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Sterben Pilze aus?

Thomas Pruß, (vor 9890 Tagen)

Moin, Moin zusammen!

Wer kann meine folgenden Thesen Bestätigen oder widerlegen? Für alle, die etwas Zeit haben: Es darf durchaus auch etwas ausführlicher geschehen.

1. Pilzsammler schaffen es nicht, Pilze an den Rand der Ausrottung zu bringen.

2. Ausnahme: Rund um Ballungsgebieten stellen zu viele Pilzsammelr jedoch eine enrstzunehmende Gefkr für die Pilzpopulation dar.

3. Ein allgemeines Pilzsammelverbot ist überflüssig; wenn eins ausgesprochen wird, sollte es sich nur auf bestimmte, häufig gepflückte Pilze beziehen.

4. Die größte Gefahr für Pilze stammt aus Umwelteinflüssen (saurer Regen, versauerter Boden etc.)

So, legt los!

Mit „verpilzten“ Grüßen

Thomas

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Re: Sterben Pilze aus?

Holger, (vor 9890 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin, Moin zusammen!
Wer kann meine folgenden Thesen Bestätigen oder widerlegen? Für alle, die etwas Zeit haben: Es darf durchaus auch etwas ausführlicher geschehen.
1. Pilzsammler schaffen es nicht, Pilze an den Rand der Ausrottung zu bringen.
2. Ausnahme: Rund um Ballungsgebieten stellen zu viele Pilzsammelr jedoch eine enrstzunehmende Gefkr für die Pilzpopulation dar.
3. Ein allgemeines Pilzsammelverbot ist überflüssig; wenn eins ausgesprochen wird, sollte es sich nur auf bestimmte, häufig gepflückte Pilze beziehen.
4. Die größte Gefahr für Pilze stammt aus Umwelteinflüssen (saurer Regen, versauerter Boden etc.)
So, legt los!
Mit „verpilzten“ Grüßen
Thomas

Tja,

hängt wohl von den Zeiten ab. In der jetzigen Wirtschaftslage gehen nicht alzuviele aus Not sammeln, so daß ich Dir, zumindest für mein Heimatrevier (Odenwald) in allen Punkten zustimmen würde.

Als weiteres Problem sehe ich allerdings den Handel mit Wildpilzen. Dieser, und die damit verbundene kommerzielle Sammelei führt in einigen Gebieten zur beinahe flächendeckenden Abgrasung aller, auch kleinster Fruchtkörper und auch zum Aufreißen und Austrocknen des Oberbodens. Wer kennt nicht die Minipfifferlinge aus Polen (kommen da auch noch welche aus der Oberpfalz, Bayerischem Wald und so?).

M.E. ist der Handel mit gefährdeten Pilzarten in Deutschland allerdings verboten, nur setzt das anscheinend niemand durch. Wer weiß da genaueres über die Rechtslage?

Holger

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Re: Sterben Pilze aus?

Boris, (vor 9890 Tagen) @ Thomas Pruß

Hi, schau doch mal in Archiv2 unter "Mykophagie und Mykomanie" nach, da habe ich einen laengeren Beitrag zu diesem Reizthema (fuer mich :) geschrieben. Ansonsten wuerde ich gerne "The german queen of mushrooms" persoenlich zu Worte kommen lassen:

"Die zweite Frage die immer wieder gestellt wird, bezieht sich auf die Ausrottung der Pilze durch das Sammeln. Ich wuerde nicht ein so grosses Buch fuer den Speisepilzsammler schreiben, wenn dadurch unsere Pilzwelt gefaehrdet waere. Jahrzehntelange Beobachtungen haben gezeigt, dass auch durch absichtliches totales Absammeln der Pilzbestand nicht verringert wird. Es stellten sich zwischendurch immer wieder Massenernten ein (z.B. vom Steinpilz), manchmal sogar zwei Jahre hintereinander. Je nach Jahren kamen ploetzlich neue Pilzarten hinzu, die nach genauen Aufzeichnungen vorher nicht da waren. Es hat sich gezeigt, dass Pilze auch gegenueber Umwelteinfluessen gar nicht so empfindlich sind. In der SZP (Schweizerische Zeitschrift fuer Pilzkunde, 57. Jahrgang, Mai 1979) berichte ich ueber 17 Arten, direkt neben einer Bergstrasse wachsend, die gegen Streusalz widerstandsfaehig sind. Im Jahr nach diesem Bericht kamen noch ein paar Arten hinzu.
Ich habe auch den Gegenversuch zum Sammeln gemacht und etwa 25 Flockenstielige Hexenroehrlinge in einem umzaeunten Waldstueck nicht geerntet. Diese Stelle an der keine forstlichen Veraenderungen vorgenommen wurden und die den Waldlaeufern nicht zugaenglich war, habe ich 9 Jahre lang beobachtet. Die Hexenpilze sind nicht ein einziges Mal wiedergekommen. Aehnliche Beobachtungen ueber turnusmaessiges Erscheinen oder Jahrelanges Ausbleiben habe ich auch an ungeniessbaren Pilzen in abgelegenen Waeldern machen koennen und war zum Schluss der Ueberzeugung, dass die jeweilige Pilzart ueberhaupt nur kommt, wenn alle Wachstumsbedingungen von der Natur selbst erfuellt werden. Auch sagt keiner unserer Pilzwissenschaftler, dass die Pilzfruchtkoerper in ihrer gesamten Zahl oder ueberhaupt fuer die Erhaltung oder Vermehrung der unterirdischen Pilzpflanze benoetigt werden.
Und wenn die Pilze nicht durch das Sammeln gefaehrdet sind, dann moechte ich mit diesem Buch eine Lanze brechen fuer den Pilzfreund, der die Pilze liebt, weil sie schmecken und den Kuechenzettel so ungemein bereichern. Man sollte endlich tolerieren, dass es einerseits den Speisepilzsammler gibt und andererseits den Pilzfreund, der sich ausschliesslich botanisch fuer die Pilze im allgemeinem interessiert. Beide haben die gleiche Freude an ihrem Hobby, und auf die "Pilzesser" sollte nicht veraechtlich herabgeschaut werden. Ich bin sogar der Meinung, die Aufklaerung des Speisepilzsammlers stehe in keinem Verhaeltnis zu den derzeitigen Erkenntnissen ueber die Pilze. Immer wieder werden neue und oft essbare Arten erkannt, es stellt sich durch moderne Untersuchungsmethoden heraus, dass frueher giftverdaechtige Pilze doch essbar und gut sind, aber der Pilzsammler erfaehrt es nicht. Kaum faellt jedoch ein Stichwort wie "Cadmiumgehalt in Pilzen" wird in den Zeitungen voellig unberechtigt empfohlen, am besten
ueberhaupt keine Pilze mehr zu essen. Durch diese Taktiken wird der Pilzsammler - unbeabsichtigt oder sogar beabsichtigt, weil die tieferen Gruende noch woanders liegen - endlich so verunsichert, dass er womoeglich vom Pilzesammeln ablaesst.
Ich wuerde mich freuen, wenn ich mit dem vorliegendem Buch erreichte, dass der Speisepilzsammler einige neue Arten dazulernt und bald merkt, dass manche davon besser schmecken als Steinpilze und Pfifferling, denen von jedermann nachgestellt wird, so dass man oft zu spaet kommt und keine mehr findet. Mit einem reichen Wissen kann sich der Sammler das ganze Jahr ueber mit Pilzen versorgen und seinen Wintervorrat schaffen, denn auch im schlechtesten Pilzjahr gibt es irgendeinen Pilz immer noch reichlich."

Rose Marie Daehncke, "200 Pilze"

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Re: Sterben Pilze aus?

Bruno, (vor 9890 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin, Moin zusammen!
Wer kann meine folgenden Thesen Bestätigen oder widerlegen? Für alle, die etwas Zeit haben: Es darf durchaus auch etwas ausführlicher geschehen.
1. Pilzsammler schaffen es nicht, Pilze an den Rand der Ausrottung zu bringen.

Alleine sicherlich nicht....
Und wenn die Evolution schnell genug handelt, wird sie sicherlich was gegen die Fraßfeinde der Pilze entwickeln.
Wie schnell könnte sich ein "mutierter giftiger" Steinpilz ausbreiten (ScienceFiction)? Er hätte immerhin einiges Potential,
gegenüber seinen Fraßfeinden zu bestehen..
siehe auch 2.

2. Ausnahme: Rund um Ballungsgebieten stellen zu viele Pilzsammelr jedoch eine enrstzunehmende Gefkr für die Pilzpopulation dar.

Rund um Ballungsgebiete stellen zu viele Pilzsammler erstmal Nahrungskonkurrenten innerhalb ihrer Gruppe dar. Die Konsequenz wird vielleicht sein, dass manche ganz die Lust verlieren, andere in entlegenere Gebiete
abwandern, wieder andere werden versuchen, auf wenige attraktive Arten auszuweichen (einige mehr oder minder schlimme Vergiftungen werden folgen
und hier zumindest für Entlastung sorgen...)

3. Ein allgemeines Pilzsammelverbot ist überflüssig; wenn eins ausgesprochen wird, sollte es sich nur auf bestimmte, häufig gepflückte Pilze beziehen.

Oder auch auf sensible Gebiete? Viele Pilze mit viel Schwermetallen...?)
Hier wäre es einmal sehr interessant, einen Vergleich zur Jagd zu ziehen. Die ist ja auch nur nur einer
hermetischen Gruppe erlaubt. Wenn die es nicht schafft, dem Wild Herr zu werden, aber aus Versehen ein eingewanderter Luchs oder sonstwas
abgeknallt wird, gabs dann zu viele Jäger, zuwenig Luchse, zu wenig Verbote, zu viele Hirsche?

4. Die größte Gefahr für Pilze stammt aus Umwelteinflüssen (saurer Regen, versauerter Boden etc.)

Und wenn man eine Frage nur aus einem Gesichtspunkt her betrachtet : ich kann einen Steinpilz vielleicht im Schwarzwald oder in Mitteleuropa "ausrotten", aber
zum Aussterben in Eurasien müssen sowohl die Populationen von steinpilzverzehrenden Arten (z.B. Wildscheine und Menschen) noch erheblich zunehmen.
Wenn es mehr Menschen gibt, gibt es aber auch mehr "Umwelteinflüsse". Wer gewinnt dann letztendlich das Überleben ? Der Pilz oder der Mensch, der auch unter den U.e. leidet?
Im Zusammenhang mit 1 : die Ozeane waren einmal voll mit diversen Walarten. Eine immer perfektioniertere Jagd nach ihnen, verbunden mit einer immer mehr gestiegenen Nachfrage (es gab ja
immer mehr Menschen...) und die zahlreichere jagd, haben dafür gesorgt, dass einige Arten am "Aussterben" sind. den rest erledigt die Belastung der meere mit giftigen Substanzen.

So, legt los!
Mit „verpilzten“ Grüßen
Thomas

Wenn diese Fragen alle diskutiert werden sollen hier, dann bin auf die Ladezeiten des Forums wirklich gespannt...

Bruno

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weitere Aspekte

Thilo, (vor 9890 Tagen) @ Bruno

5. Intensive Waldnutzung
Ich glaube, dass die grösste Gefahr für die Pilze die intensive Waldnutzung darstellt. Durch die schweren Machinen und die bewegten Baumstämme werden die im Boden befindlichen Myzel zerstört, wodurch natürlich auch weniger Pilze heranreifen, wodurch wieder weniger Sporen zur Verfügung stehen.

zu 1. Pilzsammler schaffen es nicht, Pilze an den Rand der Ausrottung zu bringen.
Wie Bruno schon sagt ist der Mensch nur ein Pilzesser. Wildschweine sind mit ihrer feinen Nase wahre Pilzexperten, z.B. Trüffelschwein. Auch zahlenmässig sind die Wildschweine den menschlichen Pilzsuchern haushoch überlegen. Ich schätze auf 1 Pilzsucher kommen selbst in Deutschland 10-20 Wildschweine. Von Kaninchen, Rehen, Hirschen, Mäusen... mal abgesehen, die aber auch alle Pilze fressen. Meine These untermauert, das in Wäldern, die weniger intensiv genutzt werden, z.B. Ost-Europa, wo aber viel mehr Wild lebt und die Menschen traditionell mehr Pilze sammeln, trotzdem wesentlich mehr Pilze vorkommen.

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Re: weitere Aspekte

Markus H., (vor 9890 Tagen) @ Thilo

5. Intensive Waldnutzung
Ich glaube, dass die grösste Gefahr für die Pilze die intensive Waldnutzung darstellt. Durch die schweren Machinen und die bewegten Baumstämme werden die im Boden befindlichen Myzel zerstört, wodurch natürlich auch weniger Pilze heranreifen, wodurch wieder weniger Sporen zur Verfügung stehen.
zu 1. Pilzsammler schaffen es nicht, Pilze an den Rand der Ausrottung zu bringen.
Wie Bruno schon sagt ist der Mensch nur ein Pilzesser. Wildschweine sind mit ihrer feinen Nase wahre Pilzexperten, z.B. Trüffelschwein. Auch zahlenmässig sind die Wildschweine den menschlichen Pilzsuchern haushoch überlegen. Ich schätze auf 1 Pilzsucher kommen selbst in Deutschland 10-20 Wildschweine. Von Kaninchen, Rehen, Hirschen, Mäusen... mal abgesehen, die aber auch alle Pilze fressen. Meine These untermauert, das in Wäldern, die weniger intensiv genutzt werden, z.B. Ost-Europa, wo aber viel mehr Wild lebt und die Menschen traditionell mehr Pilze sammeln, trotzdem wesentlich mehr Pilze vorkommen.

Hi Thilo!
Ich denke, daß eine der größten Gefahren für Pilze die Zerfledderung von zusammenhängenden Waldgebieten durch Kahlschläge und intensiven Forststrassenbau ist.
Dies führt unweigerlich zu einer vermehrten Austrocknung durch Winde und zu einem stärkeren Oberflächenabfluß (Dränagewirkung der Forstrassen).
Als zweites großes Problem sehe ich die vermehrte Verwendung von fungiziden und antibiotischen Spritzmitteln in der Landwirtschaft.
Ciao Markus H.

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Boletus venenatus & Wale

Boris, (vor 9890 Tagen) @ Bruno

Und wenn die Evolution schnell genug handelt, wird sie sicherlich was gegen die Fraßfeinde der Pilze entwickeln.
Wie schnell könnte sich ein "mutierter giftiger" Steinpilz ausbreiten (ScienceFiction)? Er hätte immerhin einiges Potential,
gegenüber seinen Fraßfeinden zu bestehen..

In Japan soll es etwas aehnliches geben. Nicht direkt ein Steinpilz, aber ein Pilz der ihm verdammt aehnlich sieht und keine Aehnlichkeit mit Satans- oder Hexenpilzen hat. Er soll Magen-/Darmstoerungen verursachen, ist in meiner Literatur nicht zu finden und waechst selbst im Internet nur an wenigen Stellen. Weiss jemand genaues ueber diesen Pilz?

Im Zusammenhang mit 1 : die Ozeane waren einmal voll mit diversen Walarten. Eine immer perfektioniertere Jagd nach ihnen, verbunden mit einer immer mehr gestiegenen Nachfrage (es gab ja
immer mehr Menschen...) und die zahlreichere jagd, haben dafür gesorgt, dass einige Arten am "Aussterben" sind. den rest erledigt die Belastung der meere mit giftigen Substanzen.

Immer dran denken, dass man nicht die Wale sammelt, sondern nur die Fruchtkoerper. Und bei der durchschnittlichen Vermehrungsrate von Pilzen waere das wohl eher mit dem Sammeln von Kaviar zu vergleichen. Wenn der russische Stoer vor der Ausrottung steht, liegt das wohl daran, dass der Fisch beim Einsammeln des Kaviars gewoehnlich getoetet wird. Das ist bei Pilzen aber nicht der Fall! Genausowenig macht es Sinn, den Verzehr von Fruechten zu beschraenken. Mir wurde es amtlich untersagt Orchideensamen fuer Arterhaltungszwecke zu entnehmen (Eine durchschnittliche Samenkapsel enthaelt rund 6000 Samen bei Knabenkrautern, rund 40000 Samen beim Frauenschuh. Ein Riesenbovist bildet etwa 7000000000000 Sporen. Vorsicht, die Naturschutz-Vogonen zaehlen nach!

Salute, Boris

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Re: Boletus venenatus & Wale

Bruno, (vor 9890 Tagen) @ Boris

Und wenn die Evolution schnell genug handelt, wird sie sicherlich was gegen die Fraßfeinde der Pilze entwickeln.
Wie schnell könnte sich ein "mutierter giftiger" Steinpilz ausbreiten (ScienceFiction)? Er hätte immerhin einiges Potential,
gegenüber seinen Fraßfeinden zu bestehen..

In Japan soll es etwas aehnliches geben. Nicht direkt ein Steinpilz, aber ein Pilz der ihm verdammt aehnlich sieht und keine Aehnlichkeit mit Satans- oder Hexenpilzen hat. Er soll Magen-/Darmstoerungen verursachen, ist in meiner Literatur nicht zu finden und waechst selbst im Internet nur an wenigen Stellen. Weiss jemand genaues ueber diesen Pilz?

Im Zusammenhang mit 1 : die Ozeane waren einmal voll mit diversen Walarten. Eine immer perfektioniertere Jagd nach ihnen, verbunden mit einer immer mehr gestiegenen Nachfrage (es gab ja
immer mehr Menschen...) und die zahlreichere jagd, haben dafür gesorgt, dass einige Arten am "Aussterben" sind. den rest erledigt die Belastung der meere mit giftigen Substanzen.

Immer dran denken, dass man nicht die Wale sammelt, sondern nur die Fruchtkoerper. Und bei der durchschnittlichen Vermehrungsrate von Pilzen waere das wohl eher mit dem Sammeln von Kaviar zu vergleichen. Wenn der russische Stoer vor der Ausrottung steht, liegt das wohl daran, dass der Fisch beim Einsammeln des Kaviars gewoehnlich getoetet wird. Das ist bei Pilzen aber nicht der Fall! Genausowenig macht es Sinn, den Verzehr von Fruechten zu beschraenken. Mir wurde es amtlich untersagt Orchideensamen fuer Arterhaltungszwecke zu entnehmen (Eine durchschnittliche Samenkapsel enthaelt rund 6000 Samen bei Knabenkrautern, rund 40000 Samen beim Frauenschuh. Ein Riesenbovist bildet etwa 7000000000000 Sporen. Vorsicht, die Naturschutz-Vogonen zaehlen nach!
Salute, Boris

Interessanter Aspekt : das Sammeln von Briefmarken hat bisher nicht zu deren Extinktion geführt.Im Gegenteil.
Vielleicht weil man die Briefträger nicht mitgesammelt hat ?
Bruno

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Re: Sterben Pilze aus?

Bruno, (vor 9890 Tagen) @ Thomas Pruß

Wie sieht es denn aus mit dem Gedanken, dass gerade durch das Abweiden von Fruchtkörpern (Mensch und Tier) der Pilz stimuliert wird, das nächste Mal noch mehr, noch größere Fruchtkörper zu bilden? Wär ja prima, oder ?

Das Myzel schafft und treibt, bis dann eines Tages/Jahres die Nahrung für das Myzel halt doch weg ist- wenn nichts nach kam. Wenn dann halt alle Super-Fruchtkörper gefressen waren und die Sporen den jeweiligen darmdurchgang nicht überlebten oder auf üngünstigem substrat gelandet waren : Pech gehabt.

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Re: Sterben Pilze aus?

Thomas Pruß, (vor 9890 Tagen) @ Thomas Pruß

An alle Pilzfreunde und Pilzgenießer und an alle, die beides sind:

Vielen Dank für Eure Postings. Da waren einige gute Ideen darunter, die ich weiterverbreiten werde.
Greetings
Thomas