kleine Bestände und sowohl an ihr als auch an der häufigeren Grauerle habe ich diesen Pilz noch nicht finden können.
Interessieren würde mich, ob ihr H.radula schon an den von B+K beschrieben Hölzern gefunden habt.
Bye Harry
Bei dem abgebildeten Pilz handelt es sich in der Tat um Hyphoderma radula den
Reibeisenrindenpilz.Die Art ist in unserer Kante sehr häufig und wurde von
mir
bisher nur an Prunus ( meist P.avium ) gefunden.Breitenbach/Kränzlin geben
als Substrat auch Abies alba und Alnus incana an.Die Weißtanne bildet hier
im Saarland recht kleine Bestände und sowohl an ihr als auch an der
häufigeren Grauerle habe ich diesen Pilz noch nicht finden können.
Interessieren würde mich, ob ihr H.radula schon an den von B+K beschrieben
Hölzern gefunden habt.
Bye Harry
Hallo Harry,
Die Ba.-Wü.-Flora sagt folgendes:
Laub- (in erster Linie Vogelkirsche) und Nadelholz (vorzugsweise Tanne).
Abies alba (72), Aesculus hippocastaneum (1), Alnus glutinosa (4), Alnus spec. (3), Betula pendula (2), B. spec. (4), Carpinus betulus (5), Corylus avellana (16), Fagus sylvatica (37), Fraxinus excelsior (3), Malus spec. (1), Picea abies (10), Pinus sylvestris (2), Populus tremula (2), P. spec. (1), Prunus avium (295), P. padus (1), P. spec. (61), Quercus robur (3), Q. spec. (9), Rosa spec. (3), Salix spec. (6), Sorbus aucuparia (2), S. spec. (1), Tilia spec. (1), unbestimmtes Laubholz (22), unbestimmtes Nadelholz (2).
Selbst wenn man also die eine oder andere Fehlbestimmung in Erwägung zieht, so ist das Wirtsspektrum doch beträchtlich! Immerhin, rund 2/3 aller Funde stammen von Steinobstbäumen. Erstaunlich auch, dass relativ viele Funde von Fagus und Corylus stammen, die sonst kaum einmal als Wirt genannt werden.
Gruss,
Andreas